Stars at the ISPO MUNICH 2016
Autor:
Louisa Smith

Nachhaltigkeit bei ISPO Texttrends im Fokus

Brands for Good – eine Plattform für nachhaltige Sportmarken

Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung, sondern – wie bei der ISPO Textrends betont – ein wesentlicher Bestandteil der DNA der Textilbranche. Auf der Plattform Brands for Good werden nachhaltige Marken einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Abgesehen von Nachhaltigkeit, entwickeln die Unternehmen eine ausgeprägte unternehmerische soziale Verantwortung.

Brands for Good bietet PYUA die richtige Plattform, um seine nachhaltigen Lösungen zu präsentieren.

Obwohl viele Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck verbessern und verstärkt soziale Verantwortung übernehmen, haben viele dieser neuen Informationen keinen besonders hohen Stellenwert in der Gesamtdarstellung der Unternehmen, sie werden übersehen und vom Tagesgeschäft überlagert.

Brands for Good zeigt finale Produkte mit Nachhaltigkeit

Für die zahlreichen ökologischen Akkreditierungen und Zertifikate in der Faser- und Textilbranche gibt es jetzt eine globale Plattform, auf der die finalen Produkte gezeigt werden. Dabei geht es sowohl um nachhaltige Herstellungsmethoden als auch um die Weiterverwendung von Produkten, die normalerweise auf dem Müll gelandet wären. Der Name der Plattform: Brands for Good.

Nachhaltigkeit im Rampenlicht

Die von vielen Unternehmen entwickelten nachhaltigen Prozesse bekommen manchmal nicht die verdiente Aufmerksamkeit, weshalb  Brands for Good, das vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde, die nachhaltigen Marken einem breiteren Publikum zugänglich machen möchte, indem es die grüneren und weniger bekannten Produkte zeigt.

Die Plattform betont dabei, welche zusätzlichen Vorteile durch die sozialverträglichen Prozesse und Projekte der Unternehmen entstehen. Brands for Good, die Idee von Frank Lohse, bekommt weltweit immer mehr Mitglieder und wird von der Messe München, von ISPO Beijing und ISPO Munich unterstützt.

Es ist eine Plattform, die es Marken ermöglicht, ihre immer bedeutenderen nachhaltigen Werte mit einer gemeinsamen Stimme bekannt zu machen.

Für Sport- und Outdoormarken geht es dabei nicht nur um nachhaltige Beschaffung und die Verwendung von sauberen Textil-Inhaltsstoffen, sondern auch verstärkt darum, ob Produkte am Ende ihres Lebenszyklus  recycelt oder upcycelt und anschließend wiederverwendet werden können. Die Wegwerfmentalität gehört der Vergangenheit an und die Plattform bietet den Marken, die innovative Produkte und Projekte entwickelt und aufgebaut haben, eine Chance, darüber zu erzählen.

Frank Lohse von Brands For Good.

Brands for Good will Branche erziehen

„Letztes Jahr hat sich viel verändert. Mittlerweile haben Unternehmen Manager, die sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst sind. So wird die Bewegung von Tag zu Tag größer. Unternehmen erkennen zwar die anfänglichen Kosten, wenn sie in nachhaltige Aktivitäten investieren, aber sie bekommen auch etwas zurück, zum Beispiel Wasser und Energie durch eingesparte Verpackungen“, erklärt er und fügt hinzu, dass Brands For Good eine Plattform ist, die die Branche erziehen will.

Ein derartiger Zusammenschluss, in dem von echter Nachhaltigkeit berichtet wird, ist definitiv erforderlich, um diejenigen Marken zu verdrängen, die weiterhin „Greenwashing“ betreiben, also Unternehmen, die ihre wahren ökologischen Bemühungen übertreiben, was ein großes Problem in der Branche darstellt.

Yvon Chouinard von Patagonia ist eine von vielen einflussreichen Personen, die sich gegen das anhaltende Greenwashing aussprechen.

Brands for Good macht auf Nachhaltigkeit aufmerksam

Patagonia ist der Ansicht, dass Nachhaltigkeit mit vielen Aktionen möglich ist, wie beispielsweise mit der „Worn Wear“ Initiative der Marke sowie der Tatsache, dass ein Prozent des Umsatzes des Unternehmens an Umweltaktivisten gespendet wird.

Durch die Kooperation mit Brands for Good erhalten diese zusätzlichen Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit verstärkt Aufmerksamkeit.

„Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Bereichen: von Surfboards hin zu Accessoires, von Textil-Inhaltsstoffen hin zu Kleider- und Warenspenden, die an ärmere Menschen verschickt werden. Denn diese benötigen genau die Dinge, die wir für unsere Freizeit benutzen, um in den eiskalten Temperaturen zu überleben“, sagt Lohse.

UseDem ist nur eines der Mitglieder, die über ihre nachhaltigen Referenzen schreien.

Von We are Spin Dye bis The North Face

Die Mitglieder sind Unternehmen aus allen Bereichen der Textilkette, von der Faser bis zum Endprodukt, von We are Spin Dye, dem wassersparenden Polyester, bis hin zu The North Face und Arc’Teryx, Letztere stellen dabei insbesondere ihr Projekt „Birds Nest“ vor.

Bei dem Projekt wird Produktionsabfall aus der Herstellung der regulären Arc’Teryx-Kollektion, der normalerweise auf der Deponie gelandet wäre, recycelt und daraus Umhänge für Obdachlose gefertigt.

Starboard, die führende Marke für SUP und Surfing, ist auf der Plattform  Brands for Good aktiv, um ein breiteres Spektrum nachhaltiger und sozialer Projekte des Unternehmens voranzubringen. Die Marke ist bereits bekannt für ihre umweltbewusste Herstellung der Boards, bei der Epoxidharz auf Pflanzenbasis zum Einsatz kommt, und hat nun auch weitere Nachhaltigkeitsthemen ins Visier genommen, die auf der Plattform vorgestellt werden können.

Pyua setzt auf nachhaltige Materialien

Nachdem sie bereits T-Shirts aus recycelten PET-Flaschen hergestellt hatte, ist die Marke noch einen Schritt weitergegangen und produziert nun Bodenplatten für Fußwege aus recycelten Surfboards.

PYUA ist ebenfalls auf der Plattform bekannt. Die Marke, die 100 Prozent ökologische Oberbekleidung herstellt, hebt dort immer wieder hervor, wie wichtig nachhaltige Beschaffung ist, vernachlässigt dabei jedoch nicht die kreative Seite der Kollektion.

Langlebigkeit wird ein Schlüsselfaktor in Textilbranche

„Es gibt sehr viele neue PR- und Marketingstrategien dazu, wie wir den Endverbraucher involvieren können und wie wir Marken und Einzelhändler dazu bringen können, Sammelservices für alte Produkte zu organisieren, um diese zu spenden oder zu recyceln, um anschließend neue Produkte daraus zu machen. Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen“, sagt er.

Langlebigkeit wird immer mehr ein Schlüsselfaktor in der Branche, von Textilien mit hoher Leistung und Haltbarkeit bis hin zu Design- und Produktionstechniken: Die Qualitätssportausrüstung von heute wird immer langlebiger.

Outdoor-Branche wird durch Nachhaltigkeit verändert

Gear4Guides spendet alte Helme und alte Ausrüstung an arme Regionen, um Skischulen in neuen Wintersportgegenden zu unterstützen, zum Beispiel in Kurdistan, das anscheinend hervorragend zum Freeriding geeignet ist.

Auf allen Ebenen erlebt die Sport- und Outdoorbranche Veränderungen durch nachhaltige und soziale Entwicklungen. Egal ob es um die Einsparung von Ressourcen oder das Recycling statt der Entsorgung von Verpackungen geht: Lohse ist der Meinung, dass jeder kleine Beitrag hilft.

„Wir möchten Unternehmen motivieren, die sich auf den Weg hin zu nachhaltigen Produkten machen. Wenn Sie diesen Weg einschlagen, dann reden Sie darüber!“

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Autor:
Louisa Smith




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