Autor:
Martin Jahns

Biathlon-Legenden über Medaillenchancen in Peking

Für Olympia 2022: Ole Einar Björndalen und Darja Domratschewa Biathlon-Trainer in China

China rüstet für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking auf: Ole Einar Björndalen und Darja Domratschewa sollen das chinesische Biathlon-Team als Trainer zu Medaillen führen. 2021 sprachen beide über ihre Medaillenhoffnungen für China bei Olympia.

Ole Einar Björndalen auf der ISPO Munich 2019.

Ende 2019 hat der achtmalige Biathlon-Olympiasieger Ole Einar Björndalen, der Anfang 2019 mit dem ISPO Pokal ausgezeichnet wurde, den Posten als Head Coach für alle Biathlon-Nationalteams Chinas übernommen. Seine Ehefrau und viermalige Olympiasiegerin Darja Domratschewa betreut seitdem das Team der chinesischen Frauen.

„Es ist ein junges Team mit großen Ambitionen und dem Potenzial, weiter zu wachsen“, sagte das Paar bei der Übernahme der Trainerposten: „Von heute an werden wir uns im täglichen Training einbringen und unsere jahrelange Erfahrung mit dem Team teilen, das die nächsten Olympischen Winterspiele ausrichtet.“

Zwischenstand 2021: Medaillenchancen für China?

In einem Interview für die offizielle Olympia-Homepage schätzten Björndalen und Domratschewa die Medaillenchancen ihrer chinesischen Athletinnen und Athleten ein.

"Unser Ziel ist es vor allem, die Athleten so weit wie möglich zu entwickeln. Wenn alles gut läuft, wenn wir Medaillen holen können, wäre das großartig", so Björndalen. "Aber es ist sehr schwierig für unser Team, wenn wir in diesem Jahr an keinem Wettkampf teilnehmen können. Es ist eine große Herausforderung für unser Team, sich gut auf die Olympischen Spiele vorzubereiten."

"Die Ergebnisse der chinesischen Biathleten waren in der Vergangenheit gar nicht so schlecht. Vor den Olympischen Spielen in Vancouver haben sie auf Weltcup-Ebene recht gut abgeschnitten. Danach ging es ein bisschen bergab, viele gute Athleten sind zurückgetreten!, so Domratschewa auf die Frage nach Medaillen-Ambitionen: "Jetzt arbeiten wir mit einer neuen Generation und versuchen, wieder gute Ergebnisse zu erzielen. Biathlon ist ein sehr unberechenbarer Sport. Man braucht ein hohes Maß an Vertrauen in den Moment, aber wir glauben beide, dass es möglich ist, gute Ergebnisse zu erzielen."

Das Engagement der ehemaligen Biathlon-Stars für den chinesischen Biathlon kam im Zusammenhang mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen Norwegen und China zustande, die 2018 beschlossen wurde. Darin beschlossen beide Staaten eine engere Zusammenarbeit im Wintersport. So erhofft sich China norwegisches Knowhow beim Aufbau professioneller Strukturen im Wintersport.

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Martin Jahns


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