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Dinge, die du über Baumwolle wissen musst

LISTICLE | 17.06.2022
Baumwolle

Baumwolle gehört zu den ältesten und wichtigsten Rohstoffen der Textilindustrie. Die Naturfaser steckt in mehr als einem Drittel unserer Textilien und wird deshalb auf der ganzen Welt in großen Mengen angebaut. Für Outdoor-Stoffe und Active Wear ist Baumwolle aufgrund ihrer Eigenschaften nur bedingt geeignet. Trotzdem spielt sie auch in diesem Sektor eine große Rolle: in behandelter Form, beschichtet oder als Teil von Mischgeweben. Welche Vor- und Nachteile das hat und warum es bei Baumwolle besonders wichtig ist, auf das Bio-Siegel zu achten, erfährst du hier.

Was ist Baumwolle?

Baumwolle ist eine Naturfaser, die zu mehr als 90 Prozent aus Zellulose besteht und aus den Fruchtkapseln der Baumwollpflanze gewonnen wird. Das Malvengewächs wird vor allem in Mexiko, Indien und den USA abgebaut. In Europa wird die Baumwolle industriell verarbeitet, insbesondere für (Sport-) Kleidung, denn ein Drittel der auf dem Markt erhältlichen Textilien besteht aus der Naturfaser. 

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Baumwolle hat viele gute Eigenschaften

Baumwolle ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff. Die zarten Fasern, die sich in der Baumwollkapsel befinden, sind sehr fein und weich und sorgen deshalb auf der Haut für ein angenehmes Tragegefühl. Außerdem sind Baumwollstoffe sehr saugfähig – ein entscheidender Faktor für die Textilindustrie, denn somit lassen sie sich sehr einfach einfärben.



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Textilien aus Baumwolle sind relativ pflegeleicht

Gewebe aus Baumwollfasern sind ziemlich robust. Sie werden nicht so schnell schmutzig oder entfalten unliebsame Gerüche und müssen deshalb seltener gewaschen werden, als synthetische Textilien. Bestes Beispiel dafür ist die Jeans. Beim Waschgang vertragen reine Baumwollstoffe Temperaturen bis 90°C, können bei der ersten Kochwäsche allerdings um bis zu 10 Prozent eingehen. 

Baumwolle
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Baumwolle eignet sich nur bedingt für Outdoor-Stoffe

Ein Baumwollstoff ist in nassem Zustand reißfester als in trockenem. Diese Eigenschaft hat die Naturfaser allen anderen voraus. Allerdings raubt sie dem Stoff auch die Elastizität: Baumwolle ist nicht dehnbar und wird deshalb fast immer mit Synthetikfasern gemischt. Ist ein Kleidungsstück mit 100% Baumwolle deklariert, darf es trotzdem bis zu 3% Kunstfasern enthalten. Außerdem trocknen Baumwollstoffe sehr schlecht und sind nicht atmungsaktiv – im Sportbekleidungssektor ein Ausschlusskriterium.

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Die Mischung macht’s

Es wird viel experimentiert, um die robusten Vorteile von Baumwolle auch für Sport-Bekleidung zu nutzen: Im Materialmix mit Synthetikfasern entstehen elastische Baumwoll-Mischgewebe und eine Beschichtung mit Bienenwachs macht reine Baumwoll-Jacken wasserabweisend. Das Label Klättermusen hat es geschafft, Bio-Baumwolle mit Hitze und Druck wasserabweisend und atmungsaktiv zu machen. Es gibt sogar schon modifizierte Baumwolltextilien, die beim Schwitzen Zitrusaromen verströmen!

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Der Baumwoll-Anbau benötigt extrem viel Wasser

Laut WWF verbraucht die Rohstoffgewinnung für eine Baumwoll-Jeans bis zu 29.000 Liter Wasser. Das ist extrem viel und verursacht auf der ganzen Welt Bodenerosionen, Austrocknung und Versalzung. Der Wasserverbrauch von Bio-Baumwolle ist zwar auch nicht unerheblich, aber deutlich geringer, als der konventioneller Pflanzen. Der Grund: Durch wechselnde Bepflanzung können bleiben die Böden gesund und können mehr Wasser speichern. Außerdem wird in der ökologischen Landwirtschaft oft Regenwasser zum Gießen verwendet.

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Konventionelle Baumwolle enthält viele Pestizide

In der konventionellen Landwirtschaft kommen bei keiner anderen Pflanze so viele Chemikalien zum Einsatz wie bei Baumwolle. Sie wird mit Pestiziden bearbeitet um Schädlinge zu bekämpfen und die Erträge zu erhöhen. Denn die Nachfrage ist groß. Das schadet nicht nur Böden und Artenvielfalt, sondern auch den Arbeitern und Konsumenten: Die chemisch-synthetischen Mittel aus der Rohstoffproduktion bleiben in der fertigen Kleidung enthalten und landen im Zweifel so direkt auf der Haut.

Baumwollfeld
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Es gibt verlässliche Siegel für Bio-Baumwolle

Beim Anbau von Bio-Baumwolle ist nicht nur der Einsatz von Chemikalien verboten, sondern auch gentechnisch verändertes Saatgut. Das schützt sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit und macht es unabdingbar, bei Produktion und schließlich beim Kauf von Baumwoll-Textilien auf verlässliche Bio-Siegel zu achten. Am aussagekräftigsten sind das GOTS-Siegel, das IVN-Siegel oder die Kennzeichnung mit „kbA“ (kontrolliert biologischer Anbau).

Fazit

Als natürlicher und nachwachsender Rohstoff bietet Baumwolle diverse Vorteile. Jedoch sind Klamotten aus Baumwolle nur bedingt für den Sport geeignet, dadurch hat das Material eine schlechte Elastizität und ist kaum atmungsaktiv. Darüber hinaus benötigt der Anbau von Baumwolle viel Wasser und das Material selbst enthält Pestizide. 

FAQ

Abschließend beantworten wir häufig gestellte Fragen zu Baumwolle und ihren Eigenschaften. 

Welche Eigenschaften hat Baumwolle?

Als Naturfaser ist Baumwolle sehr robust und reißfest. Darüber hinaus ist das Material unempfindlich gegenüber Säuren und wärmt gut. Überschüssige Wärme wird gut nach außen abgegeben, außerdem ist Baumwolle luftdurchlässig und nicht isolierend. 

Was sind die Vorteile von Baumwolle?

Baumwolle zeichnet sich vor allem durch seine Temperaturregulierung und Atmungsaktivität aus. Dazu kommt, dass der Stoff saugfähig, hautfreundlich und pflegeleicht ist. 

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