Dr. Regina Henkel
Autor:
Regina Henkel

Bei BlackYak steht das Produkt im Fokus

BlackYak eröffnet neue Innovationsschmiede mitten in München

BlackYak stammt zwar aus Südkorea, aber die Ideen für neue Technologien und Produkte kommen aus München. Gerade eröffnete die Outdoormarke in der Münchener Leopoldstraße ein Design- und Development Center, das hierzulande Seinesgleichen sucht.

Aufwändig aber dennoch effizient: Wenn es schnell gehen muss, kann BlackYak in einer Woche einen fertigen Prototyp entwickeln.
Aufwändig aber dennoch effizient: Wenn es schnell gehen muss, kann BlackYak in einer Woche einen fertigen Prototyp entwickeln

Kompletter Maschinenpark mitten in Schwabing

So viele Nähmaschinen! Wer den Firmensitz von BlackYak Europa im Herzen von Schwabing betritt, fühlt sich wie in einer Produktionsstätte oder einer Designschule. Über ein Dutzend Nähmaschinen und Spezialmaschinen zum Ultraschallschweißen, Tapen und Bonden sowie Cutter, Pressen, Zuschneidetisch und diverse Prüfmaschinen dienen allein dazu, neue Ideen zu entwickeln und unter realen Produktionsbedingungen umsetzen zu können.

Maximilian Nortz, Managing Director International Business bei BlackYak, nimmt seine Aufgabe ernst: „In Asien sind wir Mainstream, aber hier machen wir Bergsport, und damit haben wir auch mehr Verantwortung für die Leistungsfähigkeit unserer Produkte.“

Zusammenschluss mit Design-Agentur

Das neue Atelier ist nicht aus dem Nichts heraus entstanden. Es bestand in der Form schon vorher in Zürich unter dem Agenturnamen „Development Never Stops“. Die Design-Agentur entwickelte dort für BlackYak und andere Sportbekleidungsmarken seit vielen Jahren technisch anspruchsvolle Kollektionen und hat sich jetzt ganz an die Südkoreaner angedockt. Marcel Geser, einer der Inhaber der Züricher Agentur, reizte die exklusive Zusammenarbeit: „Mir fehlte einfach die Arbeit am Produkt, ich bin ein Produktfan. In der Agentur blieb zum Schluss immer weniger Zeit dafür.“

Effiziente Produktentwicklung aus einer Hand

Mit der neuen Konstellation soll das Produkt stärker ins Zentrum von BlackYak rücken. „Wir sponsern Expeditionen und statten Extremsportler mit unseren Produkten aus“, erklärt Nortz. „Das ist sehr aufwändig für uns, hat aber unsere Verbindlichkeit geschärft und die Anforderungen an die Qualität enorm erhöht.“ Überhaupt steht am Anfang eines jeden Produkts zuallererst die Funktion, erst daraus wird dann das Design abgeleitet.

Nortz: „Wir fangen an im Kleinen zu entwickeln, arbeiten einzelne Details aus, testen Materialien und Verarbeitungstechnologien und fügen dann Schritt für Schritt alles zusammen.“ Das klingt aufwändig, erweist sich aber als sehr effizient. „Wir können hier extrem schnell sein“, ergänzt Geser. „Ohne das Lab müssten wir unsere Ideen nach Asien schicken, sechs Wochen warten bis wir die ersten Prototypen sehen, Änderungen vornehmen, wieder wegschicken und so weiter. Wir können in einer Woche einen fertigen Prototyp machen.“ 

Maximilian Nortz leitet das Internationale Business der südkoreanischen Outdoormarke BlackYak. (Foto: Regina Henkel)
Maximilian Nortz leitet das Internationale Business der südkoreanischen Outdoormarke BlackYak

Kooperation mit Bartenstein Academy

Die Maschinen zu besorgen ist kein Problem. Viel schwieriger ist es, Leute zu finden, die sie bedienen und damit arbeiten können. Neben den beiden Inhabern der Züricher Agentur, Marcel Geser und Thomas Deutschenbaur, besteht das Team aus weiteren Designern und Schnittexperten, die jedoch erstmal auf die sporttypischen Verarbeitungstechniken geschult werden mussten.

Künftig kooperiert BlackYak mit der Bartenstein Academy. Schülerinnen und Schüler können den Maschinenpark im Atelier mitnutzen und im Gegenzug hofft Nortz, dort vielleicht auch geeigneten Nachwuchs zu finden.

 

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