Dr. Regina Henkel
Autor:
Regina Henkel

Design-Kooperation zwischen Hoffenheim und Maloja

TSG Hoffenheim startet Lifestyle-Marke Umoja

Der deutsche Bundesliga Verein TSG Hoffenheim ist dafür bekannt neue Wege zu gehen. Jetzt hat er eine eigene Lifestyle-Marke gegründet: Umoja. Sie umfasst für den Anfang 24 T-Shirts, Longsleeves und Hoodies für Männer, Frauen und Kinder und wird über eine eigene Website vertrieben.

Profis der TSG Hoffenheim präsentieren die umoja-Kollektion
Die beiden Profis der TSG Hoffenheim, Sargis Adamyan (l.) und Andrej Kramaric, in der neuen Umoja-Kollektion

Kollektion mit Haltung

Es ist kein Zufall, dass der Name Umoja aus der ugandischen Landessprache Swahili stammt und „Einheit“ bedeutet. Denn mit Umoja will die TSG Hoffenheim auch eine klare Haltung symbolisieren und ihre Verbundenheit mit dem afrikanischen Kontinent. Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich die TSG in Afrika mit verschiedenen Programmen, auch gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

„Die neue Marke möchten wir dafür einsetzen“, erklärt TSG-Geschäftsführer Frank Briel, „um einerseits für Entwicklungsthemen zu sensibilisieren und andererseits auch aktiv Angebote zur Teilhabe bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zu unterbreiten“.

Made in Uganda

Deshalb wird die Kollektion zu 100 Prozent in Uganda hergestellt. Auch die Baumwolle kommt von dort und ist zertifizierte „Cotton made in Afrika“ Baumwolle. Das heißt, der Rohstoff stammt nur von Kleinbauern, die ohne künstliche Bewässerung und gentechnisch verändertes Saatgut arbeiten.

Es gelten wichtige Sozialstandards, wie beispielsweise das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und die Lohngleichheit von Frau und Mann. Zehn Prozent der in Deutschland erzielten Erlöse aus der Kollektion fließen direkt zurück nach Uganda, wo der Bundesligist konkrete Initiativen in den Themen Bildung und nachhaltige Entwicklung umsetzt.

Zusammenarbeit mit Maloja

Nicht nur der Name Umoja erinnert irgendwie an Maloja, auch die Designsprache zeigt Parallelen - und das ist tatsächlich kein Zufall. Denn die Kollektion wurde von der bayerischen Lifestyle Marke aus Rimsting entwickelt.

Den Stein ins Rollen brachte Ludwig Räuber, Sohn von Maloja-Gründer Peter Räuber, der seit Mitte des Jahres die Bereiche Merchandising & Lizenzen bei dem Fußballclub in Zuzenhausen übernommen hat. „Es gab bei der TSG schon lange Maloja Fans, und so hat sich die Zusammenarbeit entwickelt“, sagt Ludwig Räuber.

Umoja gibt es nicht in den Fan-Shops

Vertrieben wird die Kollektion über die eigens dafür gebaute Website umoja.blue. Diese ist an den TSG-Onlineshop angebunden, der Kaufabwicklung und Logistik übernimmt. Im offiziellen Webshop der TSG und in den stationären Fanshops ist die Kollektion allerdings nicht zu finden. Das verhindern die Ausrüsterverträge des Proficlubs.

Das Projekt ist jedoch nicht als Eintagsfliege konzipiert, sondern langfristig angelegt. So soll sich auch die Kollektion in den kommenden Jahren weiterentwickeln, wobei der Fokus allein wegen der CmiA Baumwolle auf Lifestyle und weniger auf Funktion liegen wird. Gibt’s noch weitere Pläne? „Wir sind seit Samstag online, jetzt schauen wir erstmal wie es läuft“, sagt Räuber in reiner Maloja-Manier.

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