Claudia Klingelhöfer
Autor:
Claudia Klingelhöfer

Neues Konzept bietet 365 Tage im Jahr online und offline Outdoor-Erlebnis

OutDoor by ISPO: Aufbruch in eine neue OutDoor Ära

Die European Outdoor Group hat in Zusammenarbeit mit der Messe München das Konzept für die OutDoor by ISPO auf einer großen Launch-Conference vor über 250 internationalen Branchenvertretern vorgestellt. Die Fachmesse findet vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 erstmals in München statt. Das Messe-Konzept geht aber deutlich darüber hinaus und begreift OutDoor by ISPO als eine 365-Tage-Plattform für die Outdoorbranche.

Messechef Klaus Dittrich beim OutDoor by ISPO Launch
Messechef Klaus Dittrich beim OutDoor by ISPO Launch

„Die OutDoor by ISPO ist die international übergreifende Plattform für die Outdoorbranche, die Inhalte kreiert, Beziehungen fördert, Begeisterung für Outdoor-Themen weckt und neue Möglichkeiten schafft“, sagte Mark Held, EOG-Generalsekretär, bei der Vorstellung des neuen Messe-Konzepts OutDoor by ISPO, welches auch via Livestream übertragen wurde (hier on demand). Dies solle zukünftig nicht nur an vier Messetagen, sondern an 365 Tagen im Jahr gelten.

Der EOG sei es sehr wichtig gewesen, bei der Gestaltung des neuen Messe-Konzepts und bei der turnusgemäßen Vergabe an einen Messeausrichter die ganze Branche mitzunehmen. Deshalb habe man in den vergangenen Jahren viel in intensive Vorarbeiten, Marktstudien und Recherchen investiert. Die Entscheidung für den Standort München fiel in einem demokratischen und transparenten Prozess, bei einer Wahl der EOG-Mitglieder mit einer deutlichen Mehrheit für die Messe München (weitere Finalisten waren der bisherige Ausrichter Friedrichshafen und Hamburg).

Termine und Daten für OutDoor by ISPO

Die Daten für die OutDoor by ISPO sind für die Jahre 2019 bis 2021 bereits terminiert:

  • 30. Juni bis 3. Juli 2019
  • 28. Juni bis 1. Juli 2020
  • 20. Juni bis 23. Juni 2021

Aussteller können sich bereits jetzt für die OutDoor by ISPO 2019 registrieren. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2019.

Outdoorbranche mit vier Herausforderungen

Ziel sei es nun, laut Held, dass sich OutDoor by ISPO zu der starken, unterstützenden Plattform entwickle. Denn das brauche die Outdoorbranche, um in einem schwierigen Umfeld ihr Wachstum für die Zukunft zu sichern.

Konkret sieht Held insbesondere vier Herausforderungen, denen die Outdoorbranche mit neuen, innovativen Ideen entgegentreten muss:

  1. Der Outdoor-Markt ist gereift und das Wachstum hat sich über die Jahre verlangsamt
  2. Die jüngeren Generationen wachsen mit viel mehr Alternativen auf und müssen stärker von Outdoor begeistert werden.
  3. Bei der steigenden Vielzahl an multimedialen Botschaften fällt dem Outdoor-Sektor, wie allen Themen, immer weniger Aufmerksamkeit zu.
  4. Megatrends (insbesondere die Digitalisierung) verändern Geschäftsbeziehungen sowie die Beziehungen zum Konsumenten.
Mark Held ist Generalsekretär der European Outdoor Group
Mark Held ist Generalsekretär der European Outdoor Group

Held sagte weiter, dass die OutDoor by ISPO in München mehr sein müsse als eine Messe, eher eine „inspirierende Idee, die die Gemeinschaft vereint und die Branche für neue Märkte, Zielgruppen und Branchen öffnet“.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung und CEO der Messe München, Klaus Dittrich sieht München „als Outdoor-Mekka und als „perfekten Inkubator für diese Entwicklung“. München sei nicht nur die Heimat des traditionellen Outdoor-Geistes mit den Alpen, die viele starke Marken hervorgebracht habe, sondern „mit allem, was die Innenstadt zu bieten hat, ist München auch das perfekte Beispiel für Urban Outdoor“, sagte Dittrich.

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der Messe München
Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der Messe München

Gröber: „Outdoor ist ein Mindset“

Wie die Messe München diese Anforderungen umsetzen will, erklärt Tobias Gröber, Head of ISPO Group: „Wir verstehen Outdoor nicht als Definition eines Sektors, vielmehr als ein Mindset, das wir alle gemeinsam erschaffen: Marken, Händler, Konsumenten und Medien.” Um hier Erfolg zu haben, brauche man eine offene Denkweise und clevere Ideen. 

Dafür habe man ein Leitkonzept mit 4 Grundsäulen entwickelt:

  1. Finding new relationships
    Die Rollen und Aufgaben von Brands, Retailern und Konsumenten verändern sich. Auch neue Player aus anderen Branchen (z.B. der IT/Technologie Bereich) gewinnen an Wichtigkeit, sowohl im Handel als auch in Kommunikation und Produkten.
     
  2. Become a thought leader
    Outdoor hat wie nur wenige Branchen, die Glaubwürdigkeit und Expertise, um über viele gesellschaftliche Themen zu sprechen und kann Lösungen zu vielen Problemen unserer Zeit liefern. Die neue OutDoor Plattform will daher eine Bewegung starten, die die Menschen dazu inspiriert, ihr eigenes Outdoor zu finden. Um als Meinungsführer wahrgenommen zu werden, muss sich die Branche jedoch einen und geschlossener auftreten.
     
  3. Think and act through human-centric experiences
    Der Mensch im Zentrum. Und mehr. Die Erfahrung des Menschen ist das höchste Gut unserer Zeit und das wichtigste Produkt, das Outdoor zu bieten hat. Künftig sollen die Erfahrungen der Menschen stets im Zentrum der Überlegung stehen.
  4. There’s a whole world
    Es geht um den Blick über den Tellerrand. Jeder Konsument hat nur ein Budget. Wenn die gesamte Branche wachsen will, muss auch der Kuchen größer werden. Dazu können neue Anteile des Konsumenten-Budgets oder neue Zielgruppen und Märkte erschlossen werden.
Tobias Gröber, Head of ISPO Group
Tobias Gröber, Head of ISPO Group

Online Consumer Platform und OutDays

Markus Hefter, Exhibition Group Director OutDoor by ISPO und ISPO Munich zeigt, wie die konkrete Umsetzung am Münchner Messe-Standort aussehen soll. Auch er betont, dass es nicht nur um eine Messe geht: „Wir sind hoch motiviert, die neue Plattform mit allen Beteiligten zu entwickeln. Marke, Handel und Verbraucher. 365 Tage, online und offline.”

Für die bestmögliche Umsetzung dieser Strategie ist eine Online Consumer Platform, die einen Dialog zum Endkunden aufbaut, geplant. Hier wird der auf der Fachmesse geformte Mindset zum Konsumenten transportiert und die Begehrlichkeit von einem gemeinsamen Outdoor-Verständnis gesteigert. Mit den OutDays München wird der Spirit der Fachbesuchermesse für Endkunden in die Stadt getragen.

Dabei werden die Fachhandelsgeschäfte zur Bühne, unter anderem für Events, Movie Nights oder Meet-and-Greet-Veranstaltungen mit Athleten. Händler präsentieren zudem die Innovationen der Outdoorbranche dem Endkunden.

Markus Hefter, Exhibition Group Director OutDoor by ISPO und ISPO Munich
Markus Hefter, Exhibition Group Director OutDoor by ISPO und ISPO Munich

OutDoor by ISPO im Osten der Messe München

Auch deshalb wird die OutDoor by ISPO im Osten der Messe München stattfinden. So kann die neue multifunktionelle Halle C6 und das Außenareal, im Rahmen der OutDays, für Endkunden und Retailer genutzt werden. Zudem ist ein Camping-Areal an die Ausstellerfläche angeschlossen.

Hefter kalkuliert derzeit mit sechs Hallen Ausstellungsfläche, das sei aber flexibel anpassbar und grundsätzlich in drei Bereiche aufgeteilt:

Core OutDoor: Die ursprünglichen Pioniere der Outdoor-Show.

OutDoor Plus: Verwandte Segmente zum Portfolio

Cross-Industry: Aussteller aus anderen Branchen – zur Inspiration und zum Matchmaking und für weitere Mehrwerte für den Handel.



Fokus der Outdoorbranche liegt auf Endkonsument

EOG-Generalsekretär Mark Held gibt abschließend für OutDoor by ISPO ein vierfaches Versprechen ab:

  • Klassische Outdoorthemen werden das Zentrum der neuen Plattform sein, neue inspirierende Segmente werden das Konzept bereichern.
  • Die gesamte Branche ist an der Weiterentwicklung der Outdoor-Branche beteiligt. Jede Marke – von der kleinsten bis zur größten – wird ein Teil dieser Outdoor-Bewegung sein.
  • Die OutDoor by ISPO soll mit Hilfe von Events und einer großartigen Location eine authentische Atmosphäre schaffen und Händler sowie Endkunden miteinbeziehen.
  • Der Fokus liegt auf dem Konsumenten und seinen Outdoor-Erfahrungen, -Erlebnissen und -Entdeckungen.
Claudia Klingelhöfer
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