Autor:
Martina Wengenmeir

icebreaker mit kühner und positiver Zukunftsvision

„Plastikfrei bis 2023“: Die wichtigsten Nachhaltigkeits-Ziele von icebreaker

Plastikfrei bis zum Jahr 2023 - dieses Ziel hat sich icebreaker neben weiteren Zielen in puncto Nachhaltigkeit und Transparenz gesetzt. Die neuseeländische Merino-Marke baut dabei auf innovative DenkerInnen, umweltbewusste SportlerInnen und das Feedback aus ihrer Community. Gleichzeitig gibt sie tiefe Einblicke in ihre Zusammenarbeit mit Merino-Farmern und den eigenen ökologischen Fußabdruck.

icebreaker

Woraus besteht unsere Kleidung? Die wenigsten von uns wissen das genau. Und wenn es darum geht, lieber natürliche Stoffe anstelle von Plastik in Kontakt mit der eigenen Haut kommen zu lassen, würden dem viele Verbraucher so zustimmen. Diese Tatsache hat sich icebreaker zum Ziel gemacht und beschlossen, bis 2023 komplett plastikfrei zu werden, also auf künstliche Stoffe in ihren Produkten zu verzichten.

„Menschen entscheiden bewusster, was sie essen oder womit sie ihre Haut in Kontakt kommen lassen“, so Greg Smith, Global Brand President von icebreaker. „Wir wollen die Wahrnehmung beeinflussen, wie Kleidung und enthaltene synthetische Fasern hergestellt werden. Diese Informationen wollen wir zugänglich machen, um bewussteren Konsum zu ermöglichen. Die Textil-Industrie ist der zwei größte Umweltverschmutzer global. Als Bekleidungsmarke wollen wir Verantwortung übernehmen und eine positive Veränderung einleiten.“

Im Moment sind 87 % der von icebreaker verwendeten Fasern natürlicher Herkunft „Darauf sind wir ziemlich stolz, wussten aber auch, dass wir noch besser werden mussten. Als Erstes ist unsere Vision langfristig ohne Plastik auszukommen. Das beginnt natürlich bei verwendeten Materialien. Wir werden uns überlegen, wie wir unsere Kollektionen durch den 100-prozentigen Einsatz von natürlichen Fasern ersetzen, erneuen und überdenken können“, sagt Greg Smith.

Warum genau sind synthetische Fasern schlecht für die Umwelt?

Während natürliche Fasern wie Merino mit der Zeit abgebaut und zersetzt werden, bleiben künstliche Fasern wie Polyester nahezu intakt und unverändert unter aquatischen Bedingungen, wie beispielsweise im Meer.

Es kommt also nicht nur auf die Umweltbelastung bei der Herstellung der Faser an, sondern auch auf die Pflege der Bekleidung nach dem Kauf. Mit jedem Waschgang werden Mikrofasern von der Kleidung abgegeben und landen im Wasser. Im Fall von synthetischer Bekleidung in Form von nur schwer abbaubarem Mikroplastik. Statt abgebaut zu werden, werden synthetische Stoffe durch UV-Licht und Wellenbewegung im Ozean nur in immer kleinere Partikel zersetzt, bleiben aber langfristig bestehen. Hierin besteht der Vorteil in der Verwendung natürlicher Fasern denn diese können unter bestimmten Bedingungen langsam biologisch abgebaut werden und belasten die Umwelt nicht dauerhaft.

Kann man ein T-Shirt sieben Tage lang tragen?

Neben der Verwendung welcher Fasern kommt es allerdings auch darauf an, wie oft gewaschen wird. Studien zeigen, dass bis zu 700.000 Fasern pro Wäsche im Wasser landen. Nur zu waschen, wenn es wirklich nötig ist, ist also ein wichtiger Schritt um die Umwelt zu schonen. Um auf diese Thematik aufmerksam zu machen, rief icebreaker mit #teesforgood eine Kampagne ins Leben um mehrmaliges Tragen zwischen dem Waschen zu promoten. T-Shirts wurden dabei eine Woche lange getragen und die icebreaker Community wurde dafür sensibilisiert, dass Merino von Natur aus geruchsneutralisierend sind. 57.000 Menschen nahmen an der Aktion teil, wodurch geschätzte 750 Millionen Mikrofasern weniger in die Ozeane gespült wurden.

Merino T-Shirts nehmen von Natur aus weniger Gerüche auf und müssen deshalb weniger oft gewaschen werden, wodurch ihr ökologische Fußabdruck reduziert werden kann

Stärkere Transparenz bei eigenen icebreaker Produkten

Auch wenn es um eigene Produkte geht, möchte icebreaker klimapositiver werden und den ökologischen Fußabdruck verringern. Deshalb hat das Unternehmen eine Studie in Auftrag gegeben, um die Umweltbelastung bei der Produktion ihres klassischen Baselayers zu berechnen, der aus 100-prozentiger Merino-Wolle besteht. Dabei wird der ökologische Fußabdruck sowie der Energie- und Wasserverbrauch vom Schaf bis hin zum fertiggestellten Shirt gemessen. Künftig sollen die gewonnenen Daten dazu verwendet werden, die Ökobilanz bei der Herstellung der Merino-Bekleidung von icebreaker zu verbessern.

icebreaker pflegt langjährige Beziehungen zu den Betrieben, von denen Merino-Wolle bezogen wird um Artenvielfalt, Tierschutz und einen nachhaltigen Umgang mit Land zu unterstützen

Seit nunmehr drei Jahren veröffentlicht icebreaker ebenfalls alle Nachhaltigkeitsbestrebungen in einem Transparency Report um Fortschritte aufzuzeigen und positive Veränderungen voranzutreiben. Ziel dabei ist es, als Unternehmen langfristig nachhaltig und ethisch vorzugehen. Hierzu zählen ebenfalls der respektvolle Umgang mit Farmern und allen weiteren Teilen der Wertschöpfungskette sowie eine transparente Darstellungen der Bedingungen, unter denen ein Kleidungsstück hergestellt wird.

Tiefere Einblicke in die Philosophie und Produkte von icebreaker gibt es ebenfalls in Workshops und Keynotes im Rahmen der ISPO Munich Online von 1. bis 5. Februar 2021, ebenso wie im Brandroom von Icebreaker.

Montag, 1.Februar 2021: Workshop, 12:00-12:30
Thema: FW21 product Innovation and Award celebration ZoneKnit™ Hoodie
Redner: Jan Van Mossevelde (Vice president, General manager icebreaker EMEA)

Mittwoch, 3. Februar 2021Key Note, 16:55-17:10 
Thema: Mike Horn x icebreaker
Redner: Mike Horn (professional explorer) 

Freitag, 5. Februar 2021Workshop, 12:00-12:30
Thema: Plastic free by 23”
Redner: Julian Lings (Senior sustainability manager)

Alle Workshops und Keynotes finden in englischer Sprache statt.

Grüne Ziele von icebreaker

Die neuseeländische Bekleidungsmarke icebreaker verfolgt ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und stellt die Natur in den Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie. Diese grünen Punkte machen dabei das umweltbewusste Vorgehen der Marke getreu ihrem Motto „move to natural“ transparent.

Autor:
Martina Wengenmeir
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