Autor:
Timo Dillenberger

Sicherheit und Fahrspaß dank elektronischer Helfer

Die besten Licht-Gadgets und Tools fürs Fahrrad

Mehr Sicherheit und Komfort auf dem Fahrrad – elektronische Helfer können jedes Rad aufwerten, wenn man die richtigen auswählt. ISPO.com präsentiert elektronische Neuheiten fürs Bike. In Teil 2 unseres Checks widmen wir uns dem Blick nach hinten und betrachten Rück- und Bremslichter. 

Gerade in der dunklen Jahreszeit können smarte Lichtlösungen am Fahrrad die Sicherheit erhöhen.
Gerade in der dunklen Jahreszeit können smarte Lichtlösungen am Fahrrad die Sicherheit erhöhen.

Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Je sichtbarer ein Radfahrer auf der Straße ist, desto besser. Deshalb richten wir in Teil 2 unserer Serie zu den besten Gadgets fürs Bike den Blick auf smarte Lösungen für Rück- und Bremslichter sowie den rückwärtigen Verkehr.

Wichtig dabei: Alle Zubehörteile eines Fahrrads müssen nach StVZO zugelassen sein, sofern man am Straßenverkehr teilnehmen will.

Beleuchtung darf etwa laut StVZO nicht blinken. Frontleuchten am Helm sind ebenfalls nicht erlaubt, da man den Gegenverkehr damit ungewollt blenden kann. All das haben wir bei der Auswahl berücksichtigt.

Wenn der Handschuh zum Blinker wird

Rücklichter sind Pflicht am Bike, Bremsleuchte und Blinker dagegen nicht, dabei könnten sie die Sicherheit erhöhen. Zackees produziert Radhandschuhe mit integriertem Abbiegelicht. Der LED-beleuchtete Pfeil verhindert, dass das Handzeichen bei Dämmerung oder Dunkelheit übersehen wird. Er ist im wahrsten Sinne ein Hingucker und in Sachen Tragekomfort nicht von üblichen Handschuhen zu unterscheiden.

Bremslichter können Leben retten

Gerade im Zeitalter leistungsfähiger Scheibenbremsen können Fahrräder mitunter härter verzögern als Autos. Bis das dem Hintermann auffällt, vergehen wichtige Zehntelsekunden. Ein Stopplicht, das die negative Beschleunigung mittels Sensor erfasst und blitzschnell aufleuchtet, kann Unfälle verhindern.

Eines der ersten seiner Art stammt vom Radlichtspezialisten Busch & Müller, im Bereich der Akkuleuchten gehören das G-Ray von Litecco und das stl08 von Xanel zu den Topsellern am Markt. Eine Alternative kommt in Form des Brakelight aus dem Hause Sigma. Das winzige Licht wird in die Bremszange von klassischen Caliper-Bremsen zum Beispiel von Sporträdern integriert. Schließt sich die Zange beim Bremsen, leuchtet die helle LED auf.

Ein Rücklicht als Schutzengel bei Unfällen

Ebenfalls von Litecco stammt ein Rücklicht, das über Sensoren und Algorithmen einen Unfall erkennt. In einem solchen Falle wartet das Lightguard Connect wenige Sekunden, ehe es über das gekoppelte Smartphone einen Notruf samt Position mit GPS-Daten absendet. In der Zeit kann man bei weniger schlimmen Crashs diesen Hilferuf noch verhindern.



Auch Helme können blinken

Weil Sicherheit beim Radfahren oberstes Gebot ist, sollten Biker grundsätzlich mit Helm aufs Rad steigen. Auch hierfür gibt es Modelle mit elektronischen Extras. Der Lumos gehört zu einer Reihe von Helmen mit Beleuchtungselementen.

Der Clou: Das rückwärtige LED-Feld kann per App vom User programmiert werden, sodass es je nach Bewegung reagiert oder Muster anzeigt, auch Blinkerfunktionen sind möglich. Nach vorne macht ein weißes Licht den Radfahrer auch in großer Entfernung sichtbar, ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Garmin-Rücklicht als integrierter Schulterblick

Genauso futuristisch wirkt das Rücklicht Varia Radar von Garmin. Wie der Name sagt, ist darin ein rückwärtiges Radar-System integriert.

Das wird mit einem der Garmin-Radcomputer gekoppelt und zeigt so dem Fahrer ohne Schulterblick an, was sich hinter ihm so tut, wie weit sich wie viele Fahrzeuge hinter ihm befinden und wie schnell sie sich nähern. Klingt unnötig, aber viele Gefahrensituationen ereignen sich tatsächlich durch die überraschende Sogwirkung schnell überholender Fahrzeuge, die man zum Beispiel bei Gegenwind nicht kommen hört.

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Timo Dillenberger
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