Sebastian Schulke
Autor:
Sebastian Schulke

Bike-Protection im skandinavischen Design

Bei Sweet Protection aus Norwegen verschmelzen Style und Funktion

Höher, schneller und weiter – das gilt auch für Mountainbiker. Steile Anstiege, noch steilere Abfahrten, dazu jede Menge Trails, die dem Biker und seinem Material alles abverlangen. Auch Sprünge mit viel Airtime gehören bei fortgeschrittenen Freizeit-Bikern mittlerweile zum Repertoire. So viel Spaß ein wilder Ausritt auf zwei Rädern auch macht, das Thema Sicherheit darf niemals zu kurz kommen und spielt nicht nur im Bikepark eine wichtige Rolle.

Die Produkte von Sweet Protection beim Praxistest am Gardasee
Die Produkte von Sweet Protection beim Praxistest am Gardasee

Die Norweger von Sweet Protection entwickeln seit Jahren hochwertige Helme, Protektoren und funktionelle Bekleidung für Mountainbiker, die alles aus sich und ihrem Rad herausholen wollen. Mit dem Arbitrator MIPS, einem Cabrio-Fullface-Helm, und der Enduro Race Vest, einer Schutzweste für ambitionierte MTB-Rider, bedient Sweet Protection die hohen Sicherheitsansprüche sportlicher Biker. Diese finden zudem in der Hunter-Kollektion funktionelle Trailkleidung mit vielen durchdachten Details. Doch was genau steckt dahinter? Wir haben uns einige Highlight-Produkte aus der aktuellen Sweet-Bikekollektion etwas genauer angeschaut. Eines darf an dieser Stelle vorweg genommen werden – bei Sweet Protection stimmt nicht nur die Funktion, sondern für Skandinavier typisch, auch das Design.

Der Arbitrator MIPS ist ein Helm, der zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Er wird den Ansprüchen schwieriger Trails gerecht und eignet sich gleichermaßen für den Einsatz im Enduro oder Downhill Race. Wie das? Der für Downhill-Rennen zertifizierte Integralhelm lässt sich durch einen abnehmbaren Kinnbügel ganz unkompliziert in einen Trail-Helm verwandeln. So müssen sich Downhill- und Trailfahrer nicht mehr für eine Helmvariante entscheiden oder sich gleich zwei Helme kaufen. Der Abitrator kann beides: zwischen dem normalen Trail- und dem Fullface-Modus wechseln, ohne dabei an Sicherheit und Schutz einzubüßen. Durch die clevere Konstruktion ist in beiden Set-ups eine gute Belüftung gewährleistet. 

Der Abitrator MIPS in der Trail-Variante
Der Abitrator MIPS in der Trail-Variante

Kompromissloser Hybrid-Helm

„Unsere Zielsetzung lag von Anfang an darin, einen Integral- und Trailhelm mit möglichst wenig Kompromissen zu entwickeln“, erklärt Ståle Møller, Design- und Entwicklungsleiter von Sweet Protection. Er betont: „Gleichzeitig sollte der Helm leicht und gut belüftet sein, also ideal für Enduro-Rennen.“ Das ist der skandinavischen Edelmanufaktur gelungen, die in dem kleinen Ort Trysil, im Südosten von Norwegen, umringt von Bergen und Wildnis, seit dem Jahr 2000 innovative Helme, Protektoren und funktionelle Bekleidung kreiert. Das Team besteht aus Designern, Technikern und Athleten, die alle Produkte auch selbst testen.

Für den Arbitrator wurde ein spezielles ZYTEL-Skelett mit eingearbeiteten Verankerungen entwickelt. Die Hauptschale ist direkt am Skelett befestigt, die gesamte Konstruktion mit der EPS-Schale verbunden. Der abnehmbare Kinnschutz ist aus Pre-preg-Carbonfaser. Hier hat Sweet Protection eine Lösung mit zwei unterschiedlichen Kinnsicherungen entwickelt. Und: Wie alle Bike-Helme der Norweger verfügt auch der Arbitrator über eine STACC-Belüftung, die bei Hitze angenehm kühlt, sowie das innovative MIPS-System (Multi-Directional Impact Protection System).

Der Abitrator MIPS in der Downhill-Variante mit Fullface-Schutz
Der Abitrator MIPS in der Downhill-Variante mit Fullface-Schutz

Enduro Race Vest – für Uphills und Downhills

Passend zum Helm setzen die Norweger auch mit ihrer Protektorenweste Maßstäbe. Die Enduro Race Vest ist angenehm leicht und verstellbar. Das heißt: Sie ist für schweißtreibende Uphills als auch rasante Downhills geeignet. Vorne und hinten befinden sich abnehmbare Schutzpolster aus viskoelastischem Weichschaum von SAS-TEC. Diese bieten beste Dämpfung und sorgen für einen angenehmen Tragekomfort. Durch die schlanke Konstruktion kann die Weste auch unter einem Radtrikot getragen werden. Weitere Vorzüge: ein abnehmbarer Aufbewahrungsgurt mit Trinkfach und geräumige Taschen für Werkzeug oder Snacks. Das Rückengurtsystem bietet zudem Befestigungspunkte für den Arbitrator-Kinnschutz.

Eine Protektorenweste für jedes Gelände: Enduro Race Vest
Eine Protektorenweste für jedes Gelände: Enduro Race Vest

Hunter-Kollektion: stärker, leichter, besser

„All unsere Entscheidungen basieren auf unserer zentralen Designphilosophie: stärker, leichter, besser“, erklärt Møller. Das gilt natürlich ebenso für die Trailkleidung von Sweet Protection. Auch hier machen die Skandinavier keine Abstriche oder Kompromisse, wie die Hunter-Kollektion verdeutlicht. Ob Hose oder Trikot, alles ist genau auf die Bedürfnisse und Einsatzbereiche von Mountainbikern abgestimmt. Die Schnitte und Materialien der einzelnen Funktionstextilien sorgen beim Uphill für einen kühlenden Effekt. So auch bei der atmungsaktiven und leichten Hunter Light Short. Sie ist aus wasserabweisendem Softshell-Material gefertigt und mit Mesh-Belüftungen ausgestattet.

Passend zur Short gibt es das Merino Full-Zip-Trikot. Es ist zu 87 Prozent aus dem äußerst zuverlässigen Naturprodukt hergestellt: feinster Merinowolle, die durch perfektes Temperatur- und Feuchtigkeitsmanagement überzeugt. Der Rest (13 Prozent) besteht aus Polyamid mit einer weichen Innenseite. Windblocker-Material an der Vorderseite verhindert beim Downhill ein Auskühlen des Oberkörpers. So ist auch an kälteren Tagen absoluter Fahrspaß garantiert. Auch ein Auskühlen bei Abfahrten nach schweißtreibenden Anstiegen wird so verhindert.

Sebastian Schulke
Autor:
Sebastian Schulke
Kommentare


Themen dieses Artikels