Dr. Regina Henkel
Autor:
Regina Henkel

Nachhaltigkeit auf der ISPO MUNICH

Bluesign Product: Eines der strengsten Label in der Textil-Branche

Das Label „bluesign® product“ gehört innerhalb der Textilindustrie zu den bekanntesten und strengsten Nachhaltigkeits-Siegeln und ist speziell bei Sportbekleidungsmarken verbreitet.

Das bluesign®-Label
Das bluesign®-Label

Die bluesign technologies AG in St. Gallen, Schweiz, wurde im Jahr 2000 gegründet und entwickelte das ganzheitliche bluesign® system basierend auf dem Prinzip des Input Stream Managements.

Das heißt, es schließt umweltbelastende Substanzen von Anfang an aus dem Fertigungsprozess aus und kann so gleichermaßen sicherstellen, dass das fertige Produkt strengsten Verbraucherschutzanforderungen weltweit standhält.

Insofern betrachtet es nicht nur das einzelne Verbraucherprodukt bezüglich des Verbraucherschutzes, sondern alle Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Ressourcenverbrauch. Ziel ist die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von den chemischen Komponenten bis hin zu Emissionen und Energieverbrauch analysiert und kontrolliert das System sämtliche Fertigungsschritte.

Auf Grundlage der „Best Available Technique“ (BAT) werden die Richtlinien und Prozesse erarbeitet, um einerseits Nachhaltigkeitskriterien und andererseits Qualität, Funktionalität und Design der Marktanforderungen zu erfüllen. Sowohl Chemikalienlieferanten, Hersteller sämtlicher textilen Fertigungsprozesse sowie Marken sind Teil des bluesign® system.

Lesen Sie hier alle News und Informationen zu bluesign®.

„bluesign® product“ für Verbraucherprodukte

Die Firmen werden strengen Assessments unterzogen um die produzierten chemischen Produkte und textilen Komponenten sowie Zubehör zu zertifizieren. Wird ein Produkt aus „bluesign® approved“ Komponenten hergestellt, darf es mit dem Label „bluesign® product“ ausgezeichnet werden.

Das bluesign® system beschränkt sich dabei weder auf bestimmte Rohstoff- und Fasertypen noch auf einzelne Produktionsschritte oder bestimmte textile Verbraucherprodukte.


Mindestens 90 Prozent des Textilgewebes muss bluesign®-zertifiziert sein. Dazu gehören insbesondere die Innen- und Außenschichten eines Kleidungsstückes einschließlich aller Drucke. Darüber hinaus müssen mindestens 30 Prozent aller Zutaten wie Reißverschlüsse, Knöpfe und Stickereien bluesign®-zertifiziert sein.

Die restlichen maximal zehn Prozent der Textilien und 70 Prozent der Zutaten, die nicht bluesign®-zertifiziert sind, müssen die strengen Grenzwerte der bluesign®-Kriterien für Verbraucherschutz erfüllen.

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