Anna Angermeier
Autor:
Anna Angermeier

Laufschuh-Hersteller Adidas, Brooks, Salomon, Saucony & Co. liefern Insights

Running 2018: Die wichtigsten Trends fürs Laufen

Die Laufsaison ist mit vielen spannenden Trends ins Jahr 2018 gestartet: Innovative Wearables, professionalisierte Laufschuhberatung im Fachhandel und online sowie viele Neuigkeiten im Trail Running. Exklusiv bei ISPO.com: Experten von Adidas, Brooks Running, Icebug, La Sportiva, Puma, Salming, Salomon und Saucony geben Insights zu den 7 Jogging-Trends des Jahres.

Auf geht's: Mit vielen Innovationen starten die Hersteller in den Laufsommer.
Auf geht's: Mit vielen Innovationen starten die Hersteller in den Laufsommer.

Die wichtigen Running-Trends für das Jahr 2018 hat ISPO.com gemeinsam mit Experten von Adidas, Brooks Running, Icebug, La Sportiva, Puma, Salming, Salomon und Saucony ermittelt. Dieser Überblick ist gleichzeitig Teil 1 unserer großen Running-Serie 2018. 

1. Customization – individuell angepasste Innovationen

In diesem Jahr dreht sich alles um maßgeschneiderte Schuhe: Personalisierte Designs, individualisierte Passform und technologische Features. Brooks, Adidas und Co wollen noch gezielter auf die Wünsche der Läufer eingehen. Im Fachjargon heißt der Trend Customization.

Brooks Running beispielsweise hat gemeinsam mit Partner SuperFeet auf der ISPO Munich 2018 die FitStation vorgestellt, die Läufern zukünftig personalisierte Laufschuhe bereitstellt.

Die FitStation ist eine Kombination aus Hard- und Software, die den 3D-Fußscan mit einer dynamischen Ganganalyse und Fußbelastungsmessungen kombiniert. Sie entwickelt ein individuelles, ganzheitliches digitales Profil des Läufers. Lara Hasagic, die Markentverantwortliche bei Brooks Running, erklärt, dass man damit „die individuelle Passform, die Biomechanik und das Lauferlebnis miteinander verbindet."

2. Professionelle Laufschuhberatung – der USP des Sportfachhandels

Eine professionelle und umfassende Beratung ist das A und O beim Laufschuhkauf. Das wird noch wichtiger, weil es immer mehr Modelle auf dem Markt gibt.  Das weiß auch Jan Kratchovil, Head of Marketing der skandinavischen Sportmarke Salming, der es wichtig findet, dass sich Läufer im Laden schnell orientieren können: „Wir müssen den Kunden bei der heute schier unendlichen Auswahl mit den ersten Informationen klare Botschaften vermitteln.“

Durch die Konkurrenz zum Onlinehandel wird die Professionalität der Verkäufer noch wichtiger:  „Im Handel punktet immer gut geschultes, motiviertes Personal und das erwarten Konsumenten auch, wenn sie ein Fachgeschäft betreten. Ergänzend können Analysesysteme bei der Beratung helfen“, so Martin Borgenheimer, Verkaufsleiter Deutschland bei On.



3. Motivation durch Running Influencer

Den Extra-Kick für die Motivation gibt es immer öfter im Netz: Community-Building ist angesagt: Influencer geben online Trainingstipps und laufen – im Auftrag ihrer Marke – gemeinsam mit Hobby-Läufern. Wann und warum Laufmarken mit Influencern kooperieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Worüber sich alle einig sind: Auf die Authentizität der Kooperationspartner kommt es an.

Mika Froesch, Country Manager Deutschland / Österreich bei Saucony: „Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Influencer zu uns und unserer Markenausrichtung passen und von unseren Produkten überzeugt sind. Nur so können sie dies auch glaubhaft ihrer Community vermitteln.“

Die Zusammenarbeit mit professionellen Athleten ist den Marken aber auch wichtig. Michael Carli, Produktdesigner von La Sportiva: „Prinzipiell arbeiten wir mit zwei verschiedenen Arten von Influencern zusammen: Den Athleten, die laufen und möglicherweise die Rennen gewinnen (Skyraces, Ultramarathon und Vertical Serien) und den Instagrammern und Bloggern, die eher online Einfluss haben. Die Ziele sind unterschiedlich: Im ersten Fall geht es um Leistungen und die Glaubwürdigkeit unseres Produktes, im zweiten Fall fokussieren wir Reichweite der einzelnen Posts und der gesamten Zielgruppe.“

4. Trailrunning – ein Sport, der bleibt

Urban Running mit der Community ist das eine, der gegenläufige Trend heißt Trailrunning und hat sich ebenso etabliert. Julia Schehl, Brand Managerin bei Salomon, erklärt : „Wir wissen aus der Marktforschung, dass 72 Prozent aller Läufer in der Natur laufen wollen und Läufern das (Natur)-erlebnis wichtiger ist, als das Ergebnis.“

Die skandinavische Marke Icebug bringt mit den „Forest Femmes“ diese Trends zusammen: „Wir haben festgestellt, dass Frauen oft zögern, alleine in den Wald oder auf Trails zu gehen. Weil sie sich den Sport eventuell nicht zutrauen oder es vermeiden, alleine unterwegs zu sein. Mit dem Forest Femmes Lauftreff wollten wir Frauen die Möglichkeit geben, Trail Running in einer Gruppe von Frauen einfach einmal auszuprobieren. In München gibt es den Forest Femmes Lauftreff seit Beginn des Jahres 2018“, so Mathias Basedow, Country Manager Icebug Deutschland / Österreich.

Dass Trail Running längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigt auch die gelungene Premiere  des ISPO Munich Night Runs mit über 500 Teilnehmern Ende Januar.

5. Die wachsende Zielgruppe ist weiblich

Läuferinnen rücken immer weiter in das Visier der Laufmarken. Puma setzt dazu auf starke, weibliche Testimonials:

„Unser Fokus richtet sich schon länger auf Sportlerinnen. In der aktuellen DO YOU Kampagne sind starke und selbstbewusste Frauen wie Selena Gomez, Cara Delevingne, Pamela Reif, Anne Kissner oder das New York City Ballett zu sehen, die Frauen durch ihre außergewöhnliche Persönlichkeit inspirieren“, beschreibt Hannelore Weiß, Head of Merchandising Puma Deutschland / Österreich / Schweiz.

6. Running Communities als Marketingtool und direkte Anlaufstelle

Ob Studierende, junge Manager oder sportliche Mütter, gerade in Großstädten sind Running Communities fester Teil der Laufszene. Von Adidas Runners, Icebug Forest Femmes über die Brooks Run Happy, die Salmon How To Trail Run oder die Saucony Run Your World Tour – so ziemlich alle Marke kooperieren mit Running Communities, bilden eigene oder touren mit eigenen Laufevents durch die Lande.

Es geht darum die Marke erlebbar zu machen, ansprechbar und nahbar zu sein. Abhängig von Budget und Kapazität wird das im kleinen oder großen Rahmen umgesetzt und für jeden Läufertyp gibt es ein passendes Event.

7. Wearables, Apps und Tracking

Durch neue, immer ausgefeiltere Running Wearables und Apps können Läufer inzwischen nahezu alles tracken und auch beispielsweise auch mit ihren Lauffreunden oder der Community im Netz vergleichen. Die Zahlen von Adidas mit der App Runtastic sprechen hier Bände:

„Seit August 2015 ist Runtastic Teil des Adidas Konzerns. Mit über 240 Millionen Downloads und ca. 150 Millionen registrierten Nutzern ist Runtastic führend im Bereich digitale Gesundheit und Fitness. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich zu begeistern und ihnen dabei zu helfen, ihr tägliches Leben bewusster wahrzunehmen, ihre Ziele zu erreichen sowie besser und länger zu leben“, sagt Adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

Die Running-Trends 2018: Die große ISPO-Serie

Dieser erste Teil liefert den großen Überblick. Das sind die Themen im Einzelnen:

Running-Serie Teil 2: So individuell sind Laufschuhe 2018

Weitere Teile folgen. 

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