Autor:
Martin Jahns

Das sind die neuen olympischen Sportarten

Surfen bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021

Surfen ist endlich olympisch! Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio feiert das Wellenreiten gemeinsam mit vier weiteren Sportarten seine Olympia-Premiere. ISPO.com stellt in einer Serie die Trend-Sportarten vor und erklärt, wie die Wettbewerbe aussehen sollen.

Surfen feiert bei den Olympischen Spielen 2021 seine Olympia-Premiere.
Surfen feiert bei den Olympischen Spielen 2021 seine Olympia-Premiere.

Bei Olympia 2021 in Tokio wird erstmals auch um Medaillen gesurft. ISPO.com stellt in einer Reihe die neuen olympischen Disziplinen vor.

Welche Surf-Wettkämpfe werden bei Olympia 2021 ausgetragen?

Insgesamt fallen bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio zwei  Medaillen-Entscheidungen im Surfen.

  • Shortboard der Männer
  • Shortboard der Frauen

Vier Athleten werden gleichzeitig im Wasser sein und haben dort jeweils 20 bis 25 Minuten Zeit, um Tricks zu zeigen. Aus den beiden jeweils höchsten Bewertungen geht die Gesamtbewertung eines Athleten hervor. Bewertet wird nach jeder gesurften Welle durch eine Jury, die eine Note von eins bis zehn mit zwei Dezimalstellen vergibt. Ausschlaggebend für die Bewertung sind unter anderem der Schwierigkeitsgrad, die Geschwindigkeit und der Flow des jeweiligen Manövers.

Dabei darf eine Welle nur von einem Athleten gesurft werden. Wer sich näher am Wellen-Peak befindet, hat das Vorrecht auf die Welle.

Wann und wo finden die Surf-Wettbewerbe bei Olympia 2021 statt?

Die ursprüngliche Idee, auf künstlichen Wellen zu surfen, wurde verworfen. Stattdessen finden die Surf-Wettkämpfe am Tsurigasaki Surfing Beach in Ichinomiya, rund 65 Kilometer Außerhalb Tokios statt. Dort finden insgesamt 6000 Zuschauer Platz.

Wann genau der Wettbewerb startet, ist von den Windverhältnissen abhängig. Um möglichst perfekte Bedingungen zu gewährleisten, sind insgesamt acht Tage während der Olympischen Spiele als Austragungszeitraum möglich. Ist der Wettbewerb einmal gestartet, soll er binnen vier Tagen ausgetragen werden.

Wer ist qualifiziert?

Insgesamt 20 Männer und 20 Frauen werden an den Wettkämpfen teilnehmen. Folgende Sportler*innen sind qualifiziert:

Männer:

  • Leandro Usuna (Argentinien)
  • Julian Wilson (Australien)
  • Owen Wright (Australien)
  • Itali Ferreira (Brasilien)
  • Gabriel Medina (Brasilien)
  • Michel Bourez (Frankreich)
  • Jeremy Flores (Frankreich)
  • Kanoa Igarashi (Japan)
  • Jordy Smith (Südafrika)
  • Kolohe Andino (USA)
  • John John Florence (USA)
  • Manuel Selman (Chile)
  • Leon Glatzer (Deutschland)
  • Hiroto Ohhara (Japan)
  • Lucca Messinas (Peru)
  • Miguel Tudela (Peru)
  • Ramzi Boukhiam (Marokko)
  • Rio Waida (Indonesien)
  • Frederico Morais (Portugal)
  • Billy Stairmand (Neuseeland)

Zu den Favoriten gehören die Brasilianer Italo Ferreira und Gabriel Medina, die die vergangenen beiden Ausgaben der World Surf League gewonnen haben. Der US-Amerikaner John John Florence hat ebenfalls gute Titelchancen.

Frauen:

  • Mimi Barona (Ecuador)
  • Sally Fitzgibbons (Australien)
  • Stephane Gilmore (Australien)
  • Silvana Lima (Brasilien)
  • Tatiana Weston-Webb (Brasilien)
  • Brisa Hennessy (Costa Rica)
  • Johanne Defay (Frankreich)
  • Caroline Marks (USA)
  • Carissa Moore (USA)
  • Leilani McGonagle (Costa Rica)
  • Pauline Ado (Frankreich)
  • Mahina Maeda (Japan)
  • Amuro Tsuzuki (Japan)
  • Daniella Rosas (Peru)
  • Teresa Bonvalot (Portugal)
  • Yolanda Sequeira (Portugal)
  • Bianca Buitendag (Südafrika)
  • Sofia Mulanovich (Peru)
  • Anat Lelior (Israel)
  • Ella Williams (Neuseeland)

Carissa Moore und Stephanie Gilmore dominieren das Surfen bei den Frauen seit Jahren. Auch in Japan sind sie die Top-Favoritinnen.

Die neuen olympischen Sportarten vorgestellt

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Martin Jahns
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