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Trikotsponsoring 2020/2021: FC Bayern nur Zweiter, BVB mit neuem Modell

Bundesliga-Sponsoren: Das sind die 18 Trikotsponsoren der Clubs

Die Bundesliga-Clubs und ihre Sponsoren: In keiner anderen Liga in Deutschland lässt sich mit Sponsoring mehr Geld verdienen als in der Fußball-Bundesliga. Trikot-Werbung bringt den 18 Vereinen Einnahmen von durchschnittlich über 15 Millionen Euro pro Jahr. Doch die Diskrepanz zwischen Arm und Reich in der Bundesliga ist riesig. ISPO.com präsentiert alle Clubs, alle Trikotsponsoren, alle Einnahmen.

Borussia Dortmund läuft in der Liga mit neuem Brustsponsor auf - der FC Bayern weiter mit der Telekom.
Borussia Dortmund läuft in der Liga mit neuem Brustsponsor auf - der FC Bayern weiter mit der Telekom.

Trikot-Werbung ist für die Vereine der Fußball-Bundesliga ein lukratives Geschäft: Bis zu 274,2 Millionen Euro könnten die 18 Clubs in der Saison 2020/2021 von ihren Hauptsponsoren kassieren – das zeigt die Tabelle der Sponsoring-Zahlungen von ISPO.com (siehe unten). 

An der Spitze thront der Werksklub VfL Wolfsburg, der von Volkswagen mit 70 Millionen Euro pro Saison unterstützt wird. Rekordmeister FC Bayern folgt mit der Telekom dahinter auf Rang zwei. Borussia Dortmund geht neue Wege: Der BVB hat erstmals zwei verschiedene Trikotsponsoren. Während in der Bundesliga 1&1 auf dem BVB-Trikot wirbt, läuft die Borussia in Spielen im DFB-Pokal und der Champions League mit dem Logo des zuvor einzigen BVB-Trikotsponsors Evonik auf der Brust auf.

Bundesliga 2020/2021: Alle Trikotsponsoren, alle Einnahmen

VereinSponsor 2020/21Sponsor 2019/20EinnahmenLaufzeit
VfL WolfsburgVolkswagenVolkswagen70 Mio. €unbefristet
FC BayernTelekomTelekom45 Mio. €2023
Borussia Dortmund1&1 und Evonik*Evonikzusammen 35 Mio. €2025
RB LeipzigRed BullRed Bull35 Mio. €2023
FC Schalke 04GazpromGazprom20 Mio. €2022
VfB StuttgartMercedes-Benz-BankMercedes-Benz-Bank10 Mio. €**2023
Borussia M'GladbachFlatexPostbank9 Mio. €2023
SV Werder BremenWiesenhofWiesenhof8 Mio. €2022
1. FC KölnReweRewe7,5 Mio. €2022
Eintracht FrankfurtIndeedIndeed7 Mio. €2023
Bayer 04 LeverkusenBarmeniaBarmenia6 Mio. €2024
TSG HoffenheimSAPSAP5,5 Mio. €2025
FC AugsburgWWKWWK4,2 Mio. €***2030
1. FSV Mainz 05KömmerlingKömmerling4 Mio. €2023
SC FreiburgSchwarzwaldmilchSchwarzwaldmilch3 Mio. €2021
Union BerlinAroundtownAroundtown2,5 Mio. €2021
Arminia BielefeldSchücoSchüco2,5 Mio. €2021
Hertha BSCkein SponsorTedi--

*1&1 bei Bundesligaspielen, Evonik bei Spielen im DFB-Pokal und der Champions League

**inklusive Ärmelsponsoring

*** inklusive Namensrechten am Stadion

Alle Angaben zu den Einnahmen basieren auf Schätzungen des "Kicker".

Satter Bonus winkt den Bundesligisten bei Erfolgen

Eine exakte Summe aller Trikotsponsoren-Einnahmen in der Bundesliga lässt kaum ermitteln – da in der Regel weder Verein noch Unternehmen über Details informieren und viele Verträge stark leistungsbezogen abgeschlossen werden. Für Meisterschaften, Champions-League- oder Europa-League-Teilnahmen gibt es meist zusätzlich noch einen satten Bonus.

VfB Stuttgart als reicher Aufsteiger

Obowhl der VfB Stuttgart zuletzt in der 2. Bundesliga kickte, ist der Aufsteiger mit 10 Millionen Euro Einnahmen durch Hauptsonsor Mercedes-Benz-Bank auch im Oberhaus im oberen Drittel.

Mitaufsteiger Arminia Bielefeld ist hingegen mit 2,5 Millionen Euro Einnahmen gemeinsam mit Union Berlin Schlusslicht des Rankings.

Gladbach mit neuem Sponsor

Neben dem BVB mit 1&1 hat lediglich Borussia Mönchengladbach einen neuen Trikotsponsor. Dort ersetzt Flatex den zuvor langjährigen Sponsor Postbank.

Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim haben ihre 2020 auslaufenden Verträge mit Indeed bzw. SAP verlängert.

Hertha BSC trennt sich vorzeitig von Tedi

Für drei Teams ist die Saison 2020/21 das letzte Vertragsjahr mit ihren aktuellen Trikotsponsoren. Betroffen sind der SC Freiburg, Union Berlin und Arminia Bielefeld. Gerade für die beiden letztgenannten Teams, denen Experten eine Saison im Abstiegskampf prophezeien, wäre ein Klassenerhalt bei der Jagd nach einem lukrativen Trikot-Deal umso wichtiger.

Eigentlich wäre auch Hertha BSC in das letztes Vertragsjahr mit dem Discounter Tedi gegangen. Doch beide Seiten einigten sich im Juli 2020 auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrags. Die Hertha-Investorengruppe Tennor um Lars Windhorst strebe attraktivere Geldgeber und höhere Einnahmen an. 

Die zwischenzeitlich sponsorenfreien Trikots der Berliner kam bei den Fans gut an: Als das neue Jersey ohne Brustsponsor in den offiziellen Verkauf ging, ging der Online-Shop des Klubs angesichts des Fan-Ansturms kurzzeitig in die Knie.

Sponsoren als Anteilseigner

Der BVB erhält vom Energieunternehmen Evonik im Vergleich zu seiner wachsenden Bedeutung im deutschen Fußball zwar verhältnismäßig wenig Sponsoring-Geld fürs Trikot (20 Mio. Euro), hat aber seinen Hauptsponsor wie der FC Bayern auch als Anteilseigner langfristig an sich gebunden. Evonik hält rund 15 Prozent an der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Die Telekom hält 8,33 Prozent am FCB.

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