Stars at the ISPO MUNICH 2016
Autor:
Louisa Smith

Wearable-Technologie: Technologiekollaboration für intelligente Geräte

Schweizer Technologie und schwedische Performance gehen Partnerschaft mit großem, innovativem Hersteller im Bereich intelligente Textilien ein

Die Wearable-Technologie ist ein zunehmend wichtiger Bereich in der Sportbekleidungsbranche, bei der Tracking und Bewegungswahrnehmung dem Träger der Kleidung zugute kommen. Die bisherige Technologie konzentriert sich auf individuelle Bereiche. Durch die neue Zusammenarbeit zwischen dem EMS-Hersteller (elektrische Muskelstimulation) Valmed und FENC (Far Eastern New Century) konnte intelligente Kleidung auf den Markt gebracht werden, die nicht nur Ihre Leistung nachverfolgt, sondern auch bestimmte Muskelbereiche von der Aufwärm- bis zur Erholungsphase stimuliert. Dabei werden nicht nur gezielt bestimmte Muskelgruppen in bestimmten Bereichen beansprucht, sondern auch Ihre Leistung von Anfang bis Ende nachverfolgt.

Die Wearable Technologie von diPulse.

Bei diesem gemeinsamen innovativen Vorhaben werden mit der Einführung der Marke diPulse die umfangreiche Schweizer EMS-Technologie von Valmed und der auf der ganzen Welt führende intelligente Stoff mit der trockenen Kohlenstoffelektrode von FENC nahtlos in schwedisches Design im Bereich Kompressionskleidung integriert. Hier fließen Hochleistungstextilien und Kleidungsdesign mit der leichten Präzision der EMS-Technologie zusammen.

Intelligente Technologie & intelligenter Stoff

„Uns kam die Idee, darüber nachzudenken, was die eigentliche Definition von „Wearables“ überhaupt ist“, sagt Richard Statham, CEO von diPulse. „Nun werden sie auf ein ganz anderes Niveau gebracht, auf dem sie etwas für uns tun. So wie man Kompressionsprodukte beim Sport trägt, sind sie dafür da, einer  Laktatbildung vorzubeugen und den Aufbau von Stoffwechselprodukten zu verhindern. Der nächste Schritt ist EMS, aber in der Vergangenheit gab es das Problem, dass man es nicht in ein ganzes Kleidungsstück integrieren konnte“, sagt er.

Die trockene Elektrode auf Kohlenstoffbasis von FENC ist nahtlos integriert.

Dieses Problem wurde nun durch die Textilien von FENC und die Entwicklung der sogenannten Dry Electronic gelöst. „Dies ist die Kerntechnologie mit der Kohlenstoff-Nanoröhre von früheren Entwicklungen. Wir haben zuvor Bewegungen nachverfolgt und die Herzfrequenz gemessen. Die gleiche Technologie kommt aber auch einem dritten Zweck zugute: Wir können sie als Trockenelektrode für EMS einsetzen. Dies ist der erste vollintegrierte EMS-Anzug, der auf dem Körper genau anzeigt, wo die Trockenelektroden positioniert sind, und dann am Körper für die richtige Stimulation sorgt“, erklärt Jeffrey Hsu, Leiter des Zentrums für Forschung und Entwicklung bei FENC.

Batterien kann man nicht waschen. Im Gegensatz dazu kann man die Produkte von diPulse mit der neuen Technologie ohne Probleme waschen. Einem Test zufolge ist erst nach 100 Waschgängen mit einer Leistungsverminderung zu rechnen, wobei diese selbst dann mit 0,01 nur sehr gering ausfällt. Die erwartete Lebensdauer eines Kleidungsstückes von diPulse könnte gut 500 Waschgängen umfassen.

Aktive Vorbeugung von Verletzungen statt Behandlung

Das Ziel von diPulse ist es, durch den gewählten Ansatz aktiv Verletzungen vorzubeugen und die bestmögliche Leistung zu erreichen. Die Muskelstimulation und neurologische Stimulation ist keinesfalls eine neue Anwendungsform und kein neues Produktangebot, sondern wurde schon bei einer Vielzahl von Behandlungen und Anpassungen im Zusammenhang mit Verletzungen verwendet. 

Vollständig in den Körper integrierte EMS von diPulse.

„EMS wird meistens beim Training angewendet. Da das entsprechende Gerät befestigt werden muss, kann man damit jedoch kein intensives Cardiotraining betreiben. Es würden dabei abfallen“, sagt Richard, Wettkämpfer im Bereich Crosstraining, der seit 20 Jahren mit Valmed zusammenarbeitet. „Ich brauchte etwas, mit dem ich mich warmmachen und abkühlen kann und das verletzungsvorbeugend ist. Durch das Tragen von diPulse kann ich über die App eine bestimmte Muskelpartie auswählen und ein bestimmtes Programm festlegen.“

Obwohl die EMS-Technologie nicht neu ist, wird sie vor allem in Zusammenhang mit der Schmerzlinderung oder der Erholungsphase vermarktet. Die integrierte Versorgung und das Wohlbefinden sowie der Sportbereich finden nur relativ wenig Beachtung. EMS-Geräte sind in der Regel ziemlich sperrig. Das Angebot von diPulse bietet hingegen ein schlankeres Design, das beim Sport nicht stört.

Was können Sie also von diPulse-Kleidung erwarten? „Das volle 360-Grad-Workout und Erholung. Wenn man ein normales Training absolviert, beansprucht man nur insgesamt 20 bis 30 Prozent aller Muskelgruppen. Mit diPulse jedoch können alle Muskelgruppen beansprucht werden. Von nun an gibt es keine Plateaus mehr beim Training, da man 100 Prozent aller Muskeln beansprucht. Durch die gleichmäßige Verteilung der vollen Kraft auf den gesamten Muskel entstehen auch keine Verletzungen“, sagt Jeffrey Hsu von FENC.

Innovation im Sportbereich durch App

diPulse ist überzeugt davon, dass dies nicht nur eine Weiterentwicklung von tragbarer Technologie sei, sondern dass es sich vielmehr um eine Innovation im Sportbereich handele. Je mehr die Integration von Technologie, Social Media und intelligenten Geräten voranschreitet, desto mehr werden auch einzelne Produktangebote wie Smartwatches und intelligente Sportgeräte weiterhin ein zukunftsfähiger Teil des Marktes sein. diPulse bietet ein integriertes Konzept von der Technologie bis hin zu leistungsfähigen Kompressionsstoffen.

Wichtig bei der diPulse-Produktreihe ist auch die App, die komplex und benutzerfreundlich zugleich ist und dafür sorgt, dass der Athlet das Optimum an Leistung herausholen können. Die EMS-Technologie bereitet nicht nur die Muskeln auf das Training vor, sondern ermöglicht auch den Einsatz von EMS beim Training selbst und beim Auslaufen.

Die Schnittstelle ist über Bluetooth und intelligente Geräte steuerbar, wodurch der Endbenutzer jede wichtige Muskelgruppe, individuelle Programme und Synchronisierung nach Belieben auswählen kann und das System bei jeder Sportart oder Anwendung benutzen kann.



Darüber hinaus kann man über die App auf Trainings- und Workoutprogramme mit Zusatznutzen zugreifen. Alle Statistiken und Leistungen können dann über Social Media geteilt werden, was für ein noch besseres Trainings- und Leistungsmanagement sowie mehr Gesundheit und Wohlbefinden und auch für ein vorausschauendes Coaching sorgt.

„Beim Joggen befestigen sie es an den Ober- und Unterschenkeln, beim Fahrradfahren an Rumpf und Rücken und beim Golfen an der Schulter. Das ist die Vielfalt, die diPulse auszeichnet und so attraktiv macht. Man sucht es sich selbst aus und man braucht nur darauf zu drücken, und schon kann man die Intensität ändern. Die Entwicklung geht hin zum virtuellen Trainer“, sagt Richard.

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