Zwischenbilanz im Fünf-Länder-Verbund zeigt nach oben

Outdoor und Wintersport bescheren Intersport ein positives Wachstum

Auf der OutDoor by ISPO hat Intersport die ersten Geschäftszahlen für das Jahr 2019 vorgelegt und durfte sich dabei sehr über ein starkes Umsatzplus freuen.

Intersport Pressekonferenz - OutDoor by ISPO 2019
Intersport freut sich über positives Wachstum

Gute Laune bei Intersport. Anlässlich der OutDoor by ISPO berichtete die Heilbronner Verbundgruppe von einem erfreulichen Jahresverlauf 2019. „Das positive Umsatzergebnis zeigt, dass unsere Händler im umkämpften Sportmarkt auf die richtigen Themen setzen“, sagt Intersport-Vorstand Frank Geisler. „Mit diesem Rückenwind können wir die Veränderung zu einer kundenzentrierten Händlerorganisation weiter vorantreiben.“

Der Verbund baue in Heilbronn und Wels sein Serviceangebot für die Händler sukzessive aus und sei im Juni erfolgreich mit dem neuen Category-Management-Ansatz gestartet

Intersport Pressekonferenz - OutDoor by ISPO 2019
Mathias Boenke (links) sieht den Outdoor-Markt nicht als „neues Zugpferd, sondern eher als Besinnung auf die alte Stärke."

Die Wachstumstreiber

Zum Stichtag Ende Mai 2019 legt der Umsatz im Fünf-Länder-Verbund um fünf Prozent zu. Maßgeblichen Anteil daran haben die Erlebnisbereiche

  • Wintersport (+11 %),
  • Outdoor (+6 %),
  • Running (+8 %)
  • und Fitness (+8 %).

Weniger gut haben die Segmente

  • Baden/Wassersport (-16 %)
  • und Teamsport (-7 %)

abgeschnitten. Hier macht sich der ausbleibende Sondereffekt im Vergleich zur Fußballweltmeisterschaft 2018 bemerkbar. 

Neuer Fokus auf den Outdoor-Bereich

Nach dem aktuellen Branchen-Report Outdoor verzeichnet der Gesamtmarkt Outdoor von 2010 bis 2018 ein Plus von 5,1 Prozent und bleibt auch für die kommenden Jahre ein Wachstumsfeld. Erste Ergebnisse aus dem neuen Intersport-Sportreport 2019 unterstützen diese Aussage.

Intersport-Vorstand Mathias Boenke sieht den Outdoor-Markt jedoch nicht als „neues Zugpferd, sondern eher als Besinnung auf die alte Stärke.“ Laut Umfragen wollen immer mehr Menschen ihre Freizeit Outdoor erleben.

So geben 93 Prozent der Eltern an, etwas mit der Familie draußen unternehmen zu wollen und auch bei der Zielgruppe der 20- bis 28-Jährigen wächst die Leidenschaft für das Thema Outdoor. Kein Wunder also das Intersport seinen Fokus auf den Outdoor-Bereich richtet.  

Mehr Sportkompetenz dank neuer Shopformate

Deshalb werde man sich im Rahmen der Strategie „Best in Sports“ künftig noch stärker darauf konzentrieren, die Umsatzpotenziale der großen Erlebnisbereiche zu heben, verdeutlicht Mathias Boenke: „Wir werden unsere Händler ganz intensiv dabei unterstützen, dass sie sich in ausgewählten Shopformaten fokussieren und mit ihrer ausgewiesenen Sportkompetenz positionieren können.“

Dazu arbeitet Intersport gemeinsam mit den Händlern bereits an umfangreichen Flächenkonzepten inklusive 360-Grad-Kampagnen in der Kundenansprache. So ist beispielsweise für Anfang 2020 erstmals für den deutschen Markt ein TV-Spot geplant. Außerdem wird es weitere Veranstaltungen, wie das Gipfeltreffen in Österreich geben, bei denen Kunden vor Ort Material und Ausrüstung im Rahmen eines Wanderevents testen können. Ebenso will man weiter die Stärken der einzelnen Marken herausstellen. Die Exklusivmarke McKinley sorgt dabei für Vorteile und wird viele neue Produkte erhalten.

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„Die Kunden sind mit der Natur verbunden und möchten deshalb ökologisch nachhaltige Produkte.“ - Frank Geisler

Nachhaltigkeit rückt weiter in den Fokus

Auch das Thema Nachhaltigkeit rückt langsam in den Fokus. So weiß Intersport-Vorstand Geisler, dass besonders die jüngeren Kunden auf Nachhaltigkeit achten. „Die Kunden sind mit der Natur verbunden und möchten deshalb ökologisch nachhaltige Produkte.“

Das belegen auch die Zahlen. So konnte die Marke Ortovox ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Das liegt laut Geisler auch daran, dass Ortovox eine junge, dynamische und innovative Marke ist, die auf Nachhaltigkeit setzt. Ebenfalls nachhaltig sind auch die Pläne mit den immer populärer werdenden E-Scootern. Intersport will sich jedoch keinen Preiskampf liefern, sondern setzt, laut Geisler, eher auf Sicherheit und Qualität. Ob die E-Scooter das erwartete Gesamtjahresplus von drei Prozent noch weiter steigern können, bleibt jedoch abzuwarten. 

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