Autor:
Astrid Schlüchter

SUP-Kategorien: Race, Touring, Wildwasser, Surf, Kids & Teamboards

Stand Up Paddling – Diese Boardklassen gibt es

Stand Up Paddeln ist schon lange kein Trend mehr, sondern eine fest etablierte Wassersportart. Dabei entspannen die einen gerne beim Yoga auf dem SUP-Board, die anderen suchen Action beim Paddeln im Fluss oder wollen sich im Meer beim Wellenreiten üben. Im zweiten Teil des SUP-Guides gibt ISPO.com einen Überblick über die wichtigsten Boardkategorien und für wen sie sich eignen.

Jedes Board hat sein spezielles Einsatzgebiet. Das Protest-Board brilliert hier in Indonesien.
Jedes Board hat sein spezielles Einsatzgebiet. Das Protest-Board brilliert hier in Indonesien.

Seit sich das Stand Up Paddeln vom Trend zur etablierten Sportart entwickelt hat, hat sich auch das Spektrum der SUP-Fans erweitert. Doch kein Board ist fürs Fahren in stillen Gewässern, Wellenreiten und Wildwasserfahrten gleichzeitig geeignet. Dementsprechend werden die SUP-Boards in einzelne Klassen unterteilt.

Die Hersteller bieten ihre Boards in verschiedensten Varianten an. Hier in Teil 2 unseres SUP-Guides stellen wir die einzelnen Kategorien in einem Überblick vor. Im 1. Teil haben wir die Frage geklärt, wer zu einem Inflatable und wer zu einem Hardboard greift.

Race: SUP für sportlich Ambitionierte

SUP-Race-Boards sind nichts für Anfänger. Warum? Weil sie aufgrund ihrer Konstruktion – eine hohe und steile Rail begünstigt den Antrieb – recht schnell an Fahrt gewinnen und deswegen auch von SUP-Fans bevorzugt werden, die sportlich ambitioniert sind und gerne an Rennen teilnehmen. Konstruiert sind Race-Boards gerne in Sandwich-Bauweise, dabei kommen wahlweise Karbon oder Holz zum Einsatz, Gerne besitzen Race-Boards ein Rocker-Versteifungssystem (ähnlich wie bei der Ski oder Snowboard-Konstruktion). Es erhöht seine Steifigkeit und verhindert, dass sich das Board biegt. Dieses System besteht aus zwei Latten, die in die vorgesehenen Taschen seitlich am SUP eingesteckt werden.

Wer unerfahren ist, verliert auf den langen Brettern leicht die Balance, zudem ist ein schnelles Wenden fast unmöglich. Die Hardboards sind meistens aus Karbon, um zusätzlich an Gewicht zu sparen.

Eckdaten:

Boardbreite zwischen 21.5 und 26 Zoll

Boardlänge 12.6 oder 14.0 Fuß

Preisrange: zwischen 800 und 1.400 Euro

Mistral Vortex Air 14.0 iSUP ca. 1.399 Euro; STX Race SUP 12.6 x 30.6 ca. 700 Euro

Touring/Cruiser: SUP für längere Touren

Ganz klar, wer sich auf längere SUP-Touren begibt, der braucht ein stabiles, langes Board. Denn je länger ein Brett ist, desto leichter lässt es sich vorwärts bewegen. Damit man unterwegs sein Gepäck besser transportieren kann, gibt es oft extra Spanngummis oder Gepäcknetze.

Eckdaten:
Boardbreite zwischen 29,5 bis 32 Zoll

Boardlänge: ca. 10 bis 12 Fuß

Preisrange: ca. 900 bis 2.000 Euro

Fanatic Ray Air Premium 11.6 ca. 1.249 Euro; Starboard Whopper Pine Trek Hardboard ca. 1.849 Euro

Wildwasser: Bretter für den Fluss

Wenn es flussabwärts geht, sollte man sein SUP-Board auf jeden Fall im Griff haben. Sprich, Wildwasser-SUP ist generell nichts für Einsteiger. Aufgrund der Begebenheiten in oft unruhigen Gewässern müssen die Boards sehr stabil, robust und mit speziellen Features ausgestattet sein: Vom Shape her ähneln die Bretter einem Allrounder, sind aber zudem mit einem extra breiten Heck für Stabilität im Surf-Stance versehen. Die eher kleinen Finnen sind meistens zur Boardmitte versetzt. Rundum-Griffe sorgen dafür, dass das Board beim Sturz fast überall gut greifbar ist. Generell sollten Wildwasser-Fans nie alleine Paddeln gehen, sich vorher entsprechend informieren und ausbilden lassen, nur mit kompletter Sicherheitsausrüstung an den Start gehen und sich langsam an Schwierigkeiten herantasten.

Eckdaten:
Boardbreite zwischen 33 und 36 Zoll

Boardlänge zwischen 8.6 und 11.0 Fuß

Preisrange: ab ca. 900 Euro

Starboard River Deluxe iSUP ca. 1.479 Euro; Red Paddle Wild iSUP (Komplettset mit Rucksack, Leash, Pumpe, und Paddel) ca. 1.200 Euro

Fitness/Yoga: Stabile Allrounder für Sonnengruß & Co

SUP-Boards aus dieser Kategorie besitzen in der Regel stabile Allrounder-Shapes mit zusätzlichen Features, wie z.B. ein durchgehendes EVA-Pad oder eine Extra-Halterung fürs Paddel. Den Tragegriff findet man bei diesen Boards gerne seitlich, damit die „schwimmende Matte“ uneingeschränkt nutzbar ist. Damit man beim Üben von Sonnengruß und Co. nicht ins Schwanken kommt, sind die SUP-Boards etwas breiter und länger. Ein Gumminetz am vorderen Ende des Boards eignet sich ideal, um kleines Gepäck wie z. B. Trinkflaschen, sicher unterzubringen.

Eckdaten:

Boardbreite zwischen 29 und 35 Zoll

Boardlänge zwischen 10.2 und 11.6 Fuß

Preisrange: zwischen 800 und 1.300 Euro

Protest Air (Damen SUP) ca. 900 Euro; Jobe SUP Sonora ca. 1.249 Euro

SUP: Auf der Yoga-Insel treffen sich die Paddler.
Yoga-Insel für Paddler.

Surf/Wave: Longboards für die Wellen

Wer Action im Meer sucht, dem sei ein SUP-Board aus der Kategorie Surf ans Herz gelegt. Denn die Longboards mit dickem Shape erleichtern das Surfen und ermöglichen beste Stabilität samt schnellerem Auftrieb. Richtig in die Wellen hingegen sollte man sich vorzugsweise mit einem drehfreudigen und kurzen Board wagen. Generell werden für diese Kategorie Hardboards empfohlen, es gibt aber auch Inflatables, die den Anforderungen entsprechen. Trotzdem, hier muss man darauf achten, dass die Inflatables möglichst dünn und stabil und wahlweise mit Finnen oder mit Foil ausgestattet sind.

Noch recht neu sind die Foilboards, bei denen SUP-Surfboards um ein Hydrofoil, einen sogenannten Tragflügel unter Wasser, verlängert werden. Erreicht das Board eine bestimmte Geschwindigkeit, hebt es ab und der Rumpf berührt nicht mehr das Wasser.

Eckdaten:
Boardbreite zwischen 23 und 30 Zoll

Boardlänge zwischen 6.9 und 9.0 Fuß

Preisrange: zwischen 800 und 1.500 Euro

Red Paddle iSUP 10.6 Ride ca. 999 Euro; Starboard Surf Deluxe ca. 1.350 Euro

Teamboards: Gruppenspaß garantiert!

Für vielseitige Teamevents und Gruppenspaß sorgen sogenannte Teamboards.

Sie sind je nach Hersteller in verschiedenen Größen erhältlich, je nachdem wie viele Personen Platz haben sollen. In der Regel gibt es SUP-Teamboards für vier bis zehn Stand Up Paddler.

Bei Starboard z.B. unterscheidet man zwischen zwei Board-Typen, 23.0 x 33.5 Starship Team (10 Personen, ca. 3.299 Euro) und 15.0 x 48 Starship Family (6 Personen, ca. 3.499 Euro).

Kids: SUP-Spaß für Kinder

SUP-Boards für Kids sind nicht nur kürzer und leichter, sondern vor allem auch schmaler als die Boards der Erwachsenen. So können die Kleinen einen sauberen Basisschlag lernen, spielerisch das Board drehen und es auch selber tragen.

Ein durchgehendes EVA-Pad unterstützt den Elan der Kids, die sich immer auf dem ganzen Board bewegen und nicht nur in der Mitte stehen wollen wie die meisten Erwachsenen.

Eckdaten:
Boardbreite zwischen 25 und 28 Zoll

Boardlänge zwischen 8 und 10.6 Fuß

Preisrange: 500 bis 1.200 Euro

Fanatic Ripper Air 7.10 ca. 699 Euro;  Indiana iSUP 8.6 Kids (Set mit Rucksack, Pumpe und Paddel) ca. 700 Euro

Autor:
Astrid Schlüchter
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