Autor:
Martin Jahns

Spenden, Aktionen und Social-Kampagnen

So unterstützt die Sportbranche den Kampf gegen das Coronavirus

Das Coronavirus hat die Welt im Griff. Regierungen, medizinisches Personal und hunderttausende bezahlte und ehrenamtliche Helfer kämpfen für die Eindämmung der Pandemie. Auch die Sportbranche will ihren Teil beitragen. ISPO.com stellt Sportmarken vor, die mit Aktionen und Social-Media-Aufrufen den Kampf gegen das Virus unterstützen oder mit freiwilligen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung beitragen.

Nordisk-Kampagne #MakeMyHomeAnAdventure
Nordisk-Kampagne #MakeMyHomeAnAdventure

Beispielhaft für das gesellschaftliche Engagement der Sportbranche steht die Urban-Outdoor-Marke Save the Duck. Die Italiener spenden unter dem Motto „Save the Doctor“ bis zum 3. April 20 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Online-Handel an das Mailänder Sacco-Krankenhaus.

Bosideng und Anta spenden im großen Stil

Bereits im Februar hat die chinesische Outdoor-Marke Bosideng 150.000 Daunenjacken an Mediziner in der Corona-Krisenregion Wuhan gespendet. Chinas größter Sportartikelhersteller Anta spendete 10 Millionen Yuan (rund 1,3 Millionen Euro) an chinesische Hilfsorganisationen.

Kleines Label mit charmanter Unterstützung

Aber auch sehr kleine Brands wie das Running-Label WIllpower zeigen sich solidarisch mit den Helfern in der Krise. Für alle Läufer aus der Willpower-Community, die in mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass das öffentliche Leben nicht komplett zusammenbricht, gibt es eine Sachspende.

Facebook-Post von Willpower Running
Helfer in der Corona-Krise bekommen von dem kleinen Label Willpower wohl ein Gratis-Shirt. 

Auch die Outdoorschuh-Spezialisten von Keen unterstützen logistisch und mit Sachspenden. Sie haben sich zum Ziel gesetzt 100.000 Paar Schuhe an diejenigen zu spenden, die jetzt in der Coronakrise unverzichtbar sind. Hier kann jeder dem Aufruf von Keen folgen.

Patagonia, Columbia Sportswear & Co. schließen Läden

Die Outdoor-Marken Patagonia, Columbia Sportswear und Lululemon haben ihre Ladengeschäfte in Nordamerika bereits am Montag (16.3.2020) vorsorglich geschlossen. Die Kanadier von Lululemon haben außerdem ihre europäischen Filialen dicht gemacht. Auch die Stores der Sportartikler Under Armour und Nike blieben auf eigene Initiative zu. Nike tat dies in Nordamerika, Westeuropa sowie Australien und Neuseeland.

Bei allen genannten Firmen halten die Ladenschließungen nach derzeitigem Stand bis zum 27. März 2020 an. Alle Unternehmen kündigten an, die Belegschaft für die vereinbarten Dienstzeiten trotz der Schließungen zu bezahlen.

Nordisk startet Instagram-Kampagne

Nachdem Länder wie Italien, Spanien oder Frankreich Ausgangssperren verhängt haben und auch in fast allen anderen europäischen Staaten das öffentliche Leben nur noch eingeschränkt stattfindet, macht die Outdoor-Marke Nordisk aus der Not eine Tugend.

In der Instagram-Kampagne #MakeMyHomeAnAdventure ermuntert Nordisk die User, ihre schönsten Momente im Kleinen zu posten und teilt die besten Fotos und Videos - für etwas mehr Optimismus in schwierigen Zeiten.

Hanwag, Mammut und Schöffel mit Aufrufen an Follower

Thomas Gröger, CEO von Outdoor-Schuhersteller Hanwag, richtet via Instagram einen Appell an die Follower des Unternehmens: „Verantwortungsbewusstes Verhalten ist für Seilschaften am Berg und in der Wildnis essentiell – und nun wird es das für uns alle. Positiv zu denken und loyal und hilfsbereit zu deinen Mitkletterern, Wanderern und Kollegen zu sein bewirkt viel. Wir hoffen, dass eure Familien, Freunde und Kollegen sicher und wohlauf sind und tun alles dafür, dass das so bleibt.“

Hanwag selbst nehme die Verantwortung „für die Sicherheit unserer Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer und Händler wahr. Wir versuchen unser Bestes, um die Ausbreitung zu verlangsamen und die Last auf unser Gesundheitssystem zu minimieren.“

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Dear friends, dear Hanwag Community, the current situation is new to us. To you. To everyone. But we are taking it very seriously and have adjusted our business activities in order to minimize further spread of COVID-19. Accordingly, we are following developments in all our markets and comply with new recommendations and regulations from local authorities as they come. In this moment we are all responsible to do our best, to keep the most vulnerable safe. We feel responsible for the safety of our customers, employees, suppliers and vendors and are doing our best to help flatten the curve of the coronavirus spread and lower the burden on health care systems in any way we can. We are shoemakers. We make shoes for mountaineers, for people who love the outdoors, for people who have to rely on good shoes while following their professions in often very harsh conditions in nature. Responsible behavior is essential for rope teams on the mountains and endeavors in the wild – and now becoming relevant for all of us now. Keeping a positive state of mind and staying loyal and helpful to your fellow mountaineers, to other trekkers and to colleagues can make all the difference. We hope your family, friends and colleagues are safe and well, and are taking the necessary precautions to keep it that way. We will keep you updated as things develop. Kind Regards, Thomas Gröger, CEO Hanwag GmbH

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Auch die Schweizer Outdoor-Marke Mammut ruft via Instagram zu Solidarität auf. „Für Mammut gilt das gleiche wie für derzeit jeden Menschen und jedes Unternehmen: Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen und die Gesundheit unserer Gemeinschaft zu stärken“, so CEO Oliver Pabst via Instagram.

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Dear Mammut Family At the moment we are going through challenging times, putting us all to test. The Covid-19 spread is hitting us hard in our private and professional lives. For Mammut applies, what is currently true for all people and organizations globally: Together, we must do everything to stop the spread of the virus, flatten the curve and protect the health of our community. We are implementing the latest directives from the authorities in all markets. Consequently, we try to protect our employees, consumers and partners with sensible business and personal decisions. The extent of the impact is still unknown, and we want to do our part for the overall welfare of the community. Accordingly, we have reduced our operations to a minimum, closed our stores & the Alpine School as long as necessary, and sent our employees to home office if possible. We apologize in advance if there will be delays in orders and customer service requests in the upcoming weeks. We ask for your understanding and patience. The current development raises also questions that we cannot answer as of today. However, I am convinced that we will find answers in order to master this challenge together and emerge from this situation stronger. As a global organization, we are learning a lot for our future right now. For example, how our Asian employees deal with the situation. As a society based on solidarity, they seem to be slowly recovering and are trying to bring some normality back to life. The new regulations will be valid until at least the end of April 2020, but we reserve the right to adjust them continuously to current developments. We are in close contact with the authorities in order to keep our community in all countries up to date with the latest developments regarding Covid-19. Best regards Oliver Pabst CEO Mammut Sports Group AG #flattenthecurve

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Schöffel erinnert User mit dem Hashtag #ZuhauseBleibenLebenRetten an das Credo der Stunde, richtet aber auch einen positiven Blick auf die Zukunft, wenn die Gefahr überstanden ist. Zudem bedankt sich das Outdoor-Unternehmen bei allen Helfern:

E-Commerce-Angebote für Offline-Handel

Im Gegensatz zu den obengenannten Großfirmen, die häufig eigene Online-Shops betreiben, sind reine Offline-Retailer wie der Frankfurter Laufshop vom erlassenen Schließungsgebot für den Einzelhandel in Deutschland schwer getroffen. Inhaber Jost Wiebelhaus hat sich dennoch etwas einfallen lassen: Per Telefon können Kunden sich weiterhin beraten lassen und Waren via Versandservice bestellen.

Das E-Commerce-Start-ups SportMarken 24 bietet angebundenen Einzelhändlern Unterstützung durch Liquiditätshilfen an. So könne jeder Händler, der es benötigt, für zwei Monate ein zinsloses Darlehen in Höhe des Auszahlungsbetrags des Vormonats erhalten. „Die Auszahlung wird pragmatisch mit lediglich mit einem Minimum an Vertragstext abgewickelt, um sofort zu helfen, wo notwendig“, sagt Valeska Benner, Geschäftsführerin von SportMarken24.

Für noch nicht angeschlossene Retailer soll es die Möglichkeit geben, via Schnellverfahren angebunden zu werden, um wenigstens Online-Umsätze zu generieren.

Autor:
Martin Jahns
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