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Relativ gesehen wenigste Todesfälle - Bergsportrisiko historisch niedrig

DAV-Bericht: Bergsport war 2018 so sicher wie nie

Bergsport boomt. Immer mehr Menschen zieht es zum Wandern, Skifahren oder Klettern in die Natur. Trotz des Andrangs ist das Bergsportriksiko laut einer Studie des Deutschen Alpenvereins (DAV) historisch niedrig.

Der Deutsche Alpenverein hat seine Bergunfallstatistik 2018 veröffentlicht.
Der Deutsche Alpenverein hat seine Bergunfallstatistik 2018 veröffentlicht.

Der Deutsche Alpenverein hat seine Bergunfallstatistik für das Jahr 2018 veröffentlicht. Tödliche Unfälle sind dabei auf einem neuen Tiefststand. Bezogen auf die Mitgliederzahlen hat es noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1952 so wenige Todesfälle gegeben.

So waren vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober 2018 insgesamt 1178 Alpenvereinsmitglieder von Unfällen und Notfällen betroffen. Ein Jahr zuvor waren es noch 1245 Betroffene – also 67 mehr. Bei den tödlich Verunfallten ist der Rückgang noch viel deutlicher ausgeprägt. Kamen im Jahr 2017 insgesamt 41 Alpenvereinsmitglieder beim Bergsport ums Leben, so waren es im vergangenen Jahr 31 Personen. Weniger Tote – nämlich 30 – gab es in der 67-jährigen Geschichte der DAV-Bergunfallstatistik nur 2016. Allerdings hatte der DAV zu der Zeit nicht knapp 1,3 Mio. Mitglieder wie zur Zeit, sondern rund 170.000 weniger. Insofern liegt die Quote der tödlich Verunfallten für das Jahr 2018 auf einem historischen Tiefststand. 

Blockierungen gehen erstmals zurück

Die Rückgänge der Unfälle mit Verletzungsfolgen und mit Todesfolge entsprechen einem langjährigen Trend und sind deshalb für den DAV wenig überraschend. Eine echte Überraschung ist hingegen der Rückgang der Blockierungen – also jener Notfälle, bei denen die Betroffenen zwar unverletzt sind, aber nicht mehr vor und zurück kommen und gerettet werden müssen.

In den letzten Jahren kannte die Kurve der Blockierungen nur eine Richtung – nach oben. "Zum ersten Mal, seitdem wir diesen Notfall-Typ in unserer Statistik erfassen, gehen die Blockierungen jetzt zurück, und das auch noch deutlich", zeigt sich auch DAV-Sicherheitsforscher Christoph Hummel überrascht. "Von einer Trendwende würde ich nach einem Jahr aber noch nicht sprechen."

Bei den Erklärungen ist sich der Experte auch entsprechend vorsichtig: "Die Bergwachten verzeichnen weiterhin zunehmende Blockierungen. Dort ist allerdings das gesamte Notfallgeschehen abgebildet." Im Unterschied dazu schaue die DAV-Bergunfallstatistik nur auf die DAV-Mitglieder. "Möglicherweise beginnen unsere Appelle zumindest bei den Alpenvereinsmitgliedern langsam zu fruchten. Seit Jahren empfehlen wir den Bergsportlerinnen und Bergsportlern, sich bei der Tourenplanung richtig einzuschätzen."

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