Dr. Regina Henkel
Autor:
Regina Henkel

Sport als Wegbereiter von Gesundheit und Frieden

UN-Resolution bekräftigt die Bedeutung von Sport für die weltweite Krisenbewältigung

Sport ist ein globaler Beschleuniger von Frieden und nachhaltiger Entwicklung für alle. Das besagt die neue UN-Resolution, die die Generalversammlung der Vereinten Nationen gerade beschlossen hat. Er helfe zudem, die Widerstandsfähigkeit der Menschen zu fördern und die COVID-19-Krise zu bewältigen. Auch das IOC begrüßt die Wertschätzung des Sports.

Der Sport leidet unter der aktuellen Pandemie, aber er ist wichtig, um sie zu überwinden.

2018 haben die Vereinten Nationen erstmals die Bedeutung von Sport als Wegbereiter für eine nachhaltige Entwicklung durch eine Resolution bekräftigt. Damit verbunden war der Aufruf an die Mitgliedsstaaten und andere Vereinigungen, den Sport und dessen Ausübung zum Wohle aller weiter zu fördern.
Jetzt, wo weltweit aufgrund der COVID-19 Pandemie nur noch eingeschränkt Sport möglich ist und große Sportveranstaltungen wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele verschoben werden mussten, hat die UN die Wichtigkeit des Sports erneut hervorgehoben. Sie ruft die Mitgliedsstaaten dazu auf, „Sport und körperliche Betätigung in die Erholungspläne nach COVID-19 einzubeziehen, Sport und körperliche Betätigung in die nationalen Strategien für nachhaltige Entwicklung zu integrieren und sicheren Sport als Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Einzelpersonen und Gemeinschaften zu fördern“.


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Pandemie erhöht das Risiko, Menschen zurückzulassen

In einem Bericht, der im Zusammenhang mit der Pandemie erstellt wurde, unterstreicht die UN die wichtige Rolle von körperlicher Aktivität und Sport bei der Milderung der Auswirkungen der Pandemie auf Gesundheit und Wohlbefinden. Der Bericht zeigt außerdem auf, dass zwar alle von der Pandemie betroffen sind, aber nicht im gleichen Ausmaß. Vor allem für Kinder, Menschen mit Behinderung, Ältere, Familien und Frauen bringe die Pandemie große Probleme mit sich. Im Bereich des Spitzensports beispielsweise, weil aufgrund der Einnahmeverluste jetzt dem Männersport finanziell Vorrang eingeräumt werden könnte, wodurch sich die Einnahmesituation und die Trainingsbedingungen von Frauen verschlechtern könnten.
Als Lehre aus der Pandemie, und um Sport auch in Krisenzeiten weiter zu ermöglichen, plädiert der Bericht für den Ausbau von beratender und technischer Unterstützung bei der Entwicklung neuer Formen des Sport-Engagements, damit Sportorganisationen in Zeiten eines Lockdowns weiterhin positive Akteure im Leben junger Menschen bleiben können. Auch internationale Athleten können mit ihrer großen Reichweite in Krisenzeiten helfen, die Verbindung zu jungen Menschen aufrechtzuerhalten um sie weiter positiv zu beeinflussen. Die Auswirkungen von COVID-19, so der Bericht, „erhöhen das Risiko, Menschen zurückzulassen“.

Sport als Wegbereiter des Friedens

Insofern steht Sport auch für den Erhalt des globalen Friedens, mit seinen weltumspannenden Netzwerken und sportlichen Wettkämpfen. Die Generalversammlung bestätigt „den unschätzbaren Beitrag der olympischen und paralympischen Bewegung bei der Etablierung des Sports als einzigartigem Mittel zur Förderung von Frieden und Entwicklung, insbesondere durch das Ideal des Olympischen Friedens".
Auch das IOC freut sich über die Anerkennung und begrüßt das Engagement: „Wir schätzen die große Anerkennung der positiven Rolle des Sports für die Erholung nach COVID-19. Das IOC ist dankbar, dass unser Aufruf, den Sport in die Pläne der UN-Mitgliedstaaten für die Zeit nach COVID-19 zu integrieren, Gehör gefunden hat“, erklärt IOC-Präsident Thomas Bach.

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