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Alles zur Digitalisierung der Sportbranche

ISPO Digitize Summit: Tag 2 im Ticker zum Nachlesen

Was bedeutet die Digitalisierung für die Sportartikelindustrie und das Sportbusiness? Darum geht es beim ISPO Digitize Summit im ICM der Messe München. Renommierte Speaker unter anderem von Adidas, FC Bayern, Amazon, der ANWR Group oder der Deutschen Telekom zeigen in Keynotes und Workshop wie die digitale Welt von morgen aussehen wird. Der Ticker vom zweiten Tag zum Nachlesen.

Roboter Pepper auf dem ISPO Digitize Summit

Der ISPO Digitize Summit feiert in diesem Jahr seine Premiere und die vielfältigen Themen wie digitales Marketing, Digital Payment, E-Commerce, die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette von der Sportartikelproduktion bis zum Verkauf an den Endkunden oder digitales Matchmaking zeigen, wie wichtig das Event ist. Genauere Infos zum Programm gibt es hier. Und wenn Sie nicht dabei sein können, versorgen wir Sie hier mit den wichtigsten Infos.

Alle Informationen zu Tag 1 finden Sie hier

+++ Das war der ISPO Digitize Summit +++

Damit ist der erste ISPO Digitize Summit nach zwei Tagen beendet. Vielen Dank an alle Beteiligten und an alle Interessierten! Alle Infos zum Summit und weitere Inhalte finden Sie wie gewohnt auf ISPO.com.

+++ Schlusswort von Tobias Gröber +++

Tobias Gröber, Head of ISPO, hält die Schlussrede beim zweitägigem ISPO Digitize Summit. In seinem Wrap-Up stellt er drei Punkte heraus.

1. „Digitalisierung geht nicht mehr weg. Also startet. Startet jetzt!“

2. „Bei der Digitalisierung geht es um Menschen.“ Gröber erklärt, wie wichtig es ist, über seinen Kunden, über die User, Bescheid zu wissen, Daten zu kennen, ihre Bedürfnisse zu verstehen.

3. „Wertet das Feedback aus!“ Für Tobias Gröber bedeutet dies am Beispiel der ISPO Digitize: „Es wird kein einmaliges Ereignis bleiben. Wir wollen die Digitalisierung des Sportbusiness vorantreiben, und dafür brauchen wir Ihre Hilfe: Sagen Sie uns, was gut war - und was wir besser machen können."

 

Tobias Gröber, Head of ISPO
Tobias Gröber, Head of ISPO

+++ Zukunftsforscherin Kirig hält letzte Keynote +++

Zukunftsforscherin Anja Kirig hält die letzte Keynote am zweiten Tag der ISPO Digitize über die Zukunft des Sportmarktes und die Folgen für die Gesellschaft.

Sie setzt sich mit den globalen Megatrends auseinander und hat eine gute Nachricht mitgebracht: „Sport wird in der Gesellschaft immer wichtiger.“ Allerdings müsse der Sport zu den Menschen kommen.

„Es lässt sich feststellen, dass sich die Gesellschaft vom Verein zur informellen Sport-Community entwickelt“, sagt Anja Kirig. „Es gibt eine Sehnsucht nach neuen Gruppen, nach einem neuen Wir-Gefühl.“

Die fünfte und letzte These der Zukunftsforscherin lautet: „Sport ist Lebensgefühl – zwischen Slow, Extrem und Selbstdarstellung“. 

„Sport ist ein Thema, das präsent ist“, sagt Anja Kirig und empfiehlt, „die Barriere in den Köpfen zwischen digital und real aufzulösen“.

+++ The Mirai das Fitness-Studio der Zukunft? +++

„Sitzen ist das neue Rauchen", sagt Ralph Scholz zu Beginn seiner Keynote. Und ja, damit habe direkt die Digitalisierung zu tun. Sie erleichtere so vieles, aber liefere Möglichkeiten für Bequemlichkeiten in allen Aspekten des Lebens. Da will das „The Mirai" ansetzen.

Das Mirai soll ein 50.000 qm großes „Fitnesszentrum der Zukunft“ sein. Im Moment ist das Zentrum noch mitten in der Planungsphase, es wird 2020 in Oberhausen entstehen.

„The Mirai“ ist ein Konzept von McFit,  integriert aber Partner aus der Sportindustrie, Sportwissenschaft und Verbände. Ziel ist es Menschen zu motivieren, sich zu bewegen.

Erste Pilotprojekte laufen bereits: Zum Beispiel können Schüler in Oberhausen E-Games, die zur Bewegung animieren, im Schulsport nutzen.

Ralph Scholz, CEO „The Mirai“
Ralph Scholz, CEO „The Mirai“

+++ Tablets im Store generieren Sales +++

Jan Kegelberg von SportScheck erläutert, wie die Einführung von In-Store Tablets dazu beigetragen haben, den Umsatz im Laden zu erhöhen. Wichtig: sie müssen vom Verkäufer genutzt werden.

Ihm bieten sie viele neue Möglichkeiten mit dem Kunde zu interagieren und das Einkaufserlebnis zu verbessern. Etwa 10 Millionen zusätzliche Sales konnten durch die Tablets in den Stores generiert werden.

Jan Kegelberg von SportScheck

+++ Saturn/Media Markt vom Dino zum Online-Riesen +++

Martin Wild, Digitalchef bei Saturn/Media Markt, berichtet auf der großen Bühne über "Future of Retail" und die Rolle von Robotern.

Wild erklärt, wie sich seine Firma vom Dinosaurier – bis 2011 kein Online-Business – zum ausgezeichneten Multichannel-Verkäufer gewandelt hat: „Wir stehen erst am Beginn der digitalen Revolution. Wir akzeptieren Fehler in der Veränderung und lernen daraus.“

+++ Hackdays sorgten für Engagement beim FC Bayern +++

Knapp 47 Millionen Fans auf Facebook. 12,8 Millionen auf Instagram, 5,6 Millionen auf Twitter, dazu Reichweiten von 10 Millionen Zugriffen monatlich über die Webseite und 12 Millionen über die App - der FC Bayern erreicht eine weltweit riesige Community. Und das ist noch immer nicht genug. Die Hackdays gaben dem deutschen Rekordmeister die Gelegenheit, bei einer sehr Technik-affinen Zielgruppe für riesiges Engagement zu sorgen, erzählt der Digitalstratege des Klubs, Benjamin Stoll.

Ein paar Fakten zu den FCBayernHackdays:

  • 226 Teilnehmer aus 43 Nationen ausgewählt aus über 1300 Bewerbern
  • Innovativer Ansatz für Kollaboration, Co-Creation, Ideation und Generierung neuer Fanerlebnisse
  • Kollaboration und Ideen-Austausch mit führenden Experten von Google, Facebook, Copa90 etc
  • 46 Ideen und Prototypen, davon 5-6 „mit einem Riesen-Potential“ (Stoll)
  • Innovatives Sprungbrett für Fan-Engagement
Die digitalen Meilensteine des FC Bayern

+++ Workshop zu flexiblen und gedruckten Electronics +++

Wie kann die Sportindustrie von diesen neuen Technologien profitieren? Was ist möglich, wo liegen derzeit die Grenzen des machbaren? Johannes Becker von der Schreiner Group erläutert einem sehr interessierten Publikum den Stand der Dinge. Vom gedruckten RFID Chip, der das Produkt trackt oder per Smartphone den Kontakt zwischen Brand und Konsument ermöglicht bis hin zu ausgeklügelter Sensortechnik zur Puls- oder Temperaturmessung ist schon sehr viel machbar.

Sein Fazit: „Diese technischen Komponenten sind aber immer nur ein Teil der Lösung. Sie machen erst dann richtig Sinn, wenn man die generierten Daten auch nutzen kann oder der Konsument einen Nutzen davon hat.“

+++ FC Bayern auch an Tag 2 on stage +++

Workshop mit dem FC Bayern: Benjamin Stoll spricht über die FCBayernHackdays und was der deutsche Rekordmeister beim Hackathon von der Interaktion mit der Crowd gelernt hat.

+++ BSI Sport Clearing Center für Datenaustausch +++

Zwölf Firmen – unter anderem Adidas – haben sich unter dem Dach des BSI zusammengeschlossen, um über das neue "BSI Sport Clearing Center" den Datenaustausch über eine einheitliche Schnittstelle zu organisieren. Auf Händlerseite sind u. a. Intersport, Sport 2000 und Amazon dabei. BSI-Mitglieder zahlen als Flatrate für den Service 7000 Euro im Jahr.

+++ Workshop über E-Commerce-Strategien +++

Der Workshop über Strategien fürs E-Commerce zieht viele Besucher an. Johannes Altmann von Shoplupe ist seit vielen Jahren als Berater im Business. "Mein Seminar #MAKERday dauert normalerweise einen ganzen Tag, ich habe es für Sie zusammengestaucht", sagt Altmann.

Johannes Altmann von Shoplupe

+++ Fahrspaß trotz autonomen Fahrens +++

„Freude am Fahren“, den Slogan von BMW kennt jeder. „In einer Welt von autonom fahrenden Autos, wo bleibt da der Fahrspaß für mich“, möchte ein Zuhörer in der abschließenden Fragerunde wissen. „Glauben Sie mir, darüber haben wir intern auch schon viel diskutiert“, pariert Schwarzenbauer souverän.

Der Fahrspaß finde ohnehin nicht in der Stadt statt, meint der BMW-Manager, man erlebe die Freude am Autofahren wohl eher beim Ausflug übers Land. Es werde wohl so kommen: „Wenn man Fahrspaß möchte, drückt man im Auto einen Knopf und das Lenkrad wird ausgefahren. Und dann hat man wahrscheinlich sogar mehr Spaß am Fahren als heute schon.“

+++ „Städte werden unfallfrei“ +++

In seiner spannenden Keynote zeichnet Schwarzenbauer die Vision von der Mobilität der Zukunft. Alles ist miteinander verbunden. „Unser Ziel ist es, dass im Jahr 2025 der einzige Ort, den man aufsuchen muss, ein BMW ist. Städte werden unfallfrei, lautlos und emissionsfrei. Das werden die Menschen als eine Revolution empfinden.“

+++ BMW-Vorstand hält seine Keynote +++

BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer hält nun seine Keynote zum Thema „Digital Ironman for Future Mobility“.

"Vor einigen Jahren wäre es noch sehr ungewöhnlich gewesen, wenn ein Vertreter der Automobilindustrie auf einem Digital-Kongress gesprochen hätte", beginnt Peter Schwarzenbauer seine Keynote. Sie trägt die Überschrift "Digital Ironman for Future Mobility".

Der BMW-Vorstand vergleicht die Herausforderungen der Digitalisierung mit einem Triathlon. "Es ist nicht hilfreich, in nur einer der drei Disziplinen weltklasse zu sein. Man muss in allen Disziplinen weltklasse sein, wenn man ganz vorne dabei sein will. Wir haben vier Disziplinen, sie heißen “Autonomes Fahren”, “Connected”, “Elektrifizierung” und “Shared / Services”.

BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer auf der ISPO Digitize

+++ Ein Roboter für ein neues Einkaufserlebnis +++

Nun im Mittelpunkt auf der großen Bühne ist der ISPO Digitize-Liebling: Pepper, der Roboter.

Nicolas Boudot löst zu Beginn seines Vortrags gleich Begeisterung im Publikum aus: Deutschland ist Weltmeister im Roboter-Fußball. Immerhin...

Boudot: „60 Prozent der Kunden bevorzugen den Kauf in stationären Shops. Pepper hilft dabei,  ein einmaliges Kundenerlebnis zu liefern.“

Nun im Mittelpunkt auf der großen Bühne ist der ISPO Digitize-Liebling: Pepper, der Roboter. Speaker Nicolas Boudot von SoftBank Robotics sagt: „60 Prozent der Kunden bevorzugen den Kauf in stationären Shops. Pepper hilft dabei, ein einmaliges Kundenerlebnis zu liefern.“

+++ Telekom setzt extern auf Omnichannel-Ansatz +++

Intern liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Unternehmensstruktur hin zu einer agilen Organisation. Extern, also in Kontakt zum Kunden, versucht die Telekom  einen Omnichannel-Ansatz mit vielen Touchpoints zu etablieren, der sowohl offline als auch online zu Abverkäufen führt.

Körber schließt die Keynote mit den drei Erfolgsfaktoren für Digitalisierung bei der Deutschen Telekom:

1. die richtigen Touchpoints

2. verlässliche IT und

3. das richtige Personal

+++ Keynote der Deutschen Telekom +++

ISPO Digitize Tag 2 startet mit Daniel Körber, Experte für digitale Transformation bei der Deutschen Telekom.

Er spricht darüber, wie die Digitalisierung das Unternehmen Deutsche Telekom verändert hat: „Bei der Telekom steht die Digitalisierung seit diesem Jahr das erste Mal explizit in der Unternehmensstrategie. Ziel ist es der Digital Leader auf dem Telekommunikationsmarkt zu werden." Körber gibt zu, dass Digitalisierung nicht in der DNA der Telekom verankert ist. Externe Experten helfen, digitales Know-how in der Telekom zu vergrößern.

Daniel Körber auf der Bühne

+++ So lief der erste Tag +++

Sie haben den ersten Tag unter anderem mit Robert Scoble, Adidas-Vorstand Roland Auschel und ANWR-Chef Günter Althaus verpasst? Hier gibt es alles zum Auftakt des ISPO Digitize Summit zum Nachlesen.

+++ Das bringt Tag 2 des ISPO Digitize Summit +++

Auf in den zweiten und letzten Tag des ISPO Digitize Summit. Heute stehen unter anderem Keynotes, Workshops und Case Studies unter anderem mit der Deutschen Telekom, BMW, dem FC Bayern München und MediaMarkt. Hier das komplette Programm der ISPO Digitize.

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