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Good News 2022: Der Jahresrückblick für die Sportwelt

LISTICLE | 21.12.2022
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Wir finden: Hin und wieder braucht es gute News. Vor allem aus dem Sport. In unseren Good News servieren wir dir jede Woche sieben Nachrichten, die unser – und hoffentlich auch dein – Sportlerherz höher schlagen lassen. Dieses Mal mit einem ganz besonderen Special: Unserem Jahresrückblick voller guter, zukunftsweisender, absurder und einfach nur Freude bringender Sportnachrichten. Vom Kunstradfahren auf einem neuen Level über den Stolz der Ukraine bis hin zur Patagonia-Zeitenwende, wir blicken für euch zurück auf 2022.

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Lukas “Lukinator” Kohl: Kunstrad auf einem neuen Level

Er macht aus Radfahren eine Kunst: Lukas Kohl ist dieses Jahr schon das sechste Mal in Folge Kunstrad-Weltmeister geworden. Der 26-Jährige ist auch Dauersieger im Weltcup und wurde (wenig überraschend) wieder Europameister. „Kohl bewies einmal mehr, dass er das Maß der Dinge ist“, freute sich der Bund Deutscher Radfahrer nach dem erneuten Sieg des Unterfranken. So stark wie in diesem Jahr war der Kunstrad-Profi, den die Fans “Lukinator” nennen, noch nie.

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Von Wolke 7 auf den Boden und zurück

Gold bei den Paralympics, Hochzeitspläne mit ihrem Trainer, dann ein Hirntumor: „Das war, wie von Wolke sieben auf Asphalt zu knallen“, sagte Para-Schwimmprofi Elena Semechin über ihr Schicksal im Jahr 2021. Aber obwohl der Krebs sie auch durch 2022 begleitete, gab die Berlinerin nicht auf. Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften wurde die blinde Schwimmerin direkt nach der Chemo-Therapie Zweite, bei der Para-Schwimm-WM holte sie mitten in der nächsten Chemo Silber. „Warum ich?“, will sie sich nicht mehr fragen, sagt Semechin. Was für ein Vorbild in Sachen Resilienz!

3

Der Stolz der Ukraine

Viele ukrainische Sportler*innen leisten trotz des Krieges gegen ihr Heimatland Unglaubliches – und ganz besonders begeistert hat uns Jaroslawa Mahutschich, die kurz nach Kriegsbeginn zum Stolz der Ukraine wurde. Sie wurde in ihrem Zuhause zu Kriegsbeginn von Explosionen geweckt, floh aufs Land, versteckte sich in einem Keller und schlug sich dann nach Serbien durch. In Belgrad sprang die 20-jährige Hochspringerin dann ganze 2,02 Meter und holte WM-Gold. Und ein paar Monate später Gold bei der Europameisterschaft in München - zumindest eine Good News für ihre Heimat.

4

Go, Gina Lückenkemper

Go, Gina, Go – das ist der Lauf ihres Lebens! 2022 gabs zwei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften, dazu die Wahl zur Sportlerin des Jahres und viel Medienpräsenz für die sympathische Sprinterin Gina Lückenkemper. Sie ist die lang ersehnte Hoffnung für den deutschen Sprint und läuft sich gerade erst warm. Im nächsten Jahr will sie nicht nur unter Europas besten mitlaufen, sondern in die Weltklasse sprinten – wir glauben an Gina.

5

Jule, die Coole

Am Anfang des Jahres war Jule Niemeier noch ein Noname – jetzt ist sie Deutschlands beste Tennisspielerin. Niemeier verdiente nicht nur fast eine Million US-Dollar, sie kletterte auch in der Damen-Weltrangliste ein gutes Stück nach oben auf Platz 61. Besonders beeindruckend war ihr Newcomer-Auftritt beim Turnier in Wimbledon. Egal, auf welchen Belägen sie war, für Jule war es ein Wachstumsjahr - und wir sind sehr gespannt, was wir 2023 von ihr sehen werden.

6

Eine Stürmerin als Sommermärchen

Sie war unser persönliches Sommermärchen. Ohne die Tore von Alexandra Popp wäre die Damen-Nationalmannschaft vielleicht nie ins Finale der Europameisterschaft gekommen. Mit ihren sechs Toren und vor allem ihrer unbrechbaren Willenskraft riss Popp alle mit und trug entscheidend zum Boom des Frauenfußballs bei. Und vielleicht hätten wir mit der wegen einer Verletzung ausgefallenen Alex Popp auch das Finale in Wembley gewonnen – da hat England gerade nochmal Glück gehabt.

7

Patagonia kann Zeitenwende

Zeitenwende ist das Wort des Jahres – und diese Zeitenwende ist wirklich eine zum Besseren. Der Sportartikelhersteller Patagonia spendet all seine Gewinne in Zukunft für den Umweltschutz. Als Pionier einer neuen Form des sozialen und nachhaltigen Kapitalismus wurde Yvon Chouinard dafür gefeiert, dass er 100 Prozent seiner Unternehmensanteile an Stiftungen überträgt, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Finden wir klasse und haben Patagonia mit dem neuen ISPO Cup für soziales Engagement ausgezeichnet – es war uns eine Ehre. Und wir sind gespannt, wer sich 2023 der Brand anschließen wird.

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