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Dinge, die du über den Trendsport Padel auf der ISPO Munich wissen musst

LISTICLE | 21.11.2022
Autor:
Martina Wengenmeir

Padel vereint das Beste aus Tennis und Squash: Es erfordert taktisches Spielen, bietet aber mehr „Action“ und ist noch dazu schnell zu lernen. Auf der ISPO Munich 2022 gibt es den Trend-Sport zum Anfassen. Was du schon immer über Padel wissen wolltest und warum du im Padel Village in Halle C1 vorbeischauen solltest, erfährst du hier.

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Padel: So wird gespielt

Padel wird im Wettkampf nur als Doppel – zwei gegen zwei – gespielt, zu Trainingszwecken auch als Eins gegen Eins. Der Padel-Court ist ein rechteckiges Spielfeld von zehn Metern Breite und 20 Metern Länge, meist mit einem Bodenbelag aus Kunstrasen. Wie beim Tennis teilt ein Netz das Feld auf halber Längsseite in zwei Spielhälften. Wie beim Squash ist der Platz an allen Seiten von drei bis vier Meter hohen Wänden umgeben, die in den Ballwechsel einbezogen werden dürfen.

Das Spiel beginnt mit einem Aufschlag „von unten“. Der Ball darf maximal einmal auf dem Boden aufsetzen. Volleys sind natürlich erlaubt, jedoch kann der Ball nach dem Aufsetzen im Spielfeld auch an eine oder mehrere Seitenwände prallen gelassen und anschließend weitergespielt werden. So kommt es oft zu langen und spannenden Ballwechseln, die für großen Spielspaß sorgen. Langweilige Grundlinien-Duelle sieht man beim Padel kaum, dagegen Serves und Volleys, Lobs, Smashes und spektakuläre Ballwechsel.

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Spielgeräte

Spielgeräte sind beim Padel wie bei Tennis oder Squash Bälle und Schläger. Diese unterschieden sich jedoch etwas. Rein optisch sehen die Bälle zwar aus wie Tennisbälle. Ihr Innendruck ist aber etwas geringer, um ein zu hohes Abspringen des Balles zu vermeiden. Bei den Schlägern sieht man den Unterschied direkt: Der Padel-Schläger ist im Vergleich zu einem Tennis- oder Squashschläger nicht mit Saiten bespannt, sondern besitzt eine solide Schlagfläche. Diese hat einen Kern aus geringfügig elastischem Schaumstoff-Gummi-Gemisch, das mit einer Kunststoffschicht überzogen ist. Sein paddelartiges Aussehen verleiht der Sportart ihren Namen.

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Von Lateinamerika nach Europa

Padel ist eine noch junge Sportart, die in Mexiko erfunden wurde. Dort entstand im Jahre 1965 in Acapulco der erste Padelplatz durch Don Enrique Corcuera.

Weil ihm der Platz fehlte, soll Corcuera mit genau der Hälfte eines Tennis-Doppelfeldes eine verkleinerte Version gebaut haben, die genau auf sein Anwesen passte. Wegen des kleineren Spielfelds nahm er zudem einige Änderungen an den Spielregeln vor und begeisterte mit seiner neuen Sportart Freunde und Bekannte.

In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas hat sich Padel bereits zu einem äußerst beliebten Breiten- und Wettkampfsport etabliert. Von Südamerika aus startete Padel seinen Siegeszug nach Europa. Zuerst nach Spanien und Portugal, dann nach Italien, Frankreich und Schweden. Auch in den Niederlanden und Belgien boomt Padel.

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Fans und Padel-Boom

Padel ist seit einiger Zeit die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. In Spanien ist Padel nach Fußball mittlerweile die zweitgrößte Sportart. Padel-Courts findet man dort sowohl in den zahlreichen kommunalen Multi-Sportanlagen, als auch in öffentlich betriebenen Sportzentren mit teilweise über 25 Padel-Plätzen. Auch viele Tennisvereine und Hotelanlagen haben die Attraktivität der Sportart längst erkannt und ihr Sportangebot um Padel erweitert. Allein in Spanien gibt es mehr als fünf Millionen Spieler.

Zu den wohl prominentesten Padel-Fans gehört übrigens der Coach des Liverpool Football Clubs, Jürgen Klopp. Zum ersten Mal vor wenigen Jahren mit Padel in Berührung gekommen und komplett begeistert, veranlasste er umgehend die Einrichtung zweier Courts auf dem Trainingsgelände seines Vereins.

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Interessante Investitionschancen

Mit Padelplätzen kann ein kommerzieller Tennis-Standort seinen Umsatz festigen und sehr wahrscheinlich auch deutlich erhöhen, denn es passen mindestens zwei Plätze auf die Fläche eines Tennisplatzes. Gleiches gilt auch für die Zahl der Mitglieder in einem Tennis-Club. Normalerweise spielt man Tennis zu zweit. Padel dagegen wird ausschließlich zu viert gespielt. Nach dem Umbau von einem Tennisplatz in zwei bzw. manchmal sogar drei Padel-Plätze spielen nun auf der gleichen Fläche nicht zwei Personen Tennis, sondern 8 bis 12 Personen Padel. So lässt sich schnell ein deutlich größerer Umsatz generieren. Zusätzlich werden Padel-Plätze üblicherweise mit Flutlicht ausgestattet, was zu längeren Spielzeiten in den Abendstunden führt.

Die Einnahmequellen eines Padel-Platzes sind die gleichen wie beim Tennis: Platzmiete, Kurse, Turniere, Materialverkauf und Sponsoren. Da aber die Außenflächen des Padel-Courts zusätzlich als Werbeflächen vermietet werden können, stehen mehr Werbeflächen zur Verfügung. Sponsoren finden sich ja leichter, wenn ihre Werbung sichtbar ist.

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Selbst auf dem Padel Court auf der ISPO Munich

Für alle, die jetzt neugierig sind, bietet sich auf der ISPO Munich die Möglichkeit selbst zum Padel-Schläger zu greifen. Im ISPO Padel Village in Halle C1 kommt man außerdem durch spannende Showmatches hautnah in Kontakt. 

In einem besonderen Areal mit Original Padel Courts der World Padel Tour wird mit Johannes Linderer und Matthias Wunner das beste Padel-Spielerpaar der deutschen Padel-Liga an allen drei Messetagen vor Ort sein. Mit Godo Díaz als internationaler Spieler und Uri Botello als Ex-Profi sind zwei weitere Padel-Größen da, um Einblicke zu geben. Der Court steht auch für Besucher offen und wer will, kann Padel einfach ausprobieren.

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Innovationen und Vorträge

Um den Court herum präsentieren 19 Herstellermarken (Schläger, Equipment, Textilien, Court-Bauer) außerdem ihre Neuheiten. Der Cluster Internacional Padel und der spanische Sportartikelherstellerverband stehen in der ISPO Padel Lounge zur Verfügung, um Interessenten Auskunft über den Padelmarkt und die mit ihm verbundenen Geschäftsmöglichkeiten zu geben. Am Dienstag, 29.11. finden dazu ab 12 Uhr Impulsvorträge mit spannenden Insights zu Padel als Sportart statt. Danach sind ab 13 Uhr weitere Fachvorträge in der Lounge geplant. Von 13:30 bis 15 Uhr findet für alle Neugierigen ein Cocktail-Networking statt.

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Martina Wengenmeir