Autor:
Lars Becker

“ISPO ist für den Sport eine Riesensache”

Windsurf-Weltmeister Köster: Vom weißen Hai zur ISPO Munich

Vor ein paar Tagen eine unheimliche Begegnung mit einem weißen Hai in Australien, jetzt der erste Besuch auf der ISPO Munich: Der viermalige Windsurf-Weltmeister Philip Köster erzählt über sein aufregendes Leben und gibt Tipps für‘s Sporttreiben.

Philip Köster war von seinem ersten ISPO Besuch am Montag restlos begeistert.

Der viermalige Weltmeister Philip Köster ist als König der Monsterwellen normalerweise kein ängstlicher Typ, aber letzte Woche bekam er beim Windsurfen in Australien doch einen kleinen Schreck. „Da habe ich beim Surfen im Waser einen großen weißen Hai gesehen. Da fährt man auch als Profi lieber ans Ufer und warnt die anderen“, berichtete der Champion bei seiner Visite im Outdoor & Watersports Village. 

Von „Down Under“, wo er die Lancelin Open Classic gewann und ein Fotoshooting für seine Sponsoren Starboard und Severne abwickelte, ging es für den Deutschen nach einem kurzen Zwischenstopp in seiner Heimat Gran Canaria direkt zur ISPO Munich 2018.

Philip Köster jagt Rekord um Rekord

Der 23-Jährige war von seinem ersten ISPO Besuch am Montag restlos begeistert. „Das ist eine Riesenmesse und eine Riesensache für den Sport. Ich hoffe, ich komme jetzt jedes Jahr her“, sagte Köster. Beim Gespräch auf der Bühne berichtete der Champion von seinen sportlichen Zielen („Mindestens noch einmal Weltmeister werden“), der schwierigen Rückkehr nach seiner schweren Knieverletzung („Der WM-Titel von 2017 war durch die Reha der am härtesten erarbeitete“), dem Traumsprung („Triple Loop“) und seinen persönlichen Rekorden. Die von ihm größte jemals gesurfte Welle war auf Fiji „etwa acht bis zehn Meter hoch“.

Dass es auf der ISPO Munich ein kombinierten Outdoor- und Watersport-Bereich gibt, findet Köster cool. Schließlich ist er selbst ein Freiluft-Freak, der fast jeden Tag fünf bis sechs Stunden auf dem Wasser verbringt. Meist übt Köster natürlich neue, spektakuläre Sprünge, aber auch das Wellenreiten mit kürzen Boards und vor allem Stand Up Paddling (SUP) macht ihm jede Menge Spaß. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass seine Freundin Manca Notar SUP Sprint-Weltmeisterin ist.

Windsurfer sollten „zwei bis drei Minuten“ die Luft anhalten können

„Das ist ein extrem cooler Sport, wenn kein Wind ist. Wenn man sich fit halten will, kann ich nur jedem empfehlen, so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser zu bringen und Fahrrad zu fahren“, lauten die Fitnesstipps von Köster. Als Windsurfer sollte man zudem mindestens „zwei bis drei Minuten“ die Luft anhalten können – falls man einmal von einer Riesenwelle verschluckt wird…

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Lars Becker
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