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Trikotsponsoring 2018/2019: FC Bayern, Schalke, BVB haben größte Einnahmen

Bundesliga-Sponsoren: Das sind die 18 Trikotsponsoren der Clubs

Die Bundesliga-Clubs und ihre Sponsoren: In keiner anderen Liga in Deutschland lässt sich mit Sponsoring mehr Geld verdienen als in der Fußball-Bundesliga. Trikot-Werbung bringt den 18 Vereinen Einnahmen von durchschnittlich fast zehn Millionen Euro pro Jahr. ISPO.com präsentiert alle Clubs, alle Trikotsponsoren, alle Einnahmen.

Mit Trikotsponsoring verdienen die Bundesliga-Vereine viel Geld, vor allem Top-Vereine wie FC Bayern (M.), der FC Schalke (l.) und Dortmund.
Mit Trikotsponsoring verdienen die Bundesliga-Vereine viel Geld, vor allem Top-Vereine wie FC Bayern (M.), der FC Schalke 04 (l.) und Borussia Dortmund.

Trikot-Werbung ist für die Vereine der Fußball-Bundesliga ein lukratives Geschäft: Bis zu 180 Millionen Euro könnten die 18 Klubs in der Saison 2018/2019 von ihren Hauptsponsoren kassieren – das zeigt die Tabelle der Sponsoring-Zahlungen von ISPO.com (siehe unten). Im vergangenen Jahr waren es noch knapp 190 Millionen, da damals noch der 1. FC Köln und der Hamburger SV in der Liga spielten. Für die Saison 2016/2017 errechnete das Marktforschungsunternehmen Nielsen Sports noch 182 Millionen Euro.

Satter Bonus winkt den Bundesligisten bei Erfolgen

Eine endgültige Summe aller Sponsoren-Einnahmen in der Bundesliga lässt sich jedoch nicht ermitteln – weil weder Verein noch Unternehmen über ihre Sponsoring-Deals im Detail informieren und weil viele Verträge stark leistungsbezogen abgeschlossen werden. Für Meisterschaften, Champions-League- oder Europa-League-Teilnahmen gibt es meist einen satten Bonus.

Bundesliga 2018/2019: Alle Trikotsponsoren, alle Einnahmen

Verein Sponsor Sponsor 2017/18 Einnahmen Laufzeit
FC Bayern Telekom Telekom 35 Mio. € 2023
FC Schalke 04 Gazprom Gazprom 20 – 24 Mio. €* 2022
VfL Wolfsburg Volkswagen Volkswagen 20 Mio. €** unbefristet
Borussia Dortmund Evonik Evonik 20 Mio. € 2025
RB Leipzig Red Bull Red Bull 9 Mio. €** k.A.
Borussia M'Gladbach Postbank Postbank 6,5 – 9 Mio. €* 2020
VfB Stuttgart Mercedes-Benz-Bank Mercedes-Benz-Bank 8 Mio. € 2019
Hertha BSC Tedi bet-at-home.com 7,5 Mio. € 2021
Eintracht Frankfurt Indeed Indeed 6,7 Mio. € 2020
Werder Bremen Wiesenhof Wiesenhof 6,5 Mio. € 2020
Bayer 04 Leverkusen Barmenia Barmenia 6 Mio. € 2020
Hannover 96 Heinz von Heiden Heinz von Heiden 5 Mio. €* 2020
1899 Hoffenheim SAP SAP 5 Mio. € 2020
FSV Mainz 05 Kömmerling Kömmerling 4,5 Mio. € 2019
FC Augsburg WWK WWK 3 – 4,5 Mio. €* 2019
Fortuna Düsseldorf Henkel Orthomol 3 Mio. € 2020
SC Freiburg Schwarzwaldmilch Schwarzwaldmilch 2,7 Mio. € 2019
1. FC Nürnberg Nürnberger Versicherung Nürnberger Versicherung 1,5 Mio. € 2019


* Nach Medienangaben sollen die Sponsoren-Verträge stark leistungsbezogen abgeschlossen worden sein.

** Grobe Schätzung, keine seriöse Angabe möglich.

Telekom und Apple verlängern mit FC Bayern München

Ein Blick auf die Sponsoring-Tabelle der Bundesliga zeigt, dass nicht nur sportlicher Erfolg, sondern auch Tradition und Fanbindung honoriert wird. Krösus ist selbstverständlich der FC Bayern München, der Rekordmeister kassiert nach der Vertragsverlängerung im August 2015 rund 35 Millionen Euro pro Jahr von der Telekom. Für Titel zahlt der Sponsor selbstverständlich eine Extra-Prämie.

Ein Trikotsponsor ist aber noch lange nicht die einzige Einnahmequelle für Fußballklubs: Zudem kommen weitere Großsponsoren dazu. Der Airport Doha zahlt dem FC Bayern etwa 10 Millionen Euro für die Werbung auf dem Ärmel. Jüngst bei der Marketing-Reise in den USA verlängerten die Münchner auch ihren Vertrag mit Apple Music.

Durch exklusive Inhalte auf der Plattform sind Musikfans und die Anhänger des FC Bayern noch näher an ihrem Lieblingsteam und ihren Stars. Denn auf der Website des deutschen Meisters und dem FC Bayern Kuratorenprofil auf Apple Music werden die Musik der Bayern-Spieler sowie themenverwandte Playlists zur Verfügung gestellt. Zudem können Neukunden Apple Music 3 Monate kostenlos testen, Telekom-Kunden sogar 6 Monate.

Nürnberg und Düsseldorf: Schwache Aufsteiger

Zur Bundesliga-Saison 2018/2019 hat nur ein Klub einen neuen Trikot-Sponsor: Hertha BSC wechselte vom Wettanbieter bet-at-home.com zum Handelsunternehmen Tedi und soll damit noch einmal 1,5 Millionen Euro mehr kassieren.

Bei der Analyse der Brust-Sponsoring-Deals in der Bundesliga-Saison 2018/2019 kommt ISPO.com auf eine Gesamtsumme von knapp 180 Millionen Euro – das ist weniger als in der Vorsaison. Die Differenz liegt vor allem am Abstieg der traditionsreichen Vereine Hamburger SV und 1. FC Köln und dem Aufstieg von Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg, die deutlich beide deutlich weniger kassieren. Denn die Absteiger 2018 wussten trotz ihres Abschneidens starke Hauptsponsoren hinter sich: Emirates (HSV) und Rewe (Köln), die jeweils mindestens 7 Millionen Euro bezahlt haben.

Volkswagen setzt VfL Wolfsburg auf Sparkurs

Hinter den Sponsoring-Leistungen von Volkswagen an den VfL Wolfsburg steht weiter ein großes Fragezeichen. Die eine Frage ist: Welche Auswirkungen hat der Abgas-Skandal, in den das Unternehmen verstrickt ist, für das Sport-Sponsoring? Und die zweite Frage: Welche Auswirkungen hat die sportliche Talfahrt der "Wölfe", die sich zweimal nur in der Relegation vor dem Abstieg retteten, auf die finanzielle Unterstützung des Automobil-Giganten?

Bereits in der vergangenen Saison soll Volkswagen, das 100 Prozent der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH besitzt, die Ausgaben für die „Wölfe“ angeblich massiv reduziert haben. Der Gesamtetat soll statt 100 Millionen Euro nur noch 80 Millionen betragen haben. Nun könnten weitere Einsparungen folgen.

 

Was kostet die Brust von RB Leipzig?

Viel Geld eines Investors ist auch beim RB Leipzig im Spiel. Aber was bezahlt Red Bull an RB Leipzig? Eine Frage, die außer Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz nur wenige beantworten können. Über die jährlichen Investitionen des Energy-Drink-Herstellers ins Leipziger Fußball-Projekt wird eisern geschwiegen.

Der Marktwert dieses Sponsoring-Pakets lag in der Aufstiegssaison bei rund 7 Millionen Euro – und hat sich bereits in der vergangenen Saison gesteigert. Experten gehen von rund 9 Millionen Euro aus.

Sponsoren wollen auf Bundesliga-Trikots

Borussia Mönchengladbach hat sich durch den Erfolg der vergangenen Jahre in die Sponsoring hochgearbeitet. „Wir orientieren uns gemeinsam mehr nach oben“, sagte Joachim Strunk vom Hauptsponsor Postbank im „Handelsblatt“. „Je erfolgreicher die Borussia spielt, umso mehr Geld fließt dann auch.“

Der BVB erhält vom Energieunternehmen Evonik im Vergleich zu seiner wachsenden Bedeutung im deutschen Fußball zwar verhältnismäßig wenig Sponsoring-Geld fürs Trikot (20 Mio. Euro), hat aber seinen Hauptsponsor auch als Anteilseigner langfristig an sich gebunden. Evonik hält rund 15 Prozent an der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.

Blickt man auf die Laufzeiten der Sponsoring-Verträge, erkennt man schnell: Werbung auf den Trikots der Bundesliga-Clubs ist immer noch ein beliebtes Marketing-Instrument.

Für einige der Marketing-Verantwortlichen dürfte 2018/19 eine spannende Saison werden: Fünf Hauptsponsoring-Verträge laufen aus: 1. FC Nürnberg (Nürnberger Versicherungsgruppe) FSV Mainz 05 (Kömmerling), FC Augsburg (WWK), SC Freiburg (Schwarzwaldmilch) und VfB Stuttgart (Mercedes-Benz-Bank).

Fortuna Düsseldorf findet neuen Hauptsponsor

Einen neuen Sponsor hat der Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gefunden: Henkel. Rund drei Millionen Euro soll die Fortuna pro Saison bis 2020 erhalten. „Es ist für Fortuna ein großer Erfolg, dass wir mit Henkel das einzige Dax-Unternehmen der Landeshauptstadt und einen echten Global Player als neuen Hauptsponsor gewinnen konnten“, sagt Fortuna-Präsident Robert Schäfer. Er sieht darin die gesteigerte Attraktivität seines Klubs.

Die geringsten Einnahmen von einem Hauptsponsor verzeichnet Fortunas Mitaufsteiger 1. FC Nürnberg. Die Nürnberger Versicherung überweist nur etwa 1,5 Millionen Euro an den Klub von Trainer Michael Köllner.

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