Nachhaltige Schuhe – finanziert von der Running-Community?

Icebug startet Kickstarter-Kampagne für Trailrunning-Schuhe

Die Outdoor-Marke Icebug hat ein Ziel: Die Schuhindustrie soll endlich erkennen, dass die Running-Community bereit ist, für nachhaltige Schuhe Geld auszugeben. Dafür haben die Schweden nun eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen. Der Start verläuft verheißungsvoll.

Icebug OutRun RB9X
Mit dem Outrun will Icebug die Outdoor-Industrie aufmischen.

Die schwedische Outdoor-Schuhmarke Icebug arbeitet schon lange Hand in Hand mit der Running-Community. So etwa bei der ISPO Open Innovation Kampagne „Project: Clean Run“, in der Icebug gemeinsam mit weiteren Marken wertvollen Kunden-Input zur Entwicklung eines nachhaltigen Trailrunning-Schuhs erhalten hat.

Nun schlägt die Marke ein weiteres Kapitel in der Zusammenarbeit mit der Community auf: Seit dem 10. Dezember läuft eine von Icebug initiierte Kickstarter-Kampagne für ihren Trailrunning-Schuh Icebug Outrun, der auf der OutDoor by ISPO 2019 als Outstanding Outdoor Winner im Segment Trailrunning Footwear gekürt wurde.

Icebug will Industrie wachrütteln

Der Outrun, der ab März 2020 erhältlich sein soll, ist laut Icebug der nachhaltigste Trailrunning-Schuh auf dem Markt. Er wird in einer Fabrik mit Solarmodulen hergestellt, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Laufsohle ist komplett PFC-frei, wasserabweisend und besteht zu 15 Prozent aus recyceltem Gummi. Das Obermaterial besteht aus recyceltem Polyester, 20 Prozent der Zwischensohlen aus Bloomfoam, einem Biomaterial, das aus Algen hergestellt wird.

Die Kickstarter-Kampagne soll laut Icebug die Schuh-Industrie wachrütteln, die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten in der Outdoor-Community verdeutlichen und so auch den Einzelhandel zu mehr Vertrauen in nachhaltige Produkte ermutigen.

Nach zwei Tagen fast bei 50 Prozent

„Dies ist eine Gelegenheit, Teil der Veränderung zu sein. Dies ist ein erster Schritt, um dem Rest der Branche zu zeigen, dass es eine Nachfrage nach nachhaltigen Schuhen gibt. Es gibt nur eine Zukunft - und sie ist nachhaltig“, sagt Icebug-CEO David Ekelund.

Insgesamt erhofft sich Icebug bis zum 8. Januar 2020 eine gefundete Summe von 200.000 Schwedische Kronen (etwa 19.100 Euro). Bereits nach zwei Tagen hat die Kampagne fast 50 Prozent der angepeilten Summe generiert.

 „Business as usual ist eine Katastrophe. Wir haben also eine Mission: Icebug zu einem Beispiel dafür zu machen, wie die gesamte Outdoor-Schuhindustrie aufräumen muss", so Ekelund über die Kampagne.

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