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Studie: Über die Hälfte der Befragten kauft lieber nachhaltige Kleidung

Wie Nachhaltigkeit die Kaufentscheidung in der Modebranche beeinflusst

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf eine nachhaltige Mode-Industrie. Doch häufig ist ihnen nicht klar, ob Modemarken tatsächlich nachhaltig sind. Eine neue Studie zeigt, wie sich Hersteller und Online-Händler besser positionieren können und worauf Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung achten.

Die Marke Patagonia setzt sich schon seit Jahren für faire Arbeitsbedingungen und nachhaltig produzierte Kleidung ein. 
Die Marke Patagonia setzt sich schon seit Jahren für faire Arbeitsbedingungen und nachhaltig produzierte Kleidung ein. 

Über die Hälfte (52 %) der Konsumenten in den USA und Großbritannien wünschen sich eine nachhaltige Mode-Industrie. Allerdings wissen fast genauso viele Verbraucher (45 %) nicht, welche Modemarken und Retailer sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie der Personalisierungsplattform für E-Commerce und Einzelhandel Nosto, zu der 2000 Verbraucher befragt wurden.

Spannend ist, dass die Hälfte der Befragten angab, lieber Kleidung von Marken zu kaufen, von denen sie wissen, dass sie sich für Nachhaltigkeit engagieren. Umgekehrt würden 28 Prozent auf künftige Käufe verzichten, wenn bekannt würde, dass sich die Marke nicht um Nachhaltigkeit kümmert.

Und 32 Prozent der Verbraucher wären sogar bereit, für nachhaltige Kleidung einer Marke mehr zu zahlen. Gleichzeitig geben 46 Prozent an, dass sie lieber Kleidung kaufen, die nachhaltig hergestellt wurde, als sie zu kaufen, nur weil sie von einer bekannten Marke stammen - und 29 Prozent würden mehr für eine nachhaltig hergestellte Version desselben Artikels bezahlen.

Darauf achten Käufer

Laut Nosto-Umfrage achten Konsumenten besonders auf fünf Aspekte, wenn es um nachhaltige Mode geht. Dies sind gleichzeitig Ansatzpunkte für Unternehmen, um nachhaltiger zu werden und bei Verbrauchern zu punkten: 

  1. Reduzierung der Verpackungsmenge (75 Prozent der Verbraucher)
  2. Gewährleistung eines fairen Entgelts und guter Arbeitsbedingungen (74 Prozent)
  3. Verwendung erneuerbarer und recycelbarer Materialien (73 Prozent)
  4. Produzieren von Kleidung, die länger hält (71 Prozent)
  5. Verwenden von weniger Ressourcen wie Strom, Wasser, Material (64 Prozent)

Besserungsvorschläge für den Online-Handel

Nosto fragte zudem danach, was der Online-Handel tun könnte, um Käufer zu Kauf nachhaltiger Kleidung zu bewegen. Die fünf wichtigsten Antworten:

  1. Kleidung eindeutig kennzeichnen, die nachhaltig hergestellt wird (74 Prozent)
  2. Rabatte für nachhaltigere Bekleidungssortimente anbieten (62 Prozent)
  3. Mehr Werbung für Kleidung machen, die auf nachhaltige Weise hergestellt wird (62 Prozent)
  4. Online-Käufern ermöglichen, ihre gebrauchten Kleidungsstücke gegen Rabatte für neue Artikel einzutauschen (54 Prozent).
  5. Automatisch im Online-Shop nachhaltigere Alternativen zu gewählten Artikeln anzeigen (43 Prozent)

Nosto sieht in transparenter und offensiver Kommunikation eine große Chance für Modemarken und Einzelhändler Umweltschutz und Markenwachstum erfolgreich zu verbinden. Gerade die Verwirrung darüber, welche Modemarken nachhaltig sind, böten Möglichkeiten sich zu profilieren.

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