Claudia Klingelhöfer
Autor:
Claudia Klingelhöfer

Rücktritt aus persönlichen Gründen - noch kein Nachfolger benannt

Vorstandsvorsitzender Kim Roether verlässt Intersport Deutschland

Paukenschlag beim größten deutschen Sporthändler-Verbund: Kim Roether und Intersport Deutschland gehen getrennte Wege. Der 54-Jährige tritt zum 15. Juni vom Posten des Vorstandsvorsitzenden zurück. Seine Nachfolge ist noch ungeklärt.

Kim Roether war seit 2007 im Vorstand von Intersport Deutschland
Kim Roether war seit 2007 im Vorstand von Intersport Deutschland

Seit 2007 war Roether Mitglied des Vorstands der Intersport Deutschland eG, seit 2014 Vorstandsvorsitzender. Auch sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der Intersport Interntional Corporation legt der 54-Jährige nieder.

„Kim Roether hat mit seiner anerkannten Expertise und seinen Managementfähigkeiten den Erfolg der Gruppe maßgeblich vorangetrieben“, sagt Knud Hansen, Aufsichtsratsvorsitzender von Intersport Deutschland. Außerdem habe er den digitalen „Transformationsprozess angeschoben“. Die Nachfolge von Roether steht noch nicht fest. Dazu will sich das Unternehmen erst in ein paar Wochen äußern.

In der Zwischenzeit übernimmt Aufsichtsratsmitglied Harald L. Schedl einen Vorstandsposten und lässt in dieser Zeit sein Mandat im Aufsichtsrat ruhen. Der Geschäftsführer der Intersport Austria GmbH, Mathias Boenke, wird zudem Vorstand für einen neuen Bereich: Er soll nach Intersport-Angaben die „Markt- und Produktbelange“ der Mitglieder verantworten. Intersport erhofft sich dadurch, „die Sichtbarkeit der Marke Intersport am Point of Sale“ zu stärken.

Der Abschied von Roether fällt mitten in einen digitalen Umbauprozess. Nach Medienangaben gab es zwischen Roether und Intersport-Mitgliedern hier Unstimmigkeiten. Seit 2017 baut der Sporthändlerverbund eine offene Digitalplattform auf. Inzwischen sollen rund 125 Intersport-Händler an diese Online-Plattform angebunden sein.

Intersport Deutschland mit „Future Stores“

Parallel dazu eröffnete Intersport in Berlin „Future Stores“ und versuchte mit der sogenannten „roten“ und „blauen“ Intersport-Welt die Geschäfte der Händler neu zu strukturieren.

Zur „roten Welt“ gehören für lokale Händler Verkaufsflächen, mit eigenem, individuellen Fokus, in der „blauen Welt“ nutzen die Händler mehr Systembausteine der Intersport-Dachmarke.

Intersport Deutschland erwirtschaftete 2017 mit seinen 900 angeschlossenen Händlern einen Umsatz von 2,94 Milliarden Euro – zum Gewinn gibt es keine Angaben.

Claudia Klingelhöfer
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