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Outdoor-Verband gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

European Outdoor Group veröffentlicht Statement gegen Diskriminierung

Die European Outdoor Group hat ein klares Statement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Darin beklagen Europas Outdoor-Unternehmen eine besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung.

Gemeinsam gegen Fremdenhass
Outdoor-Unternehmen gemeinsam gegen Fremdenhass

Die European Outdoor Group (EOG) hat sich in einem Statement gegen Rassismus und Diskriminierung ausgesprochen. Darin warnten die europäischen Outdoor-Hersteller vor zunehmendem Misstrauen und Diskriminierung in Europa.

„Intoleranz, ob sie nun auf Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus beruht, hat keine rationale Grundlage, und die Mitglieder der EOG werden sich bemühen, dieser bei jeder Gelegenheit entgegenzuwirken“, heißt es in dem Statement: „Menschlichkeit, Vielfalt, Toleranz und gegenseitiger Respekt sind Teil der DNA von Outdoor-Unternehmen, und derzeit werden diese Werte von einer lautstarken Minderheit in Frage gestellt.“

Rechtsextremer Shitstorm als Anlass

Anlass für das EOG-Statement ist ein Shitstorm rechter Kreise gegen ein Outdoor-Unternehmen, das sich in einer Initiative für das Bleiberecht abgelehnter Asylbewerber einsetzt. 

Das komplette EOG-Statement im Wortlaut

„Die jüngsten Ereignisse in Deutschland, als Outdoor-Unternehmen in den sozialen Medien angegriffen wurden, weil sie deutlich gemacht haben, dass Diskriminierung und Intoleranz in unserer modernen Gesellschaft keinen Platz haben, haben uns veranlasst, eine Erklärung im Namen aller Mitglieder der European Outdoor Group (EOG) zu veröffentlichen.
 
Gegenwärtig scheinen wir einen Wandel in der sozialen und politischen Landschaft Europas zu erleben, und das bereitet uns große Sorge. Extremistische Stimmen schüren Misstrauen und Diskriminierung, und wir sind uns nur allzu bewusst, wohin dies Europa in der Vergangenheit geführt hat.
 
Die Grundsätze der Gleichheit und Nichtdiskriminierung sind in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verankert: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" (Artikel 1).  Dies wurde durch die Europäische Menschenrechtskonvention und insbesondere durch Artikel 14 und das Protokoll 12 noch gestärkt. Der Outdoor-Sektor, vertreten durch die European Outdoor Group, unterstützt diese Erklärungen und erklärt dies deutlich:

Intoleranz, ob sie nun auf Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus beruht, hat keine rationale Grundlage, und die Mitglieder der EOG werden sich bemühen, dieser bei jeder Gelegenheit entgegenzuwirken.
Die Diskriminierung aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, religiösen Überzeugungen, Sprache, Kultur oder einem anderen der vielen Gründe, die wir jetzt sehen, wird durch die Mitgliedschaft in der EOG entschieden abgelehnt.
 
Wir lehnen alle extremistischen Tendenzen jeglicher Art strikt ab und werden sie in unseren Unternehmen nicht tolerieren. Menschlichkeit, Vielfalt, Toleranz und gegenseitiger Respekt sind Teil der DNA von Outdoor-Unternehmen, und derzeit werden diese Werte von einer lautstarken Minderheit in Frage gestellt. Das ist etwas, das wir ablehnen, und wir glauben an eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft.
Es genügt nicht, sich auf eine stille Mehrheit zu verlassen, um diese Werte aufrechtzuerhalten, und deshalb haben wir uns entschieden, unseren Standpunkt in dieser Erklärung darzulegen.“

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