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Days, 7 Good News: Schießen, Springen, Werfen – alles Treffer!

LISTICLE | 09.03.2022
Bild mit der Aufschrift Good News
Autor:
Uschi Horner

Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Weil die News Spaß machen. Zukunftsweisend sind. Weil sie neue Tendenzen zeigen. Weil sie eine Prise Absurdität in einer viel zu ernsten Welt streuen. Oder weil sie einfach nur Freude bringen. Hauptsache gute Laune, das ist unser Motto in diesem News-Format. Und wir legen auch gleich los. Mit  Paul Zipser, der Inspiration der Bayern-Basketballer, einem Goldküken, der kommenden Stabhochsprung-Legende. Und mit einer Frau, die Ecken schießt, wie andere Elfmeter.

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Paul Zipser, Inspiration auch jenseits des Basketballs

Wir haben mitgefiebert und gehofft – jetzt ist er zurück: Paul Zipser, der Superstar der Basketballer des FC Bayern, steht nach seiner schweren Gehirnoperation wieder auf dem Feld. Beim Bayern-Sieg gegen Bamberg spielte Zipser gute 13 Minuten und machte sieben Punkte. Da ist noch Luft nach oben – wir sind sicher, er wird bald wieder seine Dunkings stopfen können. Oder wie es Bayreuths Kapitän Bastian Doreth formulierte: „Ich gratuliere dir zu diesem Comeback, das ist der Wahnsinn, du hast den Kampf gewonnen, du bist eine Inspiration.“

2

Lesen bei Lesser

Lesen bei Lesser – wer in Russland etwas über den Krieg gegen die Ukraine erfahren will, hat es schwer. Der frühere deutsche Biathlon-Weltmeister Erik Lesser überließ jetzt zunächst seiner ukrainischen Kollegin Anastassija Merkuschina für 24 Stunden seinen Instagram-Kanal. Danach dem ukrainischen Tennisprofi Sergej Stachowski, der schrieb: „Eric wurde nicht gehackt. Er gab mir sein Konto für 24 Stunden, um zu versuchen, zu euch Russen durchzudringen.“ Lesser begründete im ZDF seine ungewöhnliche Informationskampagne: „Ich habe 30.000 Follower aus Russland auf Instagram, und ich glaube, der russischen Bevölkerung ist nicht ganz klar, was in der Ukraine wirklich abgeht.“ Ein Teil seiner russischen Follower entfolgte den Thüringer, doch der 33-Jährige will seinen Instagram-Kanal weiter Ukrainer*innen zur Verfügung stellen.

3

Bankfurt mit Herz

Gut, dass die Löwen Frankfurt am größten Bankenplatz Europas ihren Spielort haben. Nach der Trennung von einem russischen Großsponsor sprangen jetzt mehrere in „Bankfurt“ ortsansässige Banken und Unternehmen als neue Finanziers der aufstrebenden Mannschaft aus der Deutschen Eishockey Liga 2 ein. „Die spontane Hilfsbereitschaft des Finanzplatzes ist überwältigend und macht uns Mut, wir sind allen Beteiligten daher sehr dankbar“, sagte Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer. Die Frankfurter gewannen die Hauptrunde der 2. Liga, mit dem Schriftzug „Peace“ auf den Trikots. Nun können sie die Play Offs spielen – vielleicht macht sie ein Aufstieg in die DEL ja für die Frankfurter Banken dauerhaft als Sponsoring-Partner attraktiv.

4

Das Küken holt Gold

Sie gilt als Küken der deutschen Biathlet*innen bei den Paralympics – jetzt hat die sehbehinderte Leonie Walter sensationell Gold gewonnen. Mit ihren 18 Jahren siegte sie überraschend im 10-Kilometer-Biathlon-Wettkampf in Peking. In ihrer Heimatgemeinde St. Peter im Hochschwarzwald löste das einen Jubelsturm aus: Die Trachtenschneiderin rief an, ehemalige Gäste des Ferienhofs der Eltern, der Seniorchef vom Lebensmittelladen brachte eine Karte und auch die Grundschullehrerin rief an, berichtete Mutter Renate Walter der „Süddeutschen Zeitung“. Das Goldküken ist jetzt schon eine Heimatlegende.

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Ein Zentimeter näher Richtung 7-Meter-Marke

Er lässt uns wieder vom Fliegen träumen: Armand Duplantis schickt sich an, der bedeutendste Stabhochspringer seit dem Ukrainer Sergej Bubka zu werden. Mit 6,19 Metern schraubte der für Schweden startende US-Amerikaner seinen Weltrekord um einen weiteren Zentimeter nach oben. Duplantis ist erst 22 Jahre alt – genauso alt war Bubka, als er als erster Mensch 1985 die 6-Meter-Marke übersprang. Zugegeben, bis zu sieben Metern ist es noch ein weiter Weg. Aber Armand Duplantis hat das Zeug, um dem Stabhochsprung wieder mehr Popularität zu bringen.

6

Sechs Sekunden sind keine Ewigkeit

Sechs Sekunden sind im Leistungssport normalerweise eine Ewigkeit, nur nicht für Anna-Lena Forster. Mehr als diese kleine Ewigkeit nahm die 26-Jährige in der Super-Kombination der Paralympics im Slalom ihrer Konkurrentin Momoka Muraoka ab und gewann deshalb Gold. „Ich weiß, dass ich im Slalom gut bin. Aber dass ich über sechs Sekunden aufholen kann, hätte ich niemals gedacht“, sagte die Gold-Gewinnerin. Von einer „Achterbahn der Gefühle“ sprach Forster. Der Vergleich passte selten besser: Zuerst ging es in Forsters Achterbahn im Super G ganz langsam voran. Doch als sie dann im entscheidenden Moment für den Slalom oben stand, wurde es so richtig rasant.

7

Sie schießt Ecken wie andere Elfmeter

Klar, ein Elfmeter ist meistens ein Tor. Aber eine Ecke? Die führt im besten Fall zur Torchance. Wie cool dagegen, wie präzise Katie Zelem den Ball von der Eckfahne direkt ins Tor ballern kann. Die Mittelfeldspielerin von Manchester United schoss beim jüngsten Spiel gegen Leicester gleich zweimal (!) eine Ecke direkt ins Tor. Reiner Zufall? Von wegen. Schon beim Spiel davor gelang Zelem solch ein Kunstschuss. Wären wir Trainer des nächsten Gegners der ManU-Frauen wüssten wir, dass wir möglichst jede Ecke zu verhindern versuchen.

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Uschi Horner