Autor:
Nicole Audrit

Neues Fitness-Konzept der Münchner Fitness-Trainerin Anna-Maria Jansen

Burning Balance: Yoga trifft High Intensity Training

Unterschiedlicher als Yoga und High Intensity Training (HIT) können zwei Sportarten eigentlich gar nicht sein. Und genau das macht sich Fitness-Trainerin Anna-Maria Jansen zunutze: Die Kombination aus den beiden Aktivitäten bietet ein umfassendes Ganzkörper-Workout für Mann und Frau. Bei ISPO.com erklärt sie Übungen und gibt Trainings-Tipps.

Anna-Maria Jansen ist Fitness-Trainerin und Model.
Anna-Maria Jansen ist Fitness-Trainerin und Model.

Schon seit sie denken kann, machte Anna-Maria Jansen viel Sport, meistens leistungsorientiert: „Mein Herz schlägt fürs Laufen: das Brennen in den Muskeln, der Schweiß, der Puls, wenn er durch jede einzelne Zelle meines Körpers pocht. Ich liebe es, meine Komfortzone zu verlassen. Doch wie mein Körper manchmal auf meinen Sport reagierte, war weniger angenehm. Ich wollte immer mehr, schneller, höher, weiter. Allerdings zeigte mein Körper mir öfters die Konsequenzen: Meine Muskeln verhärteten sich, und ich bekam Verspannungen.“

Aus diesem Grund begann die Fitness-Trainerin mit Yoga. Da ihr dies allerdings nicht genug Action beinhaltete, kombinierte sie High Intensity Training mit Yoga – und so entstand das Trainingsprogramm Burning Balance.

 

Zwischen Spannung und Entspannung

Unterschiedlicher als High Intensity Training und Yoga können zwei Sportarten eigentlich gar nicht sein. Ersteres besteht aus kurzen, aber anspruchsvollen Trainingsintervallen und zielt vor allem auf den Muskelaufbau und die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems ab – hohes Tempo und große Intensität sind charakteristisch für dieses Workout. Yoga hingegen schult das Körpergefühl und bringt Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht.

Das Konzept Burning Balance verbindet High Intensity Training mit Yogaübungen, es kombiniert Spannung und Entspannung“, erklärt Fitnesstrainerin und Model Anna-Maria Jansen. „Es verbindet Elemente der Anspannung und des Auspowerns – also ‚Burn‘ – mit Elementen der Entspannung und des Loslassens – also der ‚Balance‘. Daraus entsteht ein Training, das sowohl dem Körper als auch dem Geist gut tut.“

Ideale Kombination für Jedermann

Burning Balance eignet sich sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene – es werden keinerlei Vorkenntnisse benötigt. Außerdem kann das Training überall durchgeführt werden: Lediglich eine Matte ist empfehlenswert. Die Verbindung zwischen der Belastung durch das High Intensity Training und der Entlastung beim Yoga stellt die ideale Kombination dar.

„Durch die Wechselwirkung von Be- und Entlastung verbessert man effektiv und nachhaltig die eigene Gesundheit und wird zudem insgesamt ausgeglichener und somit konzentrierter“, so die Fitness-Trainerin. Neben dem physischen Wohlbefinden spielt auch das psychische Empfinden eine wichtige Rolle für die Gesundheit, deshalb liegt Burning Balance ein sehr flexibles Trainingskonzept zugrunde: „Jeder Mensch hat seine individuellen Stärken und Schwächen, und auch die Leistungsfähigkeit und Gefühlslage hängen stark von der jeweiligen Tagesform ab. Mal möchte man beim Training Energie loswerden, und manchmal benötigt man eher etwas Ruhe und Meditation.“

ISPO.com zeigt je eine Übung aus den Bereichen Warm-up, High Intensity Training und Yoga:

Warm-up: Katzenbuckel

  1. Ausgangsposition: Vierfüßlerstand, Hände sind unter den Schultern, Knie unter der Hüfte
  2. Beim Ausatmen beginnen, das Kinn in Richtung Brust einzurollen und den Rücken über die gesamte Wirbelsäule aufzuwölben, bis ein schöner Bogen entsteht
  3. Beim Einatmen wieder so weit aufrollen, bis sich die Brust Richtung Boden öffnet und ein leichtes Hohlkreuz entsteht. Dabei ist der Blick nach vorne gerichtet. Die Bewegung ist flüssig, wie eine Wellenbewegung.
     

High Intensity Training: Knee Tap

  1. Ausgangsposition: Liegestützposition, dabei die Handflächen auf dem Boden unter den  Schultergelenken positionieren.
  2. Gesäß nach oben schieben, sodass ein umgekehrtes „V“ entsteht.
  3. Eine Hand zum entgegengesetzten Knie führen und es kurz berühren
  4. In die Ausgangsposition zurückkehren und die Seiten wechseln. Dabei bleibt Ihr Rücken möglichst gestreckt.
  5. Bei dieser Übung sollten Gesäß- und Bauchmuskulatur angespannt sein und sich in einem regelmäßigen Tempo bewegen.
Wichtig beim Knee Tap: Alle Bewegungsabläufe in gleichmäßigem Tempo ausführen.
Wichtig beim Knee Tap: Alle Bewegungsabläufe in gleichmäßigem Tempo ausführen.

Yoga: Delfin (Shishumarasana)

  1. Einatmen: Vierfüßlerstand, die Hände befinden sich unter den Schultern und die Knie unter der Hüfte.
  2. Ausatmen: Unterarme mit verschränkten Fingern ablegen, die Zehen aufstellen und das Gesäß weit nach oben heben. Beine und Oberkörper sind gestreckt. Der Kopf ist in Verlängerung der Wirbelsäule.
  3. In den Herabschauenden Hund zurückkehren: Dafür die Unterarme vom Boden lösen, sodass nur noch die Hände und Füße den Boden berühren und das Gesäß den höchsten Punkt bildet.
  4. Für acht Atemzüge im Herabschauenden Hund verweilen, bevor es erneut in die Delfin-Haltung geht. Der Delfin hilft bei Kopfschmerzen, entspannt den Nacken und gibt Energie.
Beine und Oberkörper müssen beim Ausatmen ausgestreckt sein.
Beine und Oberkörper müssen beim Ausatmen ausgestreckt sein.

Drei persönliche Trainings-Tipps von Anna-Maria Jansen

Bevor es allerdings überhaupt an die korrekte Ausführung der Übungen geht, empfiehlt Anna-Maria Jansen, in sich hineinzuhören: „Finden Sie heraus, was Sie fühlen, was Sie antreibt und was Sie erreichen möchten.“

Zudem empfiehlt Jansen, bei allem Drang zum Perfektionismus positiv zu bleiben: „Ich erwische mich manchmal bei Gedanken wie „das geht besser“ oder „hier muss noch was geändert werden“. Dabei übersehe ich die vielen Dinge, für die ich dankbar sein kann. Deshalb habe ich mir angewöhnt, mir drei Dinge bewusst zu machen, für die ich dankbar bin, bevor ich meine Gedanken darauf fokussiere, etwas zu ändern.“

Damit sich auf Dauer nicht doch die eigene Faulheit durchsetzt, empfiehlt Jansen, feste Fitness- Rituale einzuführen: „Gewohnheiten sind ein wichtiges Instrument, um Veränderungen zu schaffen. Wenn Sie also etwas verändern möchten, sollten Sie sich Ihre ganz eigene Routine schaffen – beispielsweise jeden Vormittag oder Abend eine kleine sportliche Einheit.“

Autor:
Nicole Audrit
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