Author:
Martin Jahns

Skifahren in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien

Corona-Regeln in den Skigebieten: Was im Winter 2021/2022 gilt

Angesicht steigender Infektionszahlen haben zahlreiche Staaten und Regionen schärfere Corona-Maßnahmen beschlossen. Doch was bedeutet das für die Skigebiete in den Alpen? Welche Zugangsregeln gelten für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte und wo stehen die Skilifte ganz still? ISPO.com stellt in diesem stetig upgedateten Artikel die aktuellen Regelungen für Pisten, Seilbahnen und Hotels in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich zusammen.

Wir geben einen Überblick über die Corona-Regeln in den Alpen

Skifahren in Deutschland: Bayern stellt auf 2G um

Die Regeln in den deutschen Skigebieten hängen vom jeweiligen Bundesland ab.

Bayern

In Bayern gilt für den Zutritt zu Seilbahnen und Skiliften die 2G-Regel. Kinder unter 14 Jahren benötigen keinen 2G-Nachweis. Bis zum 12. Januar gilt dies auch für Jugendliche bis zu 17 Jahren bei Vorlage des Schülerausweises.

In allen Seilbahnkabinen, Liften, Innenräumen sowie Anstehbereichen drinnen und draußen gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht befreit. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren ist eine medizinische Maske ausreichend. Zudem sind die Bergbahnkabinen nur zu maximal 25 Prozent ausgelastet, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Baden-Württemberg

Für Skilifte und Seilbahnen in Baden-Württemberg ist angesichts des Infektionsgeschehen aktuell die 2G-Regel gültig.

Im Skigebiet Feldberg gilt eine 2G-Plus-Regelung. Hier können nur Geimpfte, Genesene und schulpflichtige Kinder (bis einschließlich 17 Jahre) sowie nicht eingeschulte Kinder die Liftanlagen nutzen. Dafür will dieses Skigebiet auf die Maskenpflicht und Abstandsregeln verzichten.

Nordrhein-Westfalen

Im Skigebiet Winterberg gilt die 2G-Regel. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Im Lift und in allen Anstehbereichen herrscht Maskenpflicht. 

Skifahren in Österreich: 2G im Lift, aber 2G+ bei Einreise

In Skigebieten gilt in Liften und Seilbahnen die 2G-Regelung. Zutritt haben also nur vollständig Geimpfte oder Genesene. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. In Seilbahnen und in allen Bereichen, in denen der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht sichergestellt werden kann, muss zudem eine FFP2-Maske getragen werden. Für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren ist auch ein Mund-Nasen-Schutz zulässig.

Beherbergungsbetriebe und Gastronomie sind wieder geöffnet. Apres-Ski kann derzeit allerdings nicht stattfinden.

Seit dem 20. Dezember gelten für Österreich schärfere Einreisebestimmungen: Quarantänefrei können nur vollständig geimpfte oder genesene Personen einreisen, die zusätzlich einen PCR-Test oder eine Booster-Impfung nachweisen können. Genesene, die zweimal geimpft sind, müssen keinen Test vorweisen.

Vollständig Geimpfte und Genesene ohne Booster oder PCR-Test müssen ein Einreiseformular ausfüllen und für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann allerdings mit einem negativen PCR-Test jederzeit beendet werden.

Auch Ungeimpfte benötigen ein Einreiseformular und müssen in die zehntägige Quarantäne. Für sie ist ein Freitesten per PCR-Test allerdings erst nach frühestens fünf Tagen möglich.

Kinder unter 12 Jahren sind bei Einreise mit einem Erwachsenen von der Testpflicht befreit.

Österreich gilt seit dem 25. Dezember 2021 nicht mehr als Hochrisikogebiet. Somit entfällt die Quarantänepflicht für Ungeimpfte bei der Einreise nach Deutschland. Es muss außerdem keine digitale Einreiseanmeldung mehr ausgefüllt werden.

Skifahren in der Schweiz: Pisten aktuell auch für Ungeimpfte offen

Zum Skifahren gilt in der Schweiz derzeit keine generelle Nachweispflicht. Auch Ungeimpfte können in den Schweizer Skigebieten auf die Piste. Ausnahme ist das mit Ischgl verbundene Schweizer Skigebiet Samnaun, für das ein 2G-Zertifikat benötigt wird. Außerdem gilt im Skigebiet Fideriser Heuberge in diesem Winter die 3G-Regelung.

Wie auch im öffentlichen Verkehr und im Handel gilt auch in allen geschlossenen Seil- und Bergbahnen sowie in Indoor-Anstehbereichen und Liftkarten-Verkaufsstellen der Schweiz die Maskenpflicht. Sessel- und Schlepplifte können ohne Maske genutzt werden.

Beim Essen oder Trinken im Innenbereich von Skihütten, Hotels oder Restaurants ist ab 16 Jahren ein 3G-Nachweis zu zeigen.

Für eine Einreise in die Schweiz ist - auch für Genesene und Geimpfte - ein negativer PCR- oder Antigen-Schnelltest sowie eine Einreiseanmeldung nötig. Von der Test- und Einreiseformularpflicht sind Einreisende aus folgenden Bundesländern oder Regionen ausgenommen:

  • Deutschland: Baden-Württemberg, Bayern
  • Österreich: Tirol, Vorarlberg
  • Italien: Trentino/Südtirol, Lombardei, Piemont/Aostatal
  • Frankreich: Grand-Est, Bourgogne/Franche Comté, Auvergne/Rhône-Alpes
  • Liechtenstein

Das RKI hat die Schweiz seit dem 5. Dezember als Hochrisiko-Gebiet eingestuft. Somit gilt bei der Einreise nach Deutschland aus der Schweiz eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht. Eine Freitestung ist frühestens am fünften Tag möglich. Für Tagesausflügler müssen sich nicht in Quarantäne begeben, aber einen 3G-Nachweis erbringen können.

Für die Einreise nach Deutschland ist neben der digitalen Einreiseanmeldung ein Corona-Test (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) nötig. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantänepflicht befreit.

Skifahren in Frankreich: 3G-Regel unter anderem in Skiliften

Da die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich den Wert 200 überschritten hat, gilt in Skigebieten die 3G-Regel. Negative Testergebnisse dürfen nicht älter als 24 Stunden sein. Als Nachweis dient für alle Personen ab zwölf Jahren und zwei Monaten der Gesundheitspass ("Pass Sainitaire").

In Frankreich gilt ab einem Alter von 11 Jahren in Skiliften und Warteschlangen vor Liften und Gondeln eine Maskenpflicht.

Auch in Hotels und Restaurants gilt die 3G-Nachweispflicht ab einem Alter von 12 Jahren und 2 Monaten.

Wichtig für Personen ab 65 Jahren: Als vollständig geimpft gilt man in dieser Altersgruppe ab Mitte Dezember nur noch, wenn die letzte Impfung maximal sechs Monate zurückliegt oder wenn eine Booster-Impfung erfolgt ist.

Bei der Einreise nach Frankreich ist ein 3G-Nachweis nötig (bei Testung entweder PCR- oder Antigen-Test). Kinder unter 12 Jahren benötigen keinen Test.

Das RKI hat Frankreich derzeit als Hochrisiko-Gebiet eingestuft. Somit gilt bei der Einreise nach Deutschland nach einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden in Frankreich eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht für nicht geimpfte oder genesene Personen. Eine Freitestung ist frühestens am fünften Tag möglich.

Für die Einreise nach Deutschland ist neben der digitalen Einreiseanmeldung ein Corona-Test (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) nötig. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren sind von der Test- und Quarantänepflicht befreit.

Skifahren in Italien: 2G-Regel seit 10. Januar

Seit dem 10. Januar ist in Liften und Hotels der 2G-Nachweis ("Super Green Pass", das deutsche digitale Impfzertifikat wird anerkannt) Zutrittsvoraussetzung. Außerdem gilt in geschlossenen Kabinenbahnen und Sesselliften ab einem Alter von 6 Jahren Maskenpflicht sowie eine Maximalauslastung von 80 Prozent.

In Südtirol muss zudem in Seilbahnen und Liften eine FFP2-Maske getragen werden.

Für die Einreise nach Italien ist auch für Geimpfte und Genesene ein zusätzlicher negativer Test nötig. Ungeimpfte benötigen ebenfalls einen negativen Test und müssen sich zusätzlich - auch bei negativem Test - in eine fünftägige Quarantäne begeben.

Italien wird vom Auswärtigen Amt seit dem 1. Januar als Hochrisikogebiet eingestuft. Somit gilt bei der Einreise nach Deutschland aus Italien eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht. Eine Freitestung ist frühestens am fünften Tag möglich. Für Tagesausflügler müssen sich nicht in Quarantäne begeben, aber einen 3G-Nachweis erbringen können.

Für die Einreise nach Deutschland ist neben der digitalen Einreiseanmeldung ein Corona-Test (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) nötig. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantänepflicht befreit.

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Martin Jahns

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