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Mobility: Die 7 besten Apps für E-Scooter und Elektro-Roller

LISTICLE | 30.06.2021
E-Scooter_Header

Mit E-Antrieb lautlos durch die City surren. Das war 2019 der ganz große Hype (und der ganz große Aufreger), als die E-Scooter auch in Deutschland starteten. Eine Flut von solchen Elektro-Tretrollern auf Gehsteigen und Radwegen – viele befürchteten das große Chaos in unseren Städten. Mittlerweile hat sich der Wirbel gelegt. Jede Menge Nutzer stehen auf die Roller – und stehen auf den Rollern – die sich als praktische Alternative für die vielzitierte letzte Meile etabliert haben. Und wenn die Strecke etwas länger ist, lohnen sich echte, Vespa-artige E-Roller zum Draufsetzen. ISPO.com sorgt für Übersicht in Sachen Bolt, Volt und Voi. Wir präsentieren die sieben spannendsten und die bestbewerteten Apps für E-Scooter und Elektro-Roller in den deutschen App Stores.

1

Lime

(iOS 4,9 Sterne, Google 4,8 Sterne):

Die Kalifornier geben weltweit Gas (bzw. Strom) und wurden vom US-Magazin Time gerade zu einer der 100 einflussreichsten Firmen der Welt gekürt. In Deutschland verleiht der Marktführer Fahrräder, E-Scooter und Elektro-Roller, das Angebot ist also groß. Die grün-weißen Flitzer sind in 16 deutschen Städten präsent, von Köln bis München, von Berlin bis Stuttgart. Die Lime-Scooter gelten als recht robust, sind mit einem Euro Leihgebühr und einem Minutenpreis von 20 bis 25 Cent aber auch eher teuer. Die Rückgabe ist etwas umständlich: Der Nutzer muss seinen geparkten Scooter fotografieren und das Foto per App hochladen.

2

Bird

(iOS 4,8 Sterne, Google 4,8 Sterne):

Noch ein US-Startup mit großen Plänen und großen Öko-Versprechen. Jeder der Scooter soll pro Jahr 680 Kilo CO2 einsparen. Und das klappt nicht nur in Metropolen. Mittlerweile flattern die E-Vögel auch durch mittelgroße deutsche Städte wie Erfurt, Pforzheim, Regensburg oder Rostock. Und die Liste wird Monat für Monat länger. Die Bird-Roller gelten als besonders flink. Im Test von Chip haben sie es am schnellsten durch das Auf und Ab in der Münchner Innenstadt geschafft. Die Federung ist dabei aber auch „sportlich“ hart. Ob das die Bandscheiben verkraften? Am besten selbst ausprobieren, für einen Euro Mietgebühr und ab 15 Cent pro Minute.

3

Bolt

(iOS 4,8 Sterne, Google 4,7 Sterne):

Das Startup aus Estland, das gerade in einer Finanzierungsrunde weitere 150 Millionen Euro eingesammelt hat, setzt ganz auf die Preis-Karte. „Schnelle und günstige Fahrten“, verspricht die Werbung. Und das stimmt zumindest zu Beginn der Deutschland-Offensive, die jetzt in neun Städten von München über Berlin bis Hamburg gestartet ist. Der Einführungspreis von fünf Cent pro Minute ohne Mietpauschale unterbietet alle Konkurrenten drastisch. „Wir denken, dass das ein Preis ist, zu dem wirklich jeder anfangen kann, unseren Service zu nutzen“, erklärt Bolt-Chef Markus Villig – der aber nicht verrät, wie lange die Esten den mutmaßlich gar nicht rentablen Kampfpreis durchhalten wollen. 15.000 Scooter stehen zunächst parat. Langfristig will Bolt, das bis 2019 Taxify hieß, Europas größter Anbieter für Mikromobilität werden.



4

Voi

(iOS 4,8 Sterne, Google 4,6 Sterne):

Auch wenn die Stehroller der Schweden in Orange daherkommen, setzt Voi ganz auf die Öko-Karte. Sie werben für „Die grüne Art der Fortbewegung“ und versprechen lautloses Fahren auf „Magic Wheels“. Ganz so magisch sind die Räder dann aber doch nicht. Denn es gibt Kritik am kippeligen Fahrverhalten und an zu schwachen Bremsen. Aber das ist bauartbedingt bei der Konkurrenz meist auch nicht besser. Voi-Scooter sausen durch elf deutsche Städte zwischen Augsburg und Lübeck. Die Preise liegen mit einem Euro Grundgebühr und mit 15 Cent bis 19 Cent pro Minute im guten Durchschnitt. Mit Tages- oder Monatspass wird’s günstiger. Es gibt sogar ein 360-Euro-Jahresabo: Rollern für einen Euro am Tag.

5

Circ

(iOS 4,6 Sterne, Google 4,5 Sterne):

Das Startup aus Berlin konzentriert sich derzeit noch auf große deutsche Städte wie München, Frankfurt, Köln, Hamburg und die heimische Hauptstadt. Die Minutenpreise liegen mit 15 bis 20 Cent im üblichen Rahmen. Allerdings gibt es Pakete, mit denen die Kosten deutlich sinken. Statt 12 Euro für eine Stunde zu bezahlen, sind es mit der Ein-Stunden-Pauschale nur sechs Euro. Im Test von Chip liegt der Circ-Roller bei Sicherheit, Fahrverhalten, Ausstattung und damit auch in der Gesamtwertung auf Platz 1. Dabei gilt wie für alle Anbieter, dass die Nutzung mit der Zeit durchaus ins Geld gehen kann. Pendler, die täglich zwischen Haltestelle und Büro rollern, zahlen gut und gerne 60 bis 80 Euro im Monat. Da lohnt sich schnell der Kauf eines eigenen E-Scooters. Billigmodelle ab etwa 400 Euro sind meist unsicher, der Warentestsieger Walberg The Urban #BRLN V3 kostet rund 900 Euro.

6

Tier

(iOS 4,7 Sterne, Google 4,1 Sterne):

Wer ganz bewusst „Rollern Made in Germany“ unterstützen will, liegt beim Berliner Startup Tier ebenso richtig wie bei Circ. Über 50 deutsche Städte stehen bereits auf der Liste – darunter auch sonst nicht allzu üppig versorgte Orte wie Reutlingen, Fürth, Kaiserslautern oder Gütersloh. Damit sind die Chancen besser als bei den meisten Konkurrenten, unterwegs spontan auf einen Tier-Scooter springen zu können. Die Preise liegen mit einem Euro Grundgebühr und 15 bis 19 Cent pro Minute im gewohnten Bereich. Allerdings sind die Roller, die ehemalige Manager von Lieferando und Rebuy auf die Straße bringen, teilweise besonders gut ausgestattet, mit Smartphone-Ladeanschluss und Tacho. Wobei: Mit maximal erlaubten Tempo 20 ist der Blick auf den Tacho wie bei allen E-Scootern eher deprimierend. Aber es fühlt sich viel schneller an.

7

Emmy

(iOS 3,3 Sterne, Google 3,9 Sterne):

Wem der E-Scooter zu wackelig ist, der flitzt mit den Elektro-Rollern von Emmy deutlich schneller, weiter und sicherer durch Wien, München, Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Maximal ist Tempo 45 drin. Und die Roller im Look der kultigen DDR-Schwalbe mit lustigen Namen wie Franzl, Toni oder Resi schaffen Strecken von 80 bis 100 Kilometer. Der Trip muss allerdings wieder zurück ins Zentrum führen, denn nur dort dürfen die Spree-Vespas der Berliner Firma abgestellt werden. Wer mitfahren will, braucht einen Auto-Führerschein oder einen Motorrad-Führerschein der Klasse A – die für die Anmeldung mit einem Foto in der App verifiziert werden müssen. Ein Helm ist Pflicht, ihn finden die Nutzer in einer Box am Heck der Roller. Die Minute Fahren gibt’s für 19 bis 27 Cent. Aber auch das Parken zwischendurch kostet 13 Cent pro Minute. Wer länger unterwegs sein will, sollte nachrechnen, ob sich die 29 Euro Tagespauschale lohnen.

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