Sebastian Ring
Autor:
Sebastian Ring

Bewährungsprobe bei minus 40 Grad

Mammut Eiger Extreme: Feuertaufe am Baikalsee

Seit 1995 ist Eiger Extreme die Premium-Bekleidungslinie von Mammut – konzipiert für hochalpine Expeditionen und Einsätze unter widrigsten Bedingungen. Kletterstar Dani Arnold war an der Entwicklung der neuesten Generation dieser Mountaineering-Kollektion beteiligt und unterzog sie am winterlichen Baikalsee einem harten Belastungstest.

Prüfung unter Extrembedingungen bestanden: Dani Arnold beim Eisklettern am Baikalsee. 

Sibirien im tiefsten Winter. Strenger Frost, starker Wind und der tiefste See der Welt. Auf dem zugefrorenen Baikalsee fährt Dani Arnold mit einem Hovercraft von Insel zu Insel. Das Eis knackt und knallt. Aber es hält. Auf Olkohn Island findet Arnold, wonach er gesucht hat: unerschlossene Eisformationen zum Klettern. Zehn neue Routen wird der Schweizer Kletterprofi im Laufe seiner Expedition eröffnen.

Bei diesen unwirtlichen Bedingungen vertraut Dani Arnold auf die neueste Generation der Eiger Extreme Kollektion. Die Highend-Bekleidungslinie des Schweizer Bergsportspezialisten Mammut gibt ihm volle Bewegungsfreiheit beim Eisklettern, wärmt und ist robust genug, um den harten Bedingungen im Eis zu trotzen.

„Die Idee der Kollektion ist, ambitionierten Bergsteigern die besten Produkte für ihre Abenteuer zu bieten“, erklärt Alfred Stoppacher, Head of Mountain Apparel bei Mammut. „Wir entwickeln und testen diese Produkte mit unseren Athleten und den Bergführern der Mammut Alpine School. Damit stellen wir sicher, dass sie die härtesten alpinen Anforderungen betreffend Wetterschutz, Haltbarkeit und Funktion bestehen und somit nicht nur für Profis, sondern auch für Hobby- und Amateurbergsteiger eine ausgezeichnete Wahl darstellen.“

Seit 25 Jahren der Maßstab im Mountaineering-Bereich

Eingeführt wurde die Eiger Extreme Kollektion 1995. Dani Arnold war wie die Mammut Pro Athleten Caro North, Stefan Siegrist, Nicolas Hojac und Marek Holeček an der jahrelangen Entwicklung der neuesten, fünften Generation beteiligt. Bei dieser Linie, zu erkennen an ihrer charakteristischen orange-blauen Farbgebung, wird kein Detail dem Zufall überlassen. Am Ende des Designprozesses stehen Produkte, die allerhöchste Maßstäbe setzen. Die Kollektion umfasst die Isolationsjacke „Eigerjoch Pro In Hooded Jacket“, die Hardshell-Jacke „Nordwand Pro HS Hooded Jacket“, die Hardshell-Hose „Nordwand Pro HS Pants“, den Bergstiefel „Nordwand Knit Hight GTX®“ und den Kletterhelm „Nordwand MIPS Helmet“.

„Seit 25 Jahren verfolgen wir mit der Eiger Kollektion das Ziel, die besten Produkte für Bergsteiger zu entwickeln, damit sie sich voll auf das Erlebnis selbst konzentrieren können, wenn sie durch Nordwände klettern, über Firngrate laufen oder an ihren Eisgeräten hängen“, erläutert Alfred Stoppacher. Sein Team arbeitet bei dieser Linie ausschließlich mit hochfunktionellen und langlebigen Materialien. „Wir versuchen, die Produkte so zu designen, dass sie die Sportler und deren Bewegungen bestmöglich unterstützen, und das für einen möglichst langen Zeitraum“, sagt er.

Abenteuer in Sibirien: Dani Arnold tastet sich gut gesichert über den zugefrorenen Baikalsee voran.

Sorgfalt statt Schnelllebigkeit

Das Besondere an Eiger Extreme ist der lange Produktzyklus: Nur alle fünf Jahre kommt eine neue Generation auf den Markt – eine Ewigkeit im schnelllebigen Bekleidungsbusiness. Aber das hat seinen Grund: „Die Produkte der Eiger Extreme Kollektion gehören seit Jahrzehnten zum Besten, was der Markt in diesem Bereich zu bieten hat“, so Stoppacher. „Unser besonderes Augenmerk liegt auf der überdurchschnittlichen Haltbarkeit der Produkte.“ Tausende Stunden Entwicklungsarbeit und Produkttests stecken hinter den Artikeln. Einige der Produktkonzepte bestehen seit 1995 und wurden über die Jahre schrittweise perfektioniert.

So handelt es sich auch bei der fünften Generation eher um eine Weiter- als um eine Neuentwicklung. „Aber wir konnten jedes Produkt der Kollektion entscheidend verbessern“, ist sich Alfred Stoppacher sicher. Die Entwickler unterhielten sich intensiv mit den Athleten, um herauszufinden, ob die Produkte der letzten Generation spezielle „Pain-Points“ hatten. Außerdem ließen sie sich Eiger-Produkte der vierten Generation, welche die Bergführer der Mammut Alpine School jahrelang täglich eingesetzt hatten, ins Office kommen. Diese intensiv genutzten Produkte untersuchten sie akribisch, um herauszufinden, wo die Materialien bei häufigem Einsatz besonders beansprucht werden. „Hier konnten wir einige Erfahrungen gewinnen und in der neuen Eiger Generation Verbesserungen umsetzen“, so Stoppacher.

Er ist stolz darauf, dass die komplette Kollektion einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht habe. „Insbesondere ist uns die Integration der neuen Gore-Tex Pro Technologie mit ihren drei Materialklassen besonders gut gelungen.“ Auch das optische Erscheinungsbild stellt Stoppacher heraus: „Die Kollektion trägt durch ihre prägnante Farbgebung sowie die vielen kleinen Details eine klare Handschrift und führt die visuelle Identität von Eiger Extreme fort.“

Im Februar 2020 brach Mammut Pro Team Athlet Dani Arnold zu einer anspruchsvollen Expedition auf den Baikalsee auf – ein UNESCO Weltnaturerbe und mit 1642 Metern der tiefste, mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste und mit mehr als 23.000 km³ Volumen der wasserreichste Süßwassersee der Erde. Der sibirische Winter sorgte bei dieser außergewöhnlichen Reise für faszinierende Bedingungen. Die Bilder sprechen für sich ...

Die Mammut Pro Athleten geben wertvollen Input

Dani Arnold und die anderen Athleten waren von der ersten Minute an bei der Entstehung dabei. Zu Beginn der Neukonzeption trafen sie sich mit dem Entwicklungsteam in den Bergen und eruierten, in welche Richtung die neue Kollektion verbessert werden sollte. Danach gaben sie stetig Rückmeldung über die getesteten Prototypen. „Dani hat nicht viel Erbarmen mit unseren Produkten und prüft sie wirklich auf Herz und Nieren“, lacht Stoppacher. Konkret erinnert er sich an die Weiterentwicklung der Gamaschen der Eiger Hosen: „Bei den Vorgängerprodukten war er betreffend Passform, Funktion und Abnutzung ein wenig unzufrieden. Gemeinsam konnten wir die Probleme lösen. Die neue Gamasche ist betreffend Funktion und Robustheit deutlich besser geworden.“

Die ultimative Feuertaufe erhielt die Kollektion bei Dani Arnolds herausfordernder Expedition auf den Baikalsee. Bei bis zu minus 40 Grad Celsius eroberte er auf Olkohn Island zehn neu eingeschlagene Eiskletterrouten direkt über dem gefrorenen Gewässer. Ein eindrucksvoller Dokumentarfilm berichtet von der Expedition, die auch die Eiger Extreme Kollektion mit Bravour bestand.

Und wie geht es jetzt weiter, nachdem die fünfte Generation erfolgreich gelauncht ist? „Der Großteil der Kollektion sollte problemlos über mehrere Jahre hinweg auf dem Markt bestehen können“, glaubt Alfred Stoppacher. „Aber so sehr Eiger Extreme für etwas Dauerhaftes steht, müssen wir mit dieser Kollektion trotzdem beweglich bleiben – denn die Bergsteiger und das Bergsteigen entwickeln sich laufend weiter.“ Dennoch heißt es erst einmal Durchschnaufen: Ein Termin für die sechste Generation steht noch nicht fest.

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