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Nike-Konkurrent global weiter auf Vormarsch, nur der Heimatmarkt schwächelt

Adidas präsentiert starke Zahlen dank der Fußball-WM

Der Sportartikelkonzern steigert sich auch im zweiten Quartal – und bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr 2018 vor allem durch die Gewinne in Nordamerika und China. Sorgen bereiten allerdings Westeuropa und Reebok.

Adidas ist im Aufwind.
Adidas ist im Aufwind.

Der Sportartikelriese Adidas ist weiter im Aufwind. Im zweiten Quartal nahm der währungsbereinigte Umsatz von Adidas um 10 Prozent zu. Bei der Marke Adidas wuchs der Umsatz um 12 Prozent. Verantwortlich hierfür war der zweistellige Anstieg bei Sport Performance aufgrund zweistelliger Steigerungen in den Kategorien Training, Running und Fußball sowie der Zuwachs im hohen einstelligen Bereich bei Sport Inspired.

„Wir haben wieder ein starkes Quartal vorzuweisen, zu dem eine erfolgreiche Fußball-WM beigetragen hat. Haupttreiber unseres profitablen Wachstums waren erneut unsere strategischen Fokusbereiche Nordamerika, China und E-Commerce“, sagt Kasper Rorsted, der Adidas-CEO zu den Zahlen.

Fußball-WM als Wachstumstreiber

Trotz des frühen Scheiterns der deutschen Nationalmannschaft blickt der Konzern gerne an die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zurück. Insgesamt acht Millionen Trikots - so viele wie noch nie - hat Adidas verkauft, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted. Dass von den zwölf Nationalteams, die in Adidas-Trikots antraten, nur Belgien bis ins Halbfinale kam, habe sich „gar nicht“ auf die Umsätze ausgewirkt. „Unsere Marke war dort am sichtbarsten.“ Schon alleine wegen des WM-Balls. Zehn Millionen Fußbälle hat Adidas zudem verkauft.

Nordamerika, China und E-Commerce sorgen für Gewinn

Besonders starkes Wachstum verzeichnete der zusammengefasste Umsatz der beiden Marken Adidas und Reebok tatsächlich in Nordamerika (+16 Prozent) und Asien-Pazifik (+19 Prozent), wobei Letzteres auf einen Anstieg um 27 Prozent in China zurückzuführen war. Während Adidas also dem Primus Nike weiter in dessen Heimatmarkt USA zusetzt, sieht es im Adidas-Heimatmarkt Westeuropa dagegen anders aus. Der Umsatz stagnierte bei 1,4 Milliarden Euro, Puma und Nike wuchsen in der Region zuletzt.

Die eigenen Einzelhandelsaktivitäten (‚Direct-to-Consumer‘) erzielten eine zweistellige Umsatzsteigerung, maßgeblich unterstützt durch den E-Commerce-Vertriebskanal, wo der Umsatz um 26 Prozent zulegte.

Reebok macht dem Konzern Probleme

In Euro erhöhte sich der Umsatz des Unternehmens von Adidas im zweiten Quartal daher um 4 Prozent auf 5,261 Mrd. Euro (2017: 5,038 Mrd. Euro). „Mit diesen Ergebnissen sind wir weiterhin auf dem besten Weg, unsere gesteckten Ziele für das Gesamtjahr 2018 sowie unsere langfristigen Ziele bis 2020 zu erreichen“, sagt Rorsted. Das Betriebsergebnis des Unternehmens verbesserte sich auch für Experten überraschend stark um 17 Prozent auf 592 Mio. Euro (2017: 505 Mio. Euro).

Sorgen macht dem Konzern Reebok: Bei der Marke verringerte sich der Umsatz um 3 Prozent. Daneben gab Adidas bekannt, dass es rückwirkend für 2016 eine Wertminderung auf die Markenrechte von Reebok vornehmen musste. Dies habe eine Untersuchung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung ergeben.

Adidas-Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Adidas bestätigt damit seine Prognose für das Gesamtjahr 2018, für das das Unternehmen nach wie vor einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 10 Prozent erwartet. Maßgeblich dafür werden zweistellige Zuwächse in Nordamerika und Asien-Pazifik, also vor allem China sein.

Die Bruttomarge des Unternehmens wird den Prognosen zufolge um bis zu 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 50,7 Prozent steigen. Die Herzogenauracher streben also weiter nach Höherem.

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