Autor:
Lars Becker

Alibaba, Coca-Cola, Visa, Samsung & Co. unterstützen das IOC - 880 Millionen US-Dollar Einnahme

Sponsoren der Olympischen Spiele: Das sind die Olympia-Geldgeber

Die Olympischen Spiele sind eine Geldmaschine: Üppige TV-Verträge und 13 TOP-Sponsoren spülen genau 880 Millionen US-Dollar in die Kasse des IOC. So können auch die Organisatoren der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang trotz Megaausgaben ein ausgeglichenes Budget präsentieren. Alle Infos über die Sponsoren, Partner und Geldgeber.

Die Olmpischen Winterspiele 2018 finden vom 9. bis 25. Februar in Pyeongchang statt
Die Olmpischen Winterspiele 2018 finden vom 9. bis 25. Februar in Pyeongchang statt

IOC-Chef Thomas Bach lächelte auf der Pressekonferenz kurz vor dem Start der Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang zufrieden: „Die Organisatoren der Winterspiele haben ein ausbalanciertes Budget in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar. Das ist eine große Leistung, schließlich standen die Spiele fast im kompletten vergangenen Jahr wegen der politischen Spannungen in Frage.“

Dass am Ende eine schwarze Null stehen wird, ist jedoch vor allem dem IOC zu verdanken. Der Zuschuss für die Winterspiele 2018 beträgt laut IOC genau 880 Millionen US-Dollar. Möglich machen das vor allem Milliardeneinnahmen durch TV-Gelder und Sponsoren.

ISPO.com beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Olympia-Geldgebern. 

Wie viel Geld nimmt das IOC ein?

Die TV-Verträge und 13 TOP-Sponsoren sorgen für einen wahren Geldregen. Im Zeitraum der vergangenen Olympiade von 2013 bis 2016 nahmen die Herren der Ringe insgesamt 5,7 Milliarden US-Dollar ein. Über 70 Prozent, also um die vier Milliarden Dollar, gab es für den Verkauf der TV-Verträge. Etwa eine Milliarde US-Dollar brachte das TOP-Marketingprogramm. Und die Einnahmen werden in der laufenden Olympia-Periode von 2017 bis 2020 sicher weiter steigen.

Was kosten die TV-Rechte?

Der TV-Gigant Discovery ließ sich mit seinem Sender Eurosport die Olympia-Exklusivrechte für alle europäischen Länder bis Russland, Frankreich und Großbritannien für die Zeit von 2018 bis 2024 stolze 1,5 Milliarden US-Dollar plus x kosten.

Die US-Rechte wurden für 20 Jahre bis 2032 sogar für 7,56 Milliarden US-Dollar verhökert. Über fünf Milliarden Menschen haben bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang weltweit Zugriff auf die TV-Übertragungen. 450 Kameras werden über 5000 Stunden Übertragungszeit liefern.

Wer sind die TOP-Sponsoren?

Die Sponsoren der Olympischen Spiele werden dabei natürlich bestens ins Bild gesetzt. 13 multinationale Riesenunternehmen hat das IOC bei Olympia 2018 als TOP-Sponsor (The Olympique Partner) unter Vertrag, das sind zwei mehr als bei den Olympischen Spielen 2016 von Rio.

Der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba, der einen Vertrag mit dem IOC bis 2028 abgeschlossen hat, und Chiphersteller Intel sind neu im Boot. Dazu kommen Coca-Cola, Visa, Bridgestone, Samsung, Panasonic, Omega, Procter & Gamble (P&G), Toyota, General Electric (GE), Dow und Atos. Je nach Vertragsabschluss dürften sie für den Zeitraum einer Olympiade geschätzt über 100 Millionen US-Dollar an das IOC zahlen.

Kuriosum vor Eröffnung der Spiele: Eigentlich sollten alle teilnehmenden Athleten als Willkommensgeschenk ein Samsung-Smartphone erhalten (Verkaufspreis 850 Euro), doch weil UN-Sanktionen die Versorgung Nordkoreas und des Iran mit Luxusartikeln verbieten, steckte das IOC in der Zwickmühle. Dem Prinzip der Gleichbehandlung folgend müssten alle teilnehmenden Sportler, also auch Athleten aus Nordkorea und Iran beschenkt werden, doch dies würde gegen das UN-Embargo verstoßen. Athleten aus diesen beiden Staaten müssen daher bis auf Weiterers auf ihre neuen Smartphones warten.

IOC: Offizielle Partner und Merchandising

Als offizielle Partner von Pyeongchang 2018 auf nationaler Ebene in Südkorea dürfen McDonald's – zuvor nach 41 Jahren aus der höchsten Sponsoren-Kategorie des IOC ausgestiegen – The North Face, Korean Air, Hyundai, Kia, KT Corporation, Posco und Kepco bezeichnen. Weitere Millionen-Einnahmen realisiert das Organisationskomitee aus dem Verkauf über 1.500 offiziell lizensierten Merchandising-Produkten. Dazu spült ein Briefmarken- und Münzprogramm Geld in die Kassen.

Aktivierung der Sponsoren und Geldregen bei Olympia 2022

Die Sponsoren aktivieren ihr Engagement ganz unterschiedlich. Bridgestone wirbt damit, dass die gesamte Flotte von Olympia-Fahrzeugen mit Winterreifen der Marke ausgestattet ist. Zudem hat das Team etwa 50 bekannte Olympia- und Paralympics-Athleten im Team Bridgestone unter Vertrag. Procter & Gamble setzt seine berühmte „Thank you. Mom“-Kampagne fort, die die Mütter von den Weltstars in den Mittelpunkt stellt.

Alibaba präsentiert im Olympic Park innovative Technologien und bereitet damit schon den Weg zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking/China. Dort gibt es einen noch größeren Geldregen. Thomas Bach: „Das Organisationskomitee hat seine in der Bewerbung budgetierten Marketing-Einnahmen schon jetzt verdoppelt.“ Olympia bleibt halt eine große Geldmaschine.

Autor:
Lars Becker


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