Autor:
Lars Becker

Shimano-Schaltung mit 12-Ritzeln, verbesserte Rückenprotektoren und GPS-Geräte

Mountainbike: Das sind die MTB-Trends 2019

Mountainbikes werden immer leichter – künftig sogar mit Speichen aus Hightech-Fasern. Weitere spannende MTB-Trends für 2019, wie die neue Shimano-Schaltung, finden Sie hier.

ISPO.com zeigt die Mountainbike-Trends für 2019.
ISPO.com zeigt die Mountainbike-Trends für 2019.

11,96 Millionen MTBs gab es laut Statista 2017 in deutschen Haushalten – das ist eine Steigerung von einer knappen Million gegenüber den Vorjahren. Das zeigt, dass Mountainbiken weiter voll im Trend liegt. Hier einige faszinierende Innovationen aus der MTB-Szene für 2019.

1. Alles immer leichter: Pi-Rope-Speichen aus Hightech-Fasern

Stabil, komfortabel und gleichzeitig so leicht wie möglich soll ein Mountainbike sein. Bei vielen Firmen kommt deshalb in den neuen Modellen immer mehr Carbon zum Einsatz. Der absolute Hammer in Sachen Leichtbau sind jedoch Pi-Rope-Speichen, die aus der Hightech-Faser Vectran geflochten werden. Die Kunstfaserspeichen wiegen nur 2,2 Gramm pro Stück und sind damit fünfmal leichter als Stahlspeichen. So wiegt der komplette Laufradsatz samt Alufelge von Newmen nur 1193 Gramm (27,5 Zoll).

Die Innovatoren, die die leichten Wunderwerke in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz entwickelt haben, versprechen eine höhere Belastbarkeit und eine bessere Vibrationsdämpfung zu herkömmlichen Speichen. Bei Querbelastung weichen die Textilspeichen aus und kehren danach wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Damit sollen verbogene Speichen der Vergangenheit angehören.

Tests haben auch die Witterungsbeständigkeit des Materials nachgewiesen, das unter anderem auch an den Außenhäuten von Luftschiffen eingesetzt wird. Zudem können die Textil-Speichen je nach Vorliebe gefärbt werden.

Die Kunstfaserspeiche Vectran von Newmen
Die Kunstfaserspeiche Vectran von Newmen

2. Shimano macht es Sram nach: Erste 1x12-Schaltung

Auch in Sachen Schaltung gibt es Neuigkeiten. Nachdem Sram vor allem im Highend- MTB-Bereich mit seiner 1x12-Schaltung sehr erfolgreich ist, schlägt Marktführer Shimano zurück.

Die XTR ist die erste Schaltung der japanischen Firma mit zwölf Ritzeln, wahlweise als Einfach- und Zweifach-Schaltung. Sie ist in drei Varianten verfügbar – für XC-Racer, Marathon-Piloten und Enduro-Rennfahrer. Die neue Schaltung bringt gegenüber dem Vorgängermodell im Schnitt etwa 100 Gramm Gewichtsersparnis und einen höheren Bedienkomfort am Lenker, unter anderem durch Gummibeläge an den Schalthebeln.

3. Navi und Trainingscomputer in einem

Schlaue Fahrrad-Computer, die viel mehr als den richtigen Weg und die Geschwindigkeit anzeigen, sind im Zeitalter der Digitalisierung nicht nur in der E-MTB-Szene der Trend. Für sportliche Mountainbiker ein guter Tipp ist zum Beispiel der GPS-Bike-Computer Rox 12.0 Sport von Sigma. Er ist via Touchscreen leicht zu bedienen und bietet jede Menge nützliche Funktionen für sportliche Radfahrer. Neben der Navigation (Karten von 20 europäischen Ländern sind vorinstalliert) kann das Gerät als Trainingscomputer benutzt werden.

Für Mountainbiker kann genauso ein Trainingsprofil eingestellt werden wie zum Beispiel für Rennrad-Fahrer. Über 150 Trainingsparameter stehen zur Auswertung bereit. Dazu ist der Anschluss von Tritt- und Herzfrequenzmessern sowie von Powermetern (damit lässt sich die Tretleistung messen) möglich. Communities wie Strava, Komoot, GPSies und TrainingPeaks werden via WLAN verbunden.

Der GPS-Bike-Computer Rox 12.0 Sport von Sigma
Der GPS-Bike-Computer Rox 12.0 Sport von Sigma

4. Sicherheit: Helme und Rückenprotektoren

Auch mit „schlauen“ Helmen kann man sich heutzutage mit dem Navi oder seinen Mitfahrern vernetzen. Überhaupt geht der Trend zum Multifunktionshelm, der neben Sicherheit noch weiteren Zusatznutzen bringt. Das herausnehmbare Innenpolster des Session-Helms von Smith kühlt zum Beispiel und wirkt antimikrobiell. Eine Kamerahalterung ist bei vielen Modellen schon seit einigen Jahren ab Werk vorhanden.

In Sachen Rückenprotektoren überzeugt das extra für den MTB-Bereich entwickelte leichte Modell von Ortema die Experten. Der Protektor ist in verschiedenen Größen für Erwachsene, aber auch für Kinder, erhältlich. Der Protektor schützt den gesamten Rückenbereich vom Nacken abwärts. Ein Belüftungssystem und hohe Materialqualität sollen für Atmungsaktivität und Langlebigkeit sorgen.

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Lars Becker
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