Autor Veit Schumacher
Autor:
Veit Schumacher

Deloitte-Untersuchung zum Konsumentenverhalten in Mitteleuropa

Aktive Menschen würden mehr Geld für nachhaltige Produkte ausgeben

Laut einer neuen Studie hat sich das Sportkonsumverhalten in ganz Mitteleuropa in den letzten zwei Jahren kaum gewandelt. Positiv zu bewerten ist jedoch die zunehmende Bereitschaft, für nachhaltig produzierte und umweltfreundliche Produkte mehr Geld auszugeben. Die aktivsten Käufer von Sportartikeln sind mit weitem Abstand die Österreicher.

Beim Trailrunning steckt sich jeder seine Grenzen selbst.
Für nachhaltige Produkte würden Sportkunden auch tiefer in die Tasche greifen.

Im Dezember 2019 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH Deutschland eine neue Studie über das allgemeine Konsumentenverhalten von sportbegeisterten Menschen ab einem Alter von 15 Jahren in Mitteleuropa erstellt. Neben ausgewählten Ländern stand dabei in erster Linie der deutsche Markt im Fokus.

Ziel der Befragung war es, neue Trends im stationären bzw. digitalen Einzelhandel zu ermitteln und wichtige Einblicke in die Zielgruppen zu erhalten.

Österreicher geben mit Abstand das meiste Geld für Sportartikel aus

Die von Dr. Felix Mutter auf der ISPO Munich 2020 präsentierten Ergebnisse machen deutlich, dass sich das Konsumentenverhalten innerhalb der letzten zwei Jahre kaum verändert habe. So kauft das Gros der sportinteressierten Menschen nach wie vor bevorzugt im stationären Handel ein (ca. 60 %).

Rund 25-40% nutzen Onlineshops, um neue Sportartikel zu kaufen. Dabei werden rund 600 bis 650 Euro jährlich investiert. Bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass die Österreicher mit 1.382 Euro pro Jahr fast doppelt so viel Geld ausgeben, wie alle anderen in der Studie befragten Nationalitäten.

Die Mär vom Beratungsklau im stationären Handel

Der aufgrund der Digitalisierung befürchtete Beratungsklau im stationären Einzelhandel ist laut Aussage der Marktforscher weitestgehend unbegründet. Hauptargument für die Kaufentscheidung bzw. den Wechsel zwischen stationärem und digitalem Handel ist in erster Linie der Preis. Denn fast jeder Konsument, der sich beim Kauf von Sportartikeln im Ladengeschäft informiert oder beraten lässt, schließt den Kauf auch vor Ort ab. Gerade einmal 8% jener, die bevorzugt online kaufen, lassen sich im Laden beraten und bestellen das gewünschte Produkt schließlich daheim im Internet.

Auffällig ist, dass pro Kopf im stationären Handel mit 668 Euro durchschnittlich mehr Geld ausgegeben wird als mit 632 Euro in Onlineshops. Wird digital eingekauft, dann bevorzugt über den Computer (81%) und zumeist von weiblichen Kunden (53%), während im stationären Handel die Männer (51%) überwiegen. 

Mehr Geld für nachhaltige Produkte? Kein Problem für die meisten Kunden

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte eine Rolle in der Befragung. Demnach sind mehr als die Hälfte der befragten mitteleuropäischen Kunden durchaus bereit, für ein qualitativ gleichwertiges, aber nachhaltiges Produkt zwischen 8 bis 20 Euro mehr zu zahlen.

Kleine Randnotiz: Die beliebtesten Sportarten unter den befragten Käufern sind in fast allen zentraleuropäischen Ländern

  • Schwimmen 
  • Running
  • Fitness
  • Fußball
  • Wandern

 Gleiches gilt auch für Deutschland, wobei es Fußball interessanterweise nicht aufs Podest geschafft hat.

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