Autor:
Martin Jahns

Challenges, Spenden, Sponsoren von Sport-Stars

So posten Sportlerinnen und Sportler in der Corona-Krise

Wegen der Corona-Pandemie ruht der Profisport. Doch die Stars der Szene bleiben in den Social Media präsent – mit besonderen Challenges, Aufrufen an die Fans oder einfach etwas Ablenkung. ISPO.com zeigt, wie Sportler die sozialen Medien im Lockdown nutzen.

Jan Frodeno on his way to the third Ironman victory in Hawaii
Tiathlet Jan Frodeno absolvierte über Ostern einen Triathlon daheim.

Besondere Aktionen: Triathlon daheim, Volley-Challenge & Co.

Ob Titelverteidiger Jan Frodeno diesen Herbst um den Ironman Hawaii schwimmen, radeln und laufen darf, ist ungewiss. Doch für seine Fans hat er sich am Osterwochenende etwas besonderes einfallen lassen: einen kompletten Triathlon in den eigenen vier Wänden: Zunächst ging es ins Gegenstrombecken, dann auf die Fahrradrolle und schließlich auf das Laufband.

Frodeno hat das einzigartige Projekt via Facebook Live übertragen und auch auf Instagram darüber gepostet – gemeinsam mit einem Spendenaufruf, der mehr als 22.000 Euro für Krankenhäuser und die Laureus-Stiftung eingebracht hat. Fans können außerdem über die App Zwift „gemeinsam“ mit Frodeno radeln und sich mit dem Triathleten messen.

Wie geht die Sport-Branche mit der Corona-Krise um? Alle News gibt es im Corona-Ticker von ISPO.com.

Ski-Stars posten mit Hashtag #sportstays

Unter den Hashtags #sportstays und #sportbleibt werben Sport-Stars für sportliche Aktivitäten und Zusammenhalt in der Branche. So posteten unter anderem die deutsche Skirennläuferin Viktoria Rebensburg oder der Ex-Skistar Felix Neureuther mit diesem Hashtag, ebenso wie Ex-Olympia-Silbergewinner Frank Busemann und Kletterer Stefan Glowacz. Mehr Infos zu #sportstays gibt es hier.

Eine eigene Challenge hat Roger Federer aus der Taufe gehoben: Er forderte via Social Media alle dazu auf, möglichst mit kurioser Kopfbedeckung so viele Volleys wie möglich gegen eine Wand zu spielen. Die Stars der Sportwelt ließen sich nicht lumpen, und während Tennis-Asse wie Novak Djokovic oder Top-Talent Coco Gauff glänzten, sah es beim Ex-Skistar Lindsey Vonn doch noch etwas ungelenk aus:

Die wahrscheinlich schwierigste Challenge hat die US-Kunstturnerin Simone Biles gepostet: Sie kann sich ihre Trainingshose freihändig ausziehen - im Handstand!

Fußball-Nationalspieler Julian Draxler muss beim Scheich-gestützten Topklub Paris Saint-Germain nicht um seine Zukunft bangen. Anders sieht es bei tausenden Amateurvereinen aus. Draxler unterstützt nun die Clubs seiner Heimatstadt Gladbeck mit einer Spende in unbekannter Höhe.

Gleich sieben örtliche Fußballvereine dürfen von Draxlers Spende profitieren. Auch wenn alle Seiten über die Höhe der Spende Stillwschweigen vereinbart hätten, sagte Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland, es sei „die höchste Spende“ in seiner Amtszeit gewesen.

Usain Bolt mit kuriosem Aufruf zum Social Distancing

Als Vorbilder gerade von Jüngeren haben Sport-Stars auf ihren Social-Media-Kanälen eine Vorbildfunktion. Viele Sportler werden diese mit Aufrufen zu Vernunft und Rücksichtnahme in Zeiten der Corona-Krise gerecht. Hier einige Beispiele.

In seiner ureigenen Großspurigkeit, aber auch mit einer Prise Humor, erinnert Ex-Sprintstar Usain Bolt seine Follower an Social Distancing. Er postete ein Foto seines Olympiasieges über 100 Meter in Peking 2008, bei dem er sogar die Zeit hatte, im Zieleinlauf nach der abgeschlagenen Konkurrenz zu sehen.

Sportpost mit Sponsor als Zeitvertreib

Slalom- und Riesenslalom-Spezialist Henrik Kristoffersen nutzt die Zeit, um auf der Getränkedose eines Sponsors seine Körperbeherrschung zu beweisen.

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Martin Jahns
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