Author:
Martin Jahns

Nachhaltigkeit im Profifußball

DIY: FC St. Pauli produziert Trikots zukünftig selbst

Ohne Trikot-Ausrüster geht es im Profifußball nicht. Oder doch? Der FC St. Pauli produziert seine Trikots in Zukunft selbst – und verspricht 100 Prozent ökologische Nachhaltigkeit.

Der FC St. Pauli setzt bei seinen zukünftigen Trikots nicht mehr auf Ausrüster.

Ab der Saison 2021/22 werden die Profis des deutschen Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli in Trikots aus eigener Produktion auflaufen. Der Klub will damit einen wichtigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Profisport gehen. Weil der Verein auf der Suche nach einem Ausrüster für nachhaltig und transparent hergestellte Performance-Kleidung nach eigenen Angaben keinen Anbieter gefunden habe, der den Kriterien vollumfänglich gerecht wurde, wolle er die Produktion zukünftig selbst übernehmen. An einem solchen Projekt wurde im Verein bereits seit 2018 gearbeitet.

Nun will der FC St. Pauli mit der hauseigenen Marke DIIY die nachhaltigste Teamsportkollektion der Welt produzieren und so auch den Wunsch seiner Mitglieder nach konsequenter Nachhaltigkeit verfolgen.

Präsident Oke Göttlich: „Nicht immer nur meckern, sondern selber besser machen“

Ab dem 1. Dezember 2020 können die Jerseys vorbestellt werden. Ein weiteres Kuriosum: Vorbesteller der ersten vier Wochen können ihre Trikots individualisieren und einen anderen Schriftzug als den des Trikotsponsors Congstar auf die Brust drucken lassen. Erhältlich ist die neue Kollektion dann ab Mai 2021.

Vereinspräsident Oke Göttlich sagte zu dem außergewöhnlichen Schritt: „Diese Eigenständigkeit und die Suche nach neuen Wegen haben den FC St. Pauli schon immer ausgezeichnet. Mit der eigenen Teamsport-Kollektion verfolgen wir also weiter konsequent unseren Weg der Unabhängigkeit. Die Stärke eines mitgliedergeführten Vereins zeigt sich in der Umsetzung der Ideen unserer Mitglieder. So können wir gemeinsam jeder Krise entgegentreten. DIIY leitet sich im Übrigen aus dem Begriff DIY ‚Do it yourself: Mach es selber‘ ab. Genau darum geht es beim FC St. Pauli: Nicht immer nur meckern, sondern selber besser machen.

„Mit unserer eigenen Marke ‚DIIY‘ möchten wir nun zeigen, dass sich Qualität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen auch für Performance-Kleidung überhaupt nicht ausschließen müssen“, so Bernd von Geldern, Geschäftsleiter Vertrieb beim FC St. Pauli: „Darum haben wir die Messlatte mit unseren selbst formulierten Ansprüchen an die neue Teamsport-Kollektion auch bewusst hochgelegt. Wir sind überzeugt davon, dass auch unsere Fans diesen Anspruch teilen und möchten sie auf unseren Weg mitnehmen.

In den sozialen Medien verspricht der Verein, alle Lieferanten persönlich zu kennen und zu wissen, welche Materialien von ihnen verwendet werden.

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Martin Jahns

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