Autor:
Florian Larch

Diese eSport-Profis spielen um Preisgelder in Millionenhöhe

Die 10 besten eSportler des Jahres 2018

Das Internetportal „Esports Earnings“ gibt Auskunft über die erfolgreichsten eSportler des Jahres 2018, gemessen an ihren Preisgeldern. Da es kaum Informationen zu Gehältern der einzelnen Spieler gibt, sind die Preisgelder ein passender Indikator für den Erfolg der einzelnen Spieler. Dominiert wird die Liste von asiatischen Spieler. Die Spitze beherrscht jedoch ein Finne. 

Beim Dota 2 – The International Turnier betrug der Preispool dieses Jahr 24,8 Millionen Dollar.

Platz

Land

ID

Spielername

Preisgelder (2018)

Preisgeld (Gesamt)

1

Finnland

JerAx

Jesse Vainikka

$2,290,631.60

$3,306,463.82

2

Norwegen

N0tail

Johan Sundstein

$2,282,716.63

$3,735,055.59

3

Frankreich

7ckngMad

Sébastien Debs

$2,280,216.63

$2,325,596.81

4

Finnland

Topson

Topias Taavitsainen

$2,249,841.60

$2,250,909.97

5

Australien

ana

Anathan Pham

$2,249,136.18

$2,853,875.76

6

China

SomnusM

Lu Yao

$1,091,935.92

$2,247,924.22

7

China

Fy

Xu, Linsen

$1,091,935.92

$2,144,733.44

8

China

Ame

Wang Chunyu

$1,091,935.92

$1,529,508.84

9

Malaysia

xNova

Jianwei Yap

$1,091,935.92

$1,132,528.34

10

China

Chalice

Yang, Shenyi

$1,091,935.92

$1,098,635.24

Platz 10: Yang Shenyi alias Chalice

Den zehnten Platz belegt Yang Shenyi oder „Chalice“ aus China. Der 20-Jährige gehört zum Dota 2-Team „LGD Gaming“ und hat den größten Teil seiner Preisgelder in diesem Jahr gewonnen. Das Team ist übrigens Bestandteil der Kooperation zwischen LGD und Paris Saint-Germain, die unter dem Namen PSG.LGD firmiert. Ihn als Neueinsteiger zu bezeichnen wäre jedoch falsch, denn er sammelte schon 2016 eSports-Erfahrung im Team „MAX.Y“.

Platz 9: Jianwei Yap alias xNova

Sein Teamkollege Jian Wei „xNova" Yap belegt den neunten Rang in dem diesjährigen Ranking. Er betrat die professionelle Dota 2-Bühne bereits 2013 und verdiente sich in verschiedenen eSports-Teams wie „Who2Bet“ oder „WarriorsGaming.Unity“ seine ersten Gaming-Sporen. Gerade mit dem letzteren Team konnte er 2016 bei „The Boston Major“ überzeugen und wurden dann 2018 von „LGD Gaming“ unter Vertrag genommen.

Platz 8: Wang Chunyu alias Ame

Das erfolgreiche Jahr des eSports-Teams „LGD Gaming“ untermauert der Dota 2-Profi Wang „Ame" Chunyu auf Platz acht. Der heute 21-Jährige begann seine eSports-Karriere bei dem 2015 gegründeten Jugend-Team „CDEC Youth“ und wechselte 2016 ins Profi-Lager. Er ist seitdem fester Bestandteil von „LGD Gaming“.

Rang 7: Xu Linsen alias Fy

Auch auf dem siebten Rang kann sich mit Xu „fy" Linsen ein Team-Mitglied von „LGD Gaming“ festsetzen. Der 23-Jährige begann seine Karriere als professioneller Dota 2-Gamer bereits Ende 2012 mit der Mannschaft „Vici Gaming“. Laut eigener Aussage hatte er bis dato noch keine einzige Partie Dota 2 gespielt und musste deshalb von einem Gamer namens „WarGod7“ überzeugt werden. Aller Voraussicht nach verbarg sich hinter dem Gamer-Tag sein damaliger Teamkollege Tong „Mikasa" Junjie aka „sydm“. Nach einigen Jahren bei „Vici Gaming“ folgte im September 2017 der Wechsel zu seinem derzeitigen Team.

Platz 6: Lu Yao alias Somnus丶M

Der sechste Platz geht mit Lu „SomnusM" Yao aka „Maybe" ebenfalls an „LGD Gaming“. Der 23-Jährige kann schon als Dota 2-Veteran bezeichnet werden, da er bereits Anfang 2013 bei „Vici Gaming“ seine ersten Gehversuche in einem Pro-Team unternahm.

Während seiner bisherigen Karriere hat er auch die Schattenseite des eSports kennengelernt. Im Februar 2014 wurde er von „LGD Gaming“ angeheuert, um dann zwei Monate später durch einen anderen Spieler ersetzt und ins Farm-Team versetzt zu werden. Dort stellte er seine Klasse unter Beweis und wurde schon bald wieder ins Hauptteam übernommen. Nach seinen Erfolgen bei einigen Dota Turnieren 2015 erhielt er einen Vier-Jahres-Vertrag, der 2019 endet.

Platz 5:Anathan Pham alias ana

Mit Anathan „ana" Pham bricht ein Australier in die Phalanx der asiatischen Spieler ein und landet auf Rang Fünf. Trotz seiner erst 19 Jahre spielte er bereits 2013 für ein paar Tage beim Team „Mobility Gaming“ professionell Dota 2, bevor er dann 2016 mit seinem Eintritt in die Mannschaft „Invictus Games“ ernsthaft in die Szene einstieg. Schon zu dieser Zeit konnte er erste Erfolge verbuchen und wechselte mehrfach seine Mannschaften bis er im April 2018 einen Vertrag beim europäischen Team „Red Bull OG“ unterschrieb.

Über die „Open European Qualifiers“ gelang es der Mannschaft sich als eines von 18 Teams die Teilnahme für „The International 2018“ in Vancouver zu sichern. In dem von Steam-Entwickler Valve ausgerichteten Turnier schaffte „OG“ die Sensation, als sich das Team im Finale mit 3 zu 2 gegen das favorisierte Team „PSG.LGD Gaming“ durchsetzte und sich damit das Preisgeld sichern konnte. Nach diesem Überraschungssieg verkündete Anathan eine längere Auszeit vom eSport nehmen zu wollen.

Platz 4: Topias Taavitsainen alias Topson mit

Sein „OG“-Teamkollege Topias „Topson" Taavitsainen ist erst seit 2017 in der Dota 2-Pro-Szene vertreten und spielte zu Beginn für die russische Mannschaft „SFT e-sports“. Während der kurzen Zeit in diesem Team konnte der mittlerweile 20-jährige Finne erste kleinere Erfolge feiern. Die Zeit danach verbrachte er mehr oder weniger erfolgreich in einigen anderen Teams, unter anderem bei „5 Anchors No Captain“, bevor er schließlich im Juni 2018 seinen Vertrag bei „OG“ unterschrieb. Mit diesem neu-formierten Team gelang ihm schließlich der Sensationserfolg bei den „The International 18“ in Vancouver. Dank dieses Erfolges konnte er sich den vierten Platz im Jahres-Ranking sichern.

Platz 3: Sébastien Debs alias 7ckngMad

In den Top 3 belegt Sébastien „7ckngMad" Debs den dritten Rang der erfolgreichsten eSportler des Jahres 2018. Der Franzose ist mit seinen 26 Jahren schon ein echtes Urgestein in der Dota 2-Szene. Er begann seine Karriere im Jahr 2011 beim damaligen „Team Shakira“. Danach folgten zahlreiche Engagements und Wechsel in andere Mannschaften.

Im Anschluss spielte er für ein paar Monate bei den „Western Wolves“, 2013 dann für das Team „DD.Dota“, bevor er 2016 zuerst als Coach zu „OG“ wechselte und dann im Juni 2018 sich wieder als Spieler reaktivierte. Das Jahr 2015 zeigt eine Besonderheit des eSports: hier spielte „7ckngMad" in sieben verschiedenen Teams – mangelnder Erfolg einzelner Teams zwangen ihn immer wieder zu Wechseln.

Die Misserfolge ließen seinen Glanz als Spieler langsam verblassen, sodass er sich dazu entschloss, als Trainer bei „Red Bull OG“ anzuheuern. In dieser neuen Funktion konnte er wieder erste Siege einfahren. Nachdem Weggang seines Spielers Roman „Resolut1on" Fominok trat er selbst als Spieler in Erscheinung und konnte mit dem Sieg bei „The International 18“ seinen größten Erfolg als Dota 2-Profi feiern.

Platz 2: Johan Sundstein alias N0tail

Der 25-jährige Däne Johan „N0tail" Sundstein belegt im diesjährigen Ranking den zweiten Platz. Genau wie die Spieler zuvor gehört er zum erfolgreichen „OG“-Team. Allerdings fand er den Einstieg zu Dota 2 über das Spiel Heroes of Newerth. Während dieser Anfangszeit lernte er mit Jascha „NoVa” Markuse und Tal „Fly” Aizik zwei weitere Spieler kennen, mit denen er zukünftig im Team antreten wollte.

Aus dieser Konstellation entwickelte sich zunächst ein Fnatic-Sidekick und schließlich in der Folgezeit das Dota 2-Team „Fnatic.EU“. Damit betrat der junge Däne im Jahr 2012 die professionelle eSports-Bühne und nach den ersten Erfolgen wurde das junge Team 2013 zu Valve’s „The International 2013“ nach Seattle eingeladen. In den folgenden Jahren spielte er mit wechselndem Erfolg für verschiedene eSports-Mannschaften, darunter „Team Secret“ und „Cloud9“.

Bereits im Jahr 2015 gründete er gemeinsam mit Tal „Fly” Aizik „Monkey Business“, das später zu „OG“ wurde. Dank des diesjährigen Erfolges bei den „The International 2018“ wird er in der Liste „The Forbes 30 Under 30 in Gaming“ geführt.

Platz 1: Jesse Vainikka alias JerAx

Den ersten Platz der erfolgreichsten eSportler des Jahres 2018 belegt der 26-jährige Finne Jesse „JerAx" Vainikka. Genau wie bei Johan „N0tail" Sundstein liegen seine eSports-Wurzeln bei Heroes of Newerth. Diese ersten Schritte musste er 2012 unterbrechen, weil er seinen Militärdienst bei den finnischen Streitkräften ableistete. Anschließend begann er seine Dota 2-Karriere im Team „Rat in the Dark“ und wechselte schon kurze Zeit später zu „QPAD Red Panda“.

Im Laufe der folgenden Jahre sollte er noch das ein oder andere Mal seine Teams wechseln und feierte schon bald beachtliche Erfolge. 2015 gewann er mit „Team Liquid“ die „The Defense Season 5“ und wurde dritter bei der „World Cyber Arena 2015“. 2016 lief für den jungen Finnen sehr erfolgreich – er gewann sein erstes Offline-Turnier mit seiner Mannschaft und konnte sich so den Sieg bei „Epicenter 2016“ in Moskau sichern. Dank dieser Erfolge wurde er von Team „OG“ abgeworben und spielt seit August 2016 für sie. Dank des großen Erfolges bei „The International 2018“ ist „JerAx" seit August bei OG unter Vertrag.

Die Erfolge des Jahres 2018 zeigen, dass europäische eSportler dank des passenden Umfelds mit ihrer asiatischen Konkurrenz mithalten können. Die Kooperation zwischen Red Bull und OG scheint für beide Seiten von Vorteil zu sein.

KuroKy erfolgreichster eSports-Profi

Wer denkt, dass es keinen erfolgreichen deutschen eSportler gibt täuscht sich auf ganzer Linie. Denn mit Kuro „KuroKy“ Salehi Takhasomi stellt Deutschland den im Moment erfolgreichsten eSportler. Während seiner erfolgreichen Karriere hat er rund $4.128.926,95 erspielt. Er begann seine Laufbahn bereits mit 16 Jahren und krönte sie mit dem „The International“-Sieg im Jahr 2017. Dieser Erfolg spülte auch das größte Preisgeld in seine Tasche – zumal er als damaliger Kapitän von „Team Liquid“ eine größere Summe einstrich.

Dota2 stellt die höchsten Preisgelder im eSports

Die Dota 2-Tuniere, vor allem die großen wie das „The International“ von Valve sind so hoch dotiert, dass die Sportler gut von den Preisgeldern leben können. Das liegt unter anderem auch daran, dass das Spiel eine extrem große Fanbase besitzt und die Wettbewerbe von zehntausenden Zuschauern angeschaut werden.

Autor:
Florian Larch
Kommentare