Autor:
Martin Jahns

Nach dem Tod von George Floyd

Black Lives Matter: Sportstars und Marken gegen Rassismus

LeBron James, Naomi Osaka, Michael Jordan - unzählige Prominente der Sportwelt positionieren sich nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd gegen Rassismus und Diskriminierung. Auch Sport-Marken wie Adidas, Patagonia oder Arc'teryx beziehen Stellung.

5. LeBron James: 47,91 Mio. Followers  Lediglich ein Nicht-Fußballer schafft es in die weltweiten Top 10: Der Basketball-Superstar LeBron James verkörpert auf Instagram sportliche Höchstleistungen und NBA-Lifestyle. Er polarisiert ebenso wie sein neues Team, die Los Angeles Lakers.
NBA-Profi LeBron James tritt wie viele andere Sportstars gegen Rassismus ein.

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einer gewaltsamen Festnahme hat in den USA eine Welle des Protests gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Minderheiten entfacht. Auch die Welt des Sports bezieht Stellung.

 

Ein Thema – viele Perspektiven: Persönliche Interviews, ehrliche Meinungen und kontroverse Diskussionen rund um ein Trendthema. Das ist der neue, monatlichen Newsletter „Perspectives of Sports and Outdoor“ von ISPO.

Von Michael Jordan bis Mikaela Shiffrin - Sportstars gegen Rassismus

In den sozialen Medien veröffentlichten zudem Größen der Sportwelt klare Statements gegen Rassismus und Diskriminierung. ISPO.com zeigt namhafte Beispiele:

In seiner aktiven Karriere war NBA-Superstar Michael Jordan nicht dafür bekannt, sich zu politischen oder gesellschaftlichen Themen zu äußern. Umso mehr Gewicht hat sein aktuelles Statement.

Bereits in der Vergangenheit machte NBA-Star LeBron James von den Los Angeles Lakers auf Polizeigewalt gegen Minderheiten aufmerksam. Auch diesmal meldet sich James zu Wort.

Die Bewegung Black Lives Matter und der dazugehörige Hashtag setzen sich gegen Gewalt gegen Schwarze bzw. People of color ein. Black Lives Matter organisiert regelmäßig Proteste gegen die Tötung Schwarzer durch Gesetzeshüter und zu breiteren Problemen wie Racial Profiling, Polizeigewalt und Rassismus.

Auch der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton nutzt den Hashtag #BlackLivesMatter, der seit 2013 in den sozialen Netzwerken verwendet wird.

Laut Forbes ist die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka die bestverdienende Sportlerin der Welt. Die Weltranglistenzehnte ist neben Serena Williams (Rang 9 der WTA-Weltrangliste) die einzige Frau unter den Top 100 der reichsten Sportlerinnen und Sportler. Osaka belegt im Forbes-Ranking 2020 mit Jahreseinnahmen von 37,4 Millionen Dollar Rang 29, Serena Williams steht mit 36 Millionen Dollar auf Rang 33.

Simone Biles ist mit 25 WM-Medaillen die erfolgreichste Turnerin der Geschichte. Hinzu kommen vier olympische Goldmedaillen sowie einmal Olympia-Bronze.

Als damaliger Quarterback der San Francisco 49ers war Colin Kaepernick im Jahr 2016 einer der Hauptakteure im Kampf von Sportlern gegen Rassismus und Diskriminierung. Während der obligatorischen US-Hymne vor NFL-Spielen kniete sich Kaepernick am Spielfeldrand auf den Boden. Mehrere NFL-Spieler schlossen sich damals seinem Hymnenprotest an. Von US-Präsident Donald Trump wurde Kaepernick hingegen scharf kritisiert.

Die San Francisco 49ers verlängerten Kaepernicks auslaufenden Vertrag Anfang 2017 nicht. Seitdem ist der einstige Super-Bowl-Teilnehmer ohne Verein.

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin dominiert seit Jahren den Ski-alpin-Weltcup der Frauen. Auf Twitter zeigt sie sich angesichts der aktuellen Situation meinungsstark.

Der Russe Alexander Ovechkin ist seit Jahren einer der Topstars in der NHL. Er spielt bei den Washington Capitals und richtet via Twitter einen Appell an die Gesellschaft.

Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach kniete sich beim Bundesliga-Torjubel am ersten Wochenende nach dem Tod von George Floyd auf den Rasen – eine Reminiszenz an Colin Kaepernicks Hymnenprotest gegen Polizeigewalt.

Borussia Dortmunds Jadon Sancho präsentierte beim Torjubel ein Shirt mit der Aufschrift „Justice for George Floyd“.

Adidas, Patagonia & Co.: Auch Sportmarken beziehen Stellung

Wenn Adidas einen Tweet von Hauptkonkurrent Nike retweetet, muss es schon einen triftigen Grund geben:

Sportartikelhersteller Puma ruft zu Spenden an den Minnesota Freedom Fund auf. In Minneapolis im Bundesstaat Minnesota kam  George Floyd durch Polizeigewalt ums Leben.

Auch Outdoor-Marken wie Arc'teryx, Columbia Sportswear, Patagonia oder The North Face stellten sich öffentlich gegen Rassismus und Diskriminierung.

Autor:
Martin Jahns
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