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Auf der ISPO Munich beschäftigen sich viele Aussteller mit Umwelt-Themen

Nachhaltigkeit auf der ISPO Munich 2018

Nachhaltigkeit und umweltschonendes Wirtschaften spielen in der Gesellschaft schon längst eine immer wichtigere Rolle. Das ist einerseits positiv, andererseits zeigt es die Dramatik der Situation: Erst die schlechten Nachrichten zu Klima, Armut und natürlichen Ressourcen sind es nämlich, die ein Umdenken erzwingen. Umso wichtiger, das Thema erneut auf die Agenda der ISPO Munich zu setzen.

Steve Richardson, der Gründer von „Material STEPS“, sagte: „Für den Sport ist Nachhaltigkeit sehr wichtig, denn der Sport muss ja irgendwo stattfinden. Wir brauchen einen Ort zum Spielen und für den Wettbewerb, einen Ort, um Spaß zu haben. Ohne die Umwelt? Was haben wir dann?“ Eben: wenig bis gar nichts. Kein Platz, um die Leidenschaft für Bewegung und Sport auszuleben. Auf der ISPO Munich ist aber deutlich zu sehen, dass sich viele Aussteller gegen den Ausverkauf der Natur stemmen. Kluge Gedanken zum Thema Rohstoffeinsatz führen immer öfter dazu, dass neue, umweltverträgliche Lösungen gefunden werden.

Naturprodukte als nachhaltige Alternative

Lara Delle, Innovationsmanagerin Materialien bei Vaude, meinte: „Normalerweise werden für Fleece-Materialien synthetische Materialien verwendet, zum Beispiel Polyester oder Polyamide. Die brauchen in der Herstellung jedoch sehr viel Energie. Tencel ist dagegen eine Faser, die aus Holz gewonnen wird, das heißt man braucht dafür kein Erdöl. Es ist zudem eine bioabbaubare Faser, die sich zersetzt.“

Anders als Kunststoffe, was zu einer massien Verunreinigung durch Mikroplastik führt, die sogar unsere Lebensmittel und damit uns selbst gefährdet. Spezielle Waschsäcke können dieses Problem eindämmen. Outdoor-Fans imprägnieren mit Bienenwachs statt mit schädlichen Sprays. Auch in Hardware kommen immer häufiger Naturprodukte wie Kork und recycelte Materialien zum Einsatz.

Im Sustainability Kiosk auf der ISPO Munich 2018 dreht sich alles rund um Nachhaltigkeit und Umwelt. 

Mache Deine Marke nachhaltiger

Was man noch tun kann? Dr. Pamela Ravisio, Head of CSR and Sustainability bei der European Outdoor Group, sagte: „Wenn dich interessiert, wo Dinge herkommen und du Fragen stellst, dann ist das die wichtigste Rolle. Stelle Fragen nach Herkunft und Referenzen! Als Marke ist es genau so: Rede mit den Lieferanten und lass Rohstoffe verbessern! Es gibt bessere Materialien? Verwende sie!

Vielleicht stellst du eine Frage, die jemand anderen zum Nachdenken bringt.“ Die ISPO Munich stellt viele dieser Fragen und beeinflusst dadurch die Politik der Nachhaltigkeit der Entscheider der Branche. Ravisios Fazit: „Die ISPO hat die echte Möglichkeit, Marken, Herstellern und Händlern, die eine klare Vision zu ausgefeilteren Möglichkeiten und besseren Qualitätsprodukten haben, eine Bühne zu geben.“

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