Claudia Klingelhöfer
Autor:
Claudia Klingelhöfer (Chefredakteurin)

Vom Flüchtling zur Olympia-Athletin, UNHCR-Botschafterin und ins UA-Athleten-Team

Geflüchtete Syrerin Yusra Mardini schwimmt für Under Armour

Under Armour hat in Berlin Yusra Mardini als neue Athletin des internationalen Athleten-Teams vorgestellt. Die 19-Jährige Schwimmerin war 2015 aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. 2016 schwamm sie in Rio im Refugee Olympic Team. Yusra Mardini ist zudem UN-Sonderbotschafterin.

Geflüchtete Schwimmerin Yusra Mardini
Yusra Mardini überlebte ihre Flucht nach Deutschland auch, weil sie so gut schwimmen konnte

Under Armour von Mardini beeindruckt

Sie sei sehr stolz, im Under Armour Athleten-Team zu sein, sagte Mardini: „Alle Menschen sollen ihre Träume leben. Doch manche haben diese durch die große Not schon vergessen." Sie wolle diesen Menschen wieder Mut machen, ihre Träume eines Tages zu verwirklichen.

Ihre Flucht aus Syrien nach Deutschland überlebte Mardini nur, weil sie so gut schwimmen konnte. 2016 startete die 19-Jährige bei den Olympischen Spielen, als eine von zehn Flüchtlingen im Refugee Olympic Team. Seit April 2017 ist Yusra Mardini die jüngste UN-Sonderbotschafterin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

Chris Bate, Managing Director Europe bei Under Armour sagte, UA sei sehr beeindruckt von Yusra Mardinis Lebensleistung und Willenskraft sowohl als Mensch als auch als Athletin: „Die Art und Weise, wie sie mit den großen Herausforderungen des Lebens umgegangen ist und welche Stärke sie bereits vielfach in unterschiedlichen Bereichen unter Beweis gestellt hat, ist einzigartig.“

Geflüchtete Schwimmerin unter einflussreichsten Teenagern

Offiziell ist es die Strategie von Under Armour seine Athleten nicht nur nach sportlichen Leistungen, sondern auch nach ihren Geschichten auszusuchen. Ihr Lebensweg führte Mardini aber nicht nur zu Under Armour, sondern auch auf die Liste der 30 einflussreichsten Teenager des Time-Magazins. Für die Zeitschrift People gehört sie zu 25 Frauen, die die Welt verändern.

Mardini wurde 1998 in Syrien geboren und erlebte dort bis zum Beginn des Bürgerkriegs 2011 eine normale Kindheit. Als die Schwimmhalle, in der sie trainierte, durch eine Bombe zerstört wurde, entschloss sie sich, zu fliehen. Zusammen mit ihrer Schwester gelang ihr die Flucht bis nach Berlin. Über die Geschichte der Beiden wird im Mai 2018 ein Buch erscheinen, zudem wird ihr Lebensweg verfilmt.  

Claudia Klingelhöfer
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Claudia Klingelhöfer (Chefredakteurin)
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