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7 Dinge, die du über Viskose wissen musst

LISTICLE | 16.08.2021
Stoff aus Viskose

Viskose gehört zu den beliebtesten Rohstoffen der Textilbranche. Sie ist weich wie Seide, aber wesentlich günstiger und unkomplizierter, besonders hautverträglich und darüber hinaus auch klimaregulierend. Eine Faser, wie geschaffen für Sportbekleidung und Outdoor-Textilien. Hier erfährst du alles über die Eigenschaften der sogenannten Kunstseide und warum es falsch ist, konventionelle Viskose als nachhaltig zu deklarieren, obwohl sie biologisch abbaubar ist.

Was ist Viskose?

Bei Viskose handelt es sich um eine chemisch hergestellte Faser aus dem natürlichen Stoff Zellulose. Viskose wird auch als "Rayon" bezeichnet und kommt in der Modeindustrie als Kunstseide zum Einsatz. Die Faser verschafft Komfort beim Tragen und sorgt für einen optischen Glanz bei Kleidung.

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Viskose ist ein halbsynthetischer Rohstoff

Viskose wird aus Zellulose gemacht, einem natürlichen und in Holz enthaltenen Rohstoff. In einem chemischen Verfahren wird sie aus Buchen- oder Fichtenholz, Eukalyptus oder Bambus gewonnen und anschließend unter hohem Druck in Faser-Form gepresst. Dieses Verfahren ist der Grund dafür, warum man von einem halbsynthetischen Rohstoff spricht: Viskose ist weder eine reine Naturfaser wie zum Beispiel Baumwolle oder Seide, noch eine Kunstfaser wie zum Beispiel Polyester.

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Darum ist die Kunstseide Viskose so pflegeleicht und vielseitig

Das Viskoseverfahren ermöglicht die Modifikation der Zellulose-Fasern in Länge, Stärke und Stabilität. Diese Anpassungsfähigkeit macht Viskose nicht nur super vielseitig und zum idealen Partner in Mischgeweben, sondern sorgt auch dafür, dass sie wesentlich pflegeleichter ist, als reine Naturfasern: Sie lässt sich einfacher waschen, muss kaum gebügelt werden und reibt sich nicht so schnell ab.

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Viskose absorbiert Feuchtigkeit

Weil Viskose auf dem natürlichen Rohstoff Zellulose basiert, hat sie ähnlich gute klimaregulierende Eigenschaften wie die Naturfasern Baumwolle oder Wolle. Sie ist sehr saugfähig und kann bis zu 400 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen. Dabei wirkt der Stoff nicht nass, sondern hat einen kühlenden Effekt. Ein Vorteil gegenüber reinen Naturfasern: Viskose trocknet super schnell und wird deshalb gerne für Reisehandtücher, vegane Sneakers oder Outdoor-Textilien verwendet.

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Die Zellulose-Fasern sind hautverträglicher als Kunstfasern

Bei der Herstellung von Viskose wird kein Erdöl verwendet und der Zellulose-Anbau kommt meistens ohne Pestizide aus. Das schlägt sich positiv auf die Hautverträglichkeit der Fasern nieder: Reine Viskose enthält kaum Schadstoffe und ist ideal für Allergiker geeignet.

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Viskose ist biologisch abbaubar

Für die Herstellung von Viskose wird der nachwachsende Rohstoff Zellulose verwendet. Er ist in verschiedenen Hölzern enthalten und ist auch noch nach dem Viskoseverfahren unverändert biologisch abbaubar. Damit schneidet Viskose in Umweltaspekten besser ab als vollsynthetische Stoffe.

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Trotzdem ist konventionelle Viskose nicht nachhaltig

Das Viskoseverfahren ist extrem energieaufwendig. Außerdem werden enorme chemische Umwandlungsprozess benötigt, um die Zellulose zu gewinnen. In flüssiger Form oder als giftige Dämpfe sorgen die Chemikalien für eine erhebliche Belastung der Herstellungsregionen. Die Folgen sind nicht nur umweltschädlich, sondern gefährden auch nachweislich die Gesundheit der Menschen in und um die Fabriken.

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So erkennst du nachhaltigere Viskose

Beim Kauf von Viskose gibt es mehrere Faktoren zu beachten: Den Ausgangsrohstoff, die Fertigung sowie die Verarbeitung. Bei der Viskose-Art „Modal“ wird die Zellulose beispielsweise vorwiegend aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen. Die Bezeichnungen „Lyocell“ oder „Tencel“ weisen auf eine eine umweltfreundlichere Fertigung aus Eukalyptus hin, bei der kein schadstoffhaltiges Abwasser in die Umwelt gelangt. Ebenfalls ohne chemische Zusätze entsteht „Lenpur“-Viskose. Das Besondere: Für diesen Stoff wird kein einziger Baum gefällt, weil die Zellulose ausschließlich aus dem Rückschnitt von Bäumen gewonnen wird.

Fazit: Ist Viskose gut?

Obwohl die Viskosefaser nicht so nachhaltig ist wie es scheint, hat es in Puncto Umweltfreundlichkeit Vorteile gegenüber anderen chemischen Fasern wie zum Beispiel Polyester. Die Vorteile von Viskose sind also:

  • Nachhaltiger als die meisten Chemiestoffe
  • Verschafft Komfort beim Tragen von mit Viskose hergestellter Kleidung
  • Sorgt für Glanz bei der Kleidung (optischer Effekt)
  • Atmungsaktiv und kühlend
  • Feuchtigkeitsregulierend

Hinsichtlich dieser Vorteile kann die Frage, ob Viskose gut ist, durchaus mit einem "ja" beantwortet werden.

FAQ

Abschließend haben wir die am häufigsten gestellten Fragen zu Viskose zusammengefasst.

Viskose waschen: Was ist zu beachten?

Viskose neigt zum Einlaufen und darf daher bei nicht mehr als 40 Grad gewaschen werden. Wer kein Risiko eingehen möchte, wäscht seine Viskose-Kleidung bei nicht mehr als 30 Grad.

Aus was besteht Viskose?

Viskose wird aus Holz gewonnen und in einem anschließenden Herstellungsverfahren zu Fasern gesponnen. Im ersten Schritt wird Zellulose aus dem Holz gewonnen. 

Ist Viskose dehnbar?

Nein, Viskose gehört zu den nicht dehnbaren Stoffen. 

Kann Viskose als Strickstoff verwendet werden?

Ja, es gibt Anbieter, welche Viskose als Strickstoff verkaufen.

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