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Triathlon-Highlight des Jahres mit Frodeno, Lange, Kienle, Ryf und Haug

Frodeno und Haug feiern deutschen Doppelsieg beim Ironman Hawaii 2019

Es war das Triathlon-Highlight des Jahres: der Ironman Hawaii 2019. Die deutschen Athleten wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Der letztjährige Champion kam allerdings nicht ins Ziel. ISPO.com zeigt, wie das Event für die Favoriten gelaufen ist.

Jan Frodeno feierte seinen dritten Sieg auf Hawaii - für Anne Haug war es eine Siegpremiere

Der Ironman: Kein Sportevent ist härter als die inoffizielle Weltmeisterschaft in Kailua Kona auf der US-Inselgruppe Hawaii. Dabei werden 3,86 Kilometer geschwommen, 180,2 Kilometer Rad gefahren und ein Marathon (42,195 Kilometer) gelaufen.

Bei den Männern wurde das Event am 12. Oktober 2019 zum großen Comeback von Jan Frodeno, der damit den sechsten Sieg eines deutschen Starters in Folge perfekt machte.

Bei den Frauen feierte Anne Haug ihren ersten Sieg. Und das bei ihrem erst zweiten Start in Hawaii mit 36 Jahren. ISPO.com zeigt, wie der Ironman Hawaii 2019 für die Favoriten lief.

Mit 38 Jahren wieder an der Spitze: Jan Frodeno

Weniger als sieben Prozent Körperfettanteil hat Jan Frodeno – und das bei einer Größe von 1,94 Metern und eben gerade einmal 76 Kilogramm Körpergewicht. Dieser Modellkörper bringt ihn Jahr für Jahr in Stellung als einer der Favoriten bei den Rennen, an denen er teilnimmt.

Im Vorjahr musste Jan Frodeno den Ironman Hawaii noch verletzungsbedingt absagen, doch nun ist der Olympiasieger von 2008 wieder auf dem Triathlon-Thron! Und wie: Mit 7:51:13 Stunden pulverisierte er den Weltrekord von Patrick Lange aus dem Vorjahr. Es war sein dritter und der insgesamt zehnte deutsche Sieg bei den Männern auf Hawaii.

Beliebter Frodeno: 343.000 Instagram-Follower

Einen Namen hat er sich weit über die Sportart hinaus gemacht. Frodeno gilt als Gewinnertyp in allen Lebenslagen. Die Sponsoren umschwärmen ihn und stärken seine Bekanntheit. Insgesamt 343.000 Instagram-Follower hat der 38-Jährige – der höchste Wert unter den Ironman-Favoriten.

  • Erfolge: Sieger Ironman Hawaii 2015, 2016 und 2019, Olympiasieger 2008, Sportler des Jahres 2015, Bambi in der Kategorie Sport, Laureus World Sports Awards Sieger 2016, Weltbestzeit über die Langdistanz bei der Challenge Roth: 7:35:39 Stunden (2016)
  • 372.000 Instagram-Follower
  • Sponsoren: Canyon, Asics, Mercedes, Ryzon, Oakley, Allianz, Breitling, Bahrain Endurance, Wahoo, Sram, Zipp, Maurten, De Boer Wetsuits

Harter Finisher belohnt sich: Sebastian Kienle

Sebastian Kienle gewann den Ironman Hawaii im Jahr 2014. Er war der Vorgänger von Frodeno und Lange. Und als solcher zählte der 35-Jährige immer noch zum Favoritenkreis.

Seine Kritiker, dass er als schwächerer Schwimmer nicht gewinnen kann, strafte er bereits mehrfach Lügen. Den Buschhütten Triathlon gewann er fünfmal (2008 bis 2012), und auf Hawaii schwimmt, läuft und radelt er regelmäßig vorne mit. So auch 2019: Mit 10:52 Minuten Rückstand wurde er Dritter.

  • Erfolge: Sieger Ironman Hawaii 2014, Zweiter Ironman Hawaii 2016, Sieger Challenge Roth 2018
  • 150.000 Instagram-Follower
  • Sponsoren: Hep, Scott, Red Bull, New Balance, Polar, Orca, Power Bar, Play Itas, Oakley, Sram, Zipp, Normatec, Tacx, Muc-Off, Livigno

Ein Australier forderte die Deutschen: Cameron Wurf

Als Radler für das Team Volksbank aus Österreich war der Australier Cameron Wurf immerhin Ozeanienmeister, als Ruderer nahm er an den Olympischen Sommerspielen in Athen 2004 teil. Doch nirgendwo hat er diesen durchschlagenden Erfolg wie im Triathlon.

Der 36-Jährige Wurf galt als der große Herausforderer der deutschen Triathlon-Stars. Im September 2019 gewann er den Ironman Italy mit seiner persönlichen Bestzeit auf der Langdistanz und Streckenrekord (07:46:54 Stunden). Auf dem Rad stellte er bereits 2018 einen Streckenrekord beim Ironman Hawaii auf. Nach dem Training mit der Rad-Équipe vom Team Ineos (einst Sky) scheint er noch stärker zu sein.

Doch für den ganz großen Wurf reichte es 2019 auf Hawaii noch nicht. Am Ende wurde der Australier mit mehr als 15 Minuten Rückstand auf Frodeno Fünfter. Härtester Konkurrent der Deutschen war letztlich der US-Amerikaner Timothy O’Donnell, der mit 8:28 Minuten Rückstand Zweiter wurde.

  • Erfolge: Sieger Ironman Italy 2019 (mit Streckenrekord) und Ironman Australia 2019
  • 43.000 Instagram-Follower
  • Sponsoren: GebioMized, Staps, Pinarello, Nike, Kask, Castrelli

Der Sieger von 2017 und 2018: Patrick Lange

Wer zweimal nacheinander gewinnt, der kann auch noch ein drittes Mal siegen. Das war das Motto von Patrick Lange. Er ist einer der großen deutschen Triathlon-Stars – auch weil er von einem Großen gelernt hat: 2005 siegte Langes Trainer Faris Al-Sultan auf Hawaii. Al-Sultan ist auch Triathlon-Bundestrainer für die olympische Distanz.

Lange hat als erster Triathlet überhaupt die Acht-Stunden-Schallmauer durchbrochen im vergangenen Jahr. Er nutzte die optimalen Bedingungen auf der windanfälligen Insel für den Rekord von 7:52:39 Stunden.

Diesmal schaffte er es allerdings gar nicht erst ins Ziel. Auf dem Rad wurde Lange, der laut seines Trainers Al-Sultan am Vortag schon über Fieber geklagt hatte, schwarz vor Augen. Er musste sein Rennen abbrechen.

  • Erfolge: Sieger Ironman Hawaii 2017 und 2018 (mit Streckenrekord 2018), Dritter Ironman Hawaii 2016
  • 195.000 Instagram-Follower
  • Sponsoren: Canyon, Adidas, Audi, Castelli, Garmin, Ekoi, Ceramic Speed, Erdinger Alkoholfrei, Normatec, Orthomol Sport, Sailfish, Schwalbe, Selle Italia, SRM, Swiss Side, Ultrasun

Deutschlands schnellste Frau: Anne Haug

Dritte war Anne Haug bereits 2018. Als 35-Jährige, die erst seit dem Vorjahr auf der Langdistanz unterwegs ist, war das ein beachtlicher Erfolg.

2019 lieferte sie nun ihr Meisterstück ab: Mit 8:40:10 Stunden distanzierte sie die zehn Jahre jüngere Britin Lucy Charles-Barclay auf Rang zwei. Dritte wurde die Australierin Sarah Crowley.

Haug schafft deutsche Bestzeit in Kopenhagen

Mit einer neuen deutschen Bestzeit gewann Haug zuletzt schon den Ironman Kopenhagen. Allerdings hatte sie in dieser Saison Verletzungen, ganz glücklich reiste sie ob dieser nicht ganz gelungenen Vorbereitung wohl nicht nach Hawaii. Umso erstaunlicher ihr Triumph.

  • Erfolge: Dritte Ironman Hawaii 2018, Siegerin Ironman Kopenhagen 2019 (mit neuer deutscher Bestzeit, 8:31:32 Stunden)
  • 28.500 Instagram-Follower
  • Sponsoren: Ceramic Speed, Cervélo, Club La Santa, DT Swiss, Maisel’s Weisse Alkoholfrei, Global Fruit Point, NFT-sport, Sailfish, Sportsmed-Saar, Staps, Steinbach und Partner, Scan Automobile, My Position, Uvex, Wolfpack

Die geschlagene Seriensiegerin: Daniela Ryf aus der Schweiz

Vier Jahre lang hat Daniela Ryf zuletzt gewonnen. Die Schweizerin galt als unangefochtene Frau im Triathlonfeld – in Frankfurt schaffte sie sogar einmal den siebten Gesamtplatz. Sie hält also auch bei den Männern vorne mit. Und von 16 Langdistanzen, die Ryf bei den Frauen in ihrer Karriere vor dem diesjährigen Ironman Hawaii absolviert hat, hat sie 14 gewonnen. Lediglich 2016 in Frankfurt musste sie aussteigen. Ein Wort, das die 32-Jährige auf Hawaii nicht kennt.

Auch diesmal kam Ryf ins Ziel, allerdings auf dem ungewohnten 13. Platz mit über 34 Minuten Rückstand auf die Siegerin Anne Haug.

  • Erfolge: Siegerin Ironman Hawaii 2015 bis 2018, Siegerin Challenge Roth 2016, 2017, Schweizer Sportlerin des Jahres 2015 und 2018
  • 169.000 Instagram-Follower
  • Sponsoren: Red Bull, Gaz Energie, Asics, Felt, DT Swiss, Mercedes, Scatta, Breitling, Nutri Athletic, Bahrain Endurance, De Boer Wetsuits
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