Dr. Regina Henkel
Autor:
Regina Henkel

ZDHC will das Chemikalienmanagement verbessern

Zero Discharge of Hazardous Chemicals: Schadstoffe aus der Produktion verbannen

Hinter ZDHC verbirgt sich kein Label, sondern die gemeinnützige ZDHC Foundation mit Sitz in Amsterdam. Die Abkürzung ZDHC steht für „Zero Discharge of Hazardous Chemicals“ und will Schadstoffe völlig aus der Produktion verbannen.

Kein Label im eigentlichen Sinn, sondern eine Initiative: Das ZDHC-Programm.
Kein Label im eigentlichen Sinn, sondern eine Initiative: Das ZDHC-Programm.

Die ZDHC wurde als Zusammenschluss von ursprünglich sechs Akteuren der Textil-, Leder- und Schuhindustrie gegründet, die das Ziel verfolgten, schädliche Substanzen aus der Wertschöpfungskette zu eliminieren. Inzwischen sind in der ZDHC nicht nur Industriebetriebe und Markenhersteller wie beispielsweise Adidas, Nike, Puma, H&M, Inditex, Primark etc. organisiert, es haben sich auch weitere Institutionen im Kampf für eine nachhaltige Textilindustrie angeschlossen, wie beispielsweise Bluesign Technologies, Hohenstein, Textile Exchange oder die Sustainable Apparel Coalition (SAC). Aktuell zählt die ZDHC über 160 Mitglieder weltweit.

Zusammenarbeit ist für die Arbeit der ZDHC von grundlegender Bedeutung. Dafür wurde ein globales Ökosystem aufgebaut, um Organisationen zusammenzubringen und gemeinsam an Lösungen und Richtlinien zu arbeiten, die die Nutzung von Chemikalien verändern helfen. Bekanntestes Tool der ZDHC ist die ZDHC Manufacturing Restricted Substances List (MRSL), eine Liste gefährlicher Chemikalien, die nicht oder nur in definierten Konzentrationen verwendet werden dürfen. Zudem gibt die ZDHC Hilfestellung bei der Suche nach Alternativen, fördert Best-Practice-Lösungen und führt Screenings in der Lieferkette durch. Mithilfe von Schulungen will sie das Chemikalienmanagement verbessern helfen und so eine sichere Chemie fördern.

„Wir haben die Denkweise der Industrie verändert, von der Konzentration auf das Testen des Endprodukts hin zum Management der Input-Chemie. Die Vorarbeit ist geleistet, wir haben einen Fahrplan erstellt, um den Ausstieg aus der Verwendung gefährlicher Stoffe voranzutreiben. Jetzt beschleunigen wir den Fortschritt in Richtung unserer Endziele: saubereres Wasser, sauberere Luft und sicherere Produktion“, schreibt die ZDHC auf ihrer Website.

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