Autor:
Astrid Schlüchter

SUP-Guide: Inflatable SUP-Board oder Hardboard; Touring oder Allround-Brett?

Stand Up Paddling – welches SUP-Board soll ich kaufen?

SUP oder Stand Up Paddeln bietet für jeden etwas: Egal, ob am Meer, am Fluss oder am See – ob Ausdauertraining, Entspannung oder Action, die Spielarten sind vielfältig. Wer sich ein SUP zulegen möchte, steht jedoch erstmal vor der Frage Inflatable oder Hardboard? Und sollte es ein Touring oder ein Allroundbrett sein? Diese zwei Fragen klären wir im ersten Teil unseres SUP-Guides.

Mit dem Fanatic Fly-Air-Board paddelt es sich auch vor schöner Kulisse ruhig.
Mit dem Fanatic Fly-Air-Board paddelt es sich auch vor schöner Kulisse ruhig.

Das SUPen hat in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Kein Wunder, schließlich bringt das entspannte Gefühl, auf dem Brett über das Wasser zu gleiten, ebenso Spaß für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Denn, der Sport ist leicht zu lernen, die meisten Seen und Flüsse liegen direkt vor der Haustür und das SUPen stärkt die Fitness. Die Varianten des Stand Up Paddelns sind in jedem Fall extrem vielseitig. Doch, welches Brett eignet sich am Ende für die einzelnen Kategorien? Das erklären wir hier in Teil 1 des ISPO.com SUP-Guides. (Teil 2 stellt die wichtigsten 7 Boardklassen vor).

Grundlegende Entscheidung - Hardboard oder reisefähiges Inflatable Board?

Bevor man sich für sein persönliches Lieblings-Board entscheidet, sollte man sich sicher sein, ob man ein aufblasbares oder ein Hardboard bevorzugt. Freizeitpaddler wählen überwiegend Inflatable Boards, da diese leichter transportiert werden können und gegenüber Hardboards stabiler im Wasser liegen, so lassen sich vor allem für Unerfahrene schneller Erfolge verzeichnen. Inflatable Boards sind der Inbegriff von easy Paddling. Sie überzeugen durch ihr leichtes Gewicht und ihre Robustheit gegenüber Stein und Fels. Zudem ist bei einem Sturz meist die Verletzungsgefahr geringer.

Bei Starboard z.B. geht die Nachfrage deutlich in Richtung Inflatables. Der Vorteil in puncto Handling, Transport und Verstauen liege laut Hersteller deutlich auf der Hand, da die Boards in einen komfortablen Rucksack passen, der von Starboard verfügt sogar über Rollen. Auch Fanatic sieht in diesem Bereich den größten Zuwachs. Dazu Karin Gertenbach, Marketingleiterin von Fanatic: „Im SUP-Bereich sind nach wie vor die aufblasbaren Boards voll im Trend, vor allem aus dem Touring- und Allroundbereich, wie z.B. die Modelle Fly Air und Ray Air. Die gibt es dann je nach Können in verschiedenen Technologien und Preisklassen.“ Parallel dazu steigt die Nachfrage nach qualitativen, leichten Paddeln, die in der Länge verstellbar sind und somit von der ganzen Familie genutzt werden können.

Einsteiger können auch mit einem Hardboard viel Spaß haben

Ein Hardboard eignet sich vor allem dann, wenn man einen direkten Lagerplatz am See, Fluss oder Meer besitzt und das Board nicht transportieren muss. Gutes Fahrgefühl und Stabilität im Wasser bringt ein SUP Hardboard mit sich. Feste SUP-Boards bestehen gerne aus Holz oder High-Tech-Materialien, wie Karbon, Polyester, Epoxid oder Polyethylen. Da aufblasbare SUP-Boards gerne Anfängern empfohlen werden, scheuen sich viele vor dem Kauf eines Hardboards, da das oft als Profi-Equipment verschrien ist.

Dennoch können Einsteiger auch mit einem Hardboard viel Spaß haben, das die Bretter für extrem gute Dreheigenschaften und Grip im Turn auf der Welle (wer sich beim SUP-Surfen austoben möchte) bekannt sind, direktes Fahrgefühl versprechen und kleinere Schäden leichter repariert werden können. Für ein Luftboard sind die Top-Produkte der Inflatables enorm steif, jedoch gelangen sie niemals an die Steifigkeit eines Hardboards heran, ganz klar, dass sich dies dann auch im Fahrgefühl bemerkbar macht.

Preisrange Inflatables oder Hardboards: zwischen 900 und 1400 Euro

Nash Quest Softtop 11.2 (Hardboard Allrounder) ca. 1.249 Euro; BIC 11.6 Ace-Tec Soft (Softtop-Hardboard für Familien) ca. 1.049 Euro;  Starboard Serenity Drive iSUP (spezielles Damenboard) ca. 1.179 Euro; Indiana Touring iSUP Board (Komplettset mit Rucksack, Pumpe) ca. 1.249 Euro.

Touring- oder Allrounder-Board?

Während Touring Boards für Geschwindigkeit auf dem Wasser sorgen, ist die Allround-Variante auch für Anfänger und den universellen Gebrauch geeignet. Touring-Boards sind lange, spitz zulaufende Boards, die mit einem guten Geradeauslauf überzeugen und deswegen ideal für Seen und langsames Fließgewässer sind.

Ein Allrounder ist das typische SUP-Board für Einsteiger. Unschwer am Namen zu erkennen, sind diese SUPs für verschiedene Einsatzgebiete geeignet. Die Bretter sind eher bauchig geformt und oft mit drei Finnen ausgestattet, deswegen auch stabiler und drehfreudiger. Das Heck ist breiter als bei den anderen Klassen, oft gerundet und manchmal leicht abgeschnitten. Die weichen Kanten und die gerundete Form verleihen den Allroundern sehr ausgeglichene Fahreigenschaften und machen diese zu idealen SUP-Boards für Anfänger.

Preisrange Touring- und Allroundboards

In der Regel starten die Boards bei ca. 700 bis 1.400 Euro. Wer ein günstiges Einstiegs-SUP-Board sucht, sollte nach gebrauchten Brettern Ausschau halten, anstelle von billigen Discounter-Angeboten. Starboard Touring Zen iSUP ca. 1.149 Euro; Fanatic SUP Board Diamond Air ca. 900 Euro.

Autor:
Astrid Schlüchter
Kommentare




Wassersport
Storys, News, Ratgeber und Hintergründe aus der Welt des Wassersports lesen Sie hier.