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„Rosi hatte ein Herz so groß wie ein Bus“

Rosi Mittermaier: Skifamilie trauert um die Sport-Ikone

Die Sportwelt nimmt Abschied von Rosi Mittermaier. Am 4. Januar 2023 erlag sie ihrem Krebsleiden im Alter von 72 Jahren. „Gold-Rosi“ war eine herausragende Sportlerin, deren Wirken die Sportwelt noch nach ihrer aktiven Karriere beeinflusste und formte - auch abseits der Skipiste.

Messechef Manfred Wutzlhofer übergibt der ehemaligen Skirennläuferin Rosi Mittermaier den ISPO CUP.
2005 gewann Rosi Mittermaier bereits den ISPO Cup für ihre einmaligen Leistungen für die Sportwelt.

Zwei Olympiasiege und drei Weltmeistertitel hatte sich Rosi Mittermaier erkämpft. Nachdem sie ihre aktive Laufbahn beendet hatte, engagierte sie sich mit gleicher Energie für soziale Projekte. Die ehemalige Profi-Skifahrerin unterstützte die Förderung des alpinen Skisports sowie die Nachwuchsförderung in Deutschland und der ganzen Welt. Damit formte und veränderte sie den Sport und die Gesellschaft nachhaltig.

Für diesen Einsatz und natürlich auch die einzigartige Sportkarriere erhielt Rosi Mittermaier 29 Jahre nach ihrem Karriereende im Jahr 2005 eine weitere Auszeichnung: den ISPO Pokal (heute ISPO Cup). Das zeigt, dass Rosis Leben weitaus mehr war, als nur ihre sportlichen Erfolge, auf die sie sich nie reduzieren lassen wollte.

„Mit Rosi Mittermaier verliert die Sportwelt nicht nur eine Ausnahmeathletin, sondern vor allem eine über alle Maße hinaus herzliche, sympathische und bei aller Bekanntheit bodenständige Persönlichkeit“, sagt Tobias Gröber, Head of ISPO Group. „Es war uns eine große Ehre und Freude Rosi mit dem ISPO Pokal für ihre einzigartige sportliche Karriere und ihr vielfältiges soziales Engagement auszuzeichnen.“

Rosi Mittermaier and Christian Neureuther visiting "Dein Winter. Dein Sport."
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther beim Besuch von „Dein Winter. Dein Sport“

Ein Leben voller Erfolge und Bescheidenheit

Rosi Mittermaier wurde am 22. November 1951 geboren. Sie begann früh in ihrer Jugend mit dem Skifahren, mit 14 Jahren trainierte sie das erste Mal mit der Nationalmannschaft. Mittermaier war sehr talentiert und startete ab der Saison 1966/67 international. Im selben Jahr gewann sie das erste Mal die Deutsche Meisterschaft.

Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck machte sich Rosi unsterblich: Olympiasiegerin im Slalom und in der Abfahrt. Der wahrscheinlich größte Erfolg ihrer sportlichen Karriere. 

Sie war eine der erfolgreichsten Skirennläuferinnen ihrer Zeit. Doch Rosi Mittermaier war noch viel mehr.

„Sie war eine Inspiration für Millionen Menschen in Deutschland und weit darüber hinaus“, so Lena Haushofer, Exhibition Director ISPO Munich & OutDoor by ISPO.

    Für ihr soziales Engagement wurde Rosi Mittermaier unzählige Male ausgezeichnet:

    • Bayerischer Verdienstorden (2007)
    • Bundesverdienstkreuz am Bande (2005)
    • ISPO Pokal (2005)
    • Goldene Sportpyramide (2001)
    • Georg von Opel-Preis (2000)
    • Olympischer Orden des IOC (1999)
    • Nationale Botschafterin für Sport, Toleranz und Fair Play (1997)

    „So einen Menschen findet man nicht wieder“

    Doch trotz aller Auszeichnungen und Erfolge blieb Rosi immer bescheiden und bodenständig. In einem Interview mit ISPO.com im Jahr 2017 sagte sie: „Einfach rausgehen, in die Natur – auch wenn es mal kalt ist! Das ist doch eigentlich das Schöne!“

    Ihr guter Freund Markus Wasmeier, Doppel-Olympiasieger 1994, beschreibt seine Trauer mit den Worten: „Wir haben einen fantastischen Menschen verloren. Rosi hatte ein Herz so groß wie ein Bus, sie war immer für jeden da - das war einzigartig. So einen Menschen findet man nicht wieder, sie hinterlässt eine riesige Lücke.“



    Eine, die von Rosi Mittermeier inspiriert wurde, ist Maria Höfl-Riesch. Die ehemalige deutsche Skirennläuferin nimmt auf Instagram mit diesen Worten Abschied:

    „Sie war nicht nur als Sportlerin ein großes Vorbild, sondern hat auch als Mensch durch ihre Bescheidenheit und liebenswerte Art beeindruckt. Zudem hat Rosi maßgeblich dazu beigetragen, dass der Frauensport ganz anders wahrgenommen wird. Liebe Rosi, danke für alles!“

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