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Abenteurer sind für Konsumenten nahbare Botschafter eines anschlussfähigen Outdoor Lifestyles

Alles echt – wie Abenteurer zu echten Menschen werden. Und andere inspirieren

Waren Berufsabenteurer früher unnahbare Draufgänger, werden sie im digitalen Zeitalter immer zugänglicher. In Social-Media-Channels präsentieren sie ihr echtes Leben, und professionelle Outdoor Filme zeigen die menschliche Seite des Abenteuers. Das inspiriert die Kunden und hilft der Branche. 

Echte Abenteuer aus Point of View-Blickwinkeln bringen Erlebnisse auf die Screens – und stecken an mit dem Outdoor-Spirit.
Echte Abenteuer aus Point of View-Blickwinkeln bringen Erlebnisse auf die Screens – und stecken an mit dem Outdoor-Spirit.

„Ein Teil des Reizes, wenn ich Steilwänden erklimme, ist es, in dieser coolen Position zu sein, in der man von all dieser Luft umgeben ist und in der außer einem selbst bisher kaum ein Mensch gestanden hat“, erzählt Alex Honnold in einem Video auf seiner Webseite, während man ihn im Yosemite Park eine 1.000 Meter hohe Steilwand mit bloßen Händen erklimmen sieht. Seine Stimme ist entspannt. Frech ergänzt er: „Wenn ich diese Position nicht schätzen würde, warum sollte ich dann dort hinaufklettern.“

Alex hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Der Free-Solo-Spezialist lebt seinen Traum von extremem Outdoor Sport in den USA und hat seine Wohnung für ein Leben im Bus, für ein Leben in der Natur eingetauscht. Das Video ist aber auch ein Werbeclip. Squarespace, ein Anbieter von leicht editierbaren Website-Lösungen, wird zum Ende des Clips zum Thema. „Ich bin Alex Hannold, und das ist mein Squarespace.“

So mündet Alex’ Geschichte auf die Marke. Sie sammelt die Klicks für das Video auf dem eigenen Youtube-Channel. Alex finanziert seinen Outdoor Lifestyle damit gegen. Fairer Tausch. Er selbst, seine Haltung und sein Lebensmodell, gepaart mit der Echtheit und Unmittelbarkeit, in der er seine Geschichte erzählt, sind sein Produkt.

Die Botschafter der Branche

Alex ist in guter Gesellschaft, in den sozialen Netzwerken tummeln sich die Channels der Outdoor-Jünger, zeigen in Foto-Streams oder Point-of-View-Videos mit Helm und Brustkamera ihre sportlichen Leistungen umgeben von den schönsten, wildesten oder rausten Landschaften.

Nicht alle suchen das Extrem. Mit den Outdoorern kann gelacht und gestaunt, geschwitzt und gelitten werden. Ihre Geschichten sind nicht geskriptet. Es gibt keine Schauspieler. Selbst das Scheitern von Plänen ist eine unerwartete Bereicherung für die Kurzgeschichten und den Zuschauer. Die Kamera behandeln sie wie einen Freund, sind ungezwungen, wirken professionell, aber nicht überproduziert wie so manche Outdoor-Werbeproduktion.

Und genau das gibt dem Betrachter das Gefühl, die gezeigten Aktivitäten selbst mitzuerleben. Egal, ob auf dem Smartphone, auf der Couch am Smart TV oder in der Mittagspause am Rechner – die Abenteurer im Netz vermitteln Freiheitsgefühl, geben einen authentischen Zugang zum Draußen-Sport und inspirieren jedermann dazu, im great Outdoor ihre eigenen Abenteuer zu suchen.

Echte Erlebnisse sind der heilige Gral der Gattungskommunikation

Für Hersteller und Retailer sind diese Fenster in unterschiedlichste Outdoor Lebensentwürfe ein wertvolles Geschenk. Die einzelnen Typen sind eigentlich ganz normale Menschen – keine Models oder Stars. Und es geht auch nicht um sie als Person. Sie stehen für etwas, eine Vision, eine Einstellung und verkörpern diese – ohne sie zu verkaufen.

Genau so stecken sie den Betrachter an. Begeistern vielleicht nicht jeden dazu, ungesichert eine Felswand hochzuklettern. Aber dazu, rauszugehen – in die Natur zum Wandern oder in die Boulderhalle nebenan. Sie betreiben erfolgreiche Gattungskommunikation.

In einer Zeit, in der die Einschaltquoten im TV rückläufig und Werbebudgets beschränkt sind, sucht die Outdoor Branche nach neuen Kanälen und dem Zugang zu potenziellen Konsumenten. Diese gewinnt man aber nicht durch kompetitive Produktkommunikation. Markenerlebnisse begeistern Menschen für den Draußensport. Und authentische Botschafter tragen sie ins Bewusstsein der Konsumenten.

Fazit

Authentische Abenteurer tun der Outdoor-Branche gut. Sie machen Outdoor-Erlebnisse nahbar und ansteckend. Sie leben die menschliche Seite der Branche vor und zeigen, wie auch Marken und Retailer in Zukunft kommunizieren sollten. Für sie ist es an der Zeit, sich dieser großen Aufgabe anzunehmen.

Es liegt an der Branche, dieses Gefühl über den gesamten Outdoor Begriff zu spannen. Das Ziel muss lauten, gemeinsam einen intensiven gesellschaftlichen Berührungspunkt für das Lebensgefühl Outdoor zu schaffen, der begeistert. Nicht durch den kommunikativen Wettstreit um Produktinnovationen, sondern durch vorgelebte emotionale Botschaften.

Nur so entsteht die Relevanz, die es heute braucht, um im Freizeitmarkt eine Rolle zu spielen. So prägen sie ein Bewusstsein darüber, was es bedeutet, draußen zu sein.

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