Camping – Urlaub mit Freiheitsgefühl

Campen gehört seit vielen Jahren und Generationen zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen in den Sommermonaten. Das Angebot an und auf Campingplätzen ist groß, wobei der Urlaub in der Natur nichts mehr mit Verzicht und sporadischem Wohnen zu tun hat. Campieren ja, aber ein bisschen Luxus darf's schon sein.

Warum Camping wieder in ist

Viele besinnen sich heute immer mehr auf die Rückkehr zum Ursprünglichen und Nähe zur Natur. Was liegt da näher, als auch den Urlaub wieder auf diese Art zu verbringen? Dies mag einer der Gründe sein, warum Camping wieder gefragt ist und nicht nur Kinder es lieben, im heimischen Garten im Sommer die Nächte im Zelt zu verbringen. Lagerfeuerromantik und der Blick auf den sternenklaren Himmel lassen Erinnerungen an die Kindheit wieder aufkommen und gleichzeitig rückt die ganze Familie wortwörtlich zusammen und besinnt sich auf das eigentlich Wesentliche. 

Ein weiterer Grund, warum Camping wieder gefragt ist, ist das Gefühl der Freiheit. Gerade heutzutage, wo viele die beruflichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen des Alltags wie ein Korsett empfinden, sehnen wir uns danach, einfach mal frei und unabhängig zu sein, tun und lassen zu können, was wir wollen. Ganz getreu dem Motto: nichts muss, aber alles kann. Genauso sind auch Campingfreunde - pragmatisch und gemütlich. Wird das Wetter schlecht oder nerven die Nachbarn, wird einfach gepackt und der Motor angelassen. Umgekehrt knüpft man schnell Kontakte, zum Beispiel die Kinder mit dem Nachwuchs des Parzellen-Nachbarn. 

Aber trotz aller Ursprünglichkeit: Verzicht war gestern, Genuss ist heute. Moderne Schlafgelegenheiten, egal ob Camper, Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil, sind komfortabel ausgestattet, ebenso wie die meisten Campingplätze. Veraltete Sanitäranlagen und weit entfernte Stromanschlüsse gehören in vielen Ländern und auf vielen Stellplätzen der Vergangenheit an.

Campingplätze als echte Outdoor-Erlebnisse

Wer an Camping denkt, hat Ruhe, Erholung, aber auch den puren Naturgenuss im Sinn. Beliebte Campingplätze, auf denen man richtig entspannen und die noch intakte Umwelt genießen kann, gibt es in den unterschiedlichsten Landschaften und vielfältigsten Umgebungen. Die Palette reicht von eher abgelegen und fernab von Mitmenschen an norwegischen Fjorden bis hin zu stadtnahen Stellplätzen in den bekannten mitteleuropäischen Metropolen, egal ob in Italien, Frankreich und Kroatien. Teilweise sind sie auch so nahegelegen, dass es lohnt, für einen Kurztrip das Zelt oder den Camper zu packen.

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Camping funktioniert auch mit den Kleinen

Campingurlaub ist für so ziemlich jeden geeignet, egal ob abenteuersuchender Einzelgänger, Naturliebhaber mit Haustier oder Familie mit Kindern. Denn erfahrene Eltern wissen sehr genau, wie gerne der Nachwuchs in der Natur unterwegs ist, wie spannend es ist, unter beinahe freiem Himmel zu schlafen und das eine oder andere Geräusch wahrzunehmen. Und das ganz unabhängig vom Alter der kleinen oder großen Camper.

Ratsam in diesem Zusammenhang ist es, vor dem Aufbruch in den „richtigen“ Campingurlaub erst einmal Probe zu campen. Denn sich auf engem Raum mit der Familie zurecht zu finden, will auch gelernt sein. Ist das geschafft, einfach die Route richtig planen, auf den richtigen Camper setzen und ins Naturabenteuer starten.

 

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Campingplatz-Hopping als neuer Reisetrend

Geht es um die Wahl des Campingplatzes, bevorzugen viele die Nähe zur Natur und zu unterschiedlichen Bademöglichkeiten, wobei hier der See das Meer mit 64 zu 57 Prozent knapp aussticht. Zu beobachten ist, dass Camper längst nicht mehr ortstreu sind. Viele favorisieren mehrmalige Wechsel während der Reise. Dazu kommt, dass viele keine konkrete Routenplanung im Vorfeld machen, sondern sprichwörtlich dort bleiben, wo es ihnen gerade gefällt. 

Wird der Campingurlaub tatsächlich geplant, greifen viele auf Expertentipps und Vorabinformation aus dem Internet zurück, knapp die Hälfte vertraut auf Erfahrungen aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis. Bei der Wahl des Campingplatzes stehen vor allem Kriterien wie das Vorhandensein von Sanitär- und Einkaufsmöglichkeiten im Vordergrund, aber auch eine intakte Strom- und Wasserversorgung direkt am Stellplatz. Aber unter Campern gibt es auch einige Geheimtipps, wie man den besten Spot findet.

 

Campen und Reisen

Ein besonderer Trend, der Furore macht, ist das urbane Camping, das heißt, die direkte Verbindung zwischen Städtetripp und Campingerlebnis. Im urbanen Bereich hat man darauf reagiert und spezielle Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobil und Co. etwas außerhalb der Stadtzentren angelegt. Meist angrenzend an Grünflächen, einem Park oder einem möglichst naturbelassenen Gebiet. Damit findet der Camper sozusagen das Beste aus zwei Welten, den Aufenthalt in Naturnähe mit Ausflügen zu Kunst, Kultur und Shopping in einer Großstadt. Neben den typischen Campingplätzen im städtischen Bereich finden sich auch häufig spezielle Stellplätze, die über einen Wasseranschluss und eine Möglichkeit zur Grauwasserentsorgung verfügen. 

Gefragte Großstädte, die sich perfekt für urbanes Camping eignen, sind in Deutschland Berlin, München und Hamburg. Allen dreien gemeinsam sind die Naturnähe und ein gutes Angebot zum Campen. Auch Bremen mit seinem Campingplatz am Stadtwaldsee ist für den neuen Campingtrend eine gute Adresse. Wen es ins Ausland zieht, der findet in Rom gute Campingmöglichkeiten, wobei in Italien fast jede größere Stadt diesbezüglich gewappnet ist. Auch in London finden Campingenthusiasten viele Möglichkeiten, vor Ort dem Naturtrend zu fröhnen. 

Wen es in den Süden zieht, für den ist eine Reise mit dem Camper nach Lyon oder Barcelona ebenfalls das Richtige. Während die französische Stadt mit einem Campingplatz direkt am Naturpark lockt, findet sich nur knapp 12 Kilometer außerhalb der spanischen Metropole ebenfalls eine Campinglocation, die direkt an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden und unmittelbar am Meer gelegen ist.

Auf die richtige Ausrüstung setzen

Damit Campen in der Natur und in fremden Ländern so richtig Spaß macht, solltest du auf die richtige Ausrüstung setzen. Eine Outdoorjacke, die einfach in einen Nackenbeutel verstaut werden kann, wärmt nicht nur, sondern ist auch als Kissen praktisch. Natürlich darf auch in diesen Zeiten neben Ladekabel oder Stecker mit Kfz-Adapter, eine Powerbank nicht fehlen, immerhin möchte man ja Urlaubsphotos posten, im Internet kurz die News checken oder eine Route für die Wanderung suchen. Ein kleines Akkuladegerät, das bestenfalls unterschiedliche Akkutypen über einen eingebauten USB-Port laden kann, ist dann praktisch und hilfreich.

Weitere nützliche Ausrüstungsgegenstände sind eine Stirnlampe, ein Klappbett und ein Grillgerät oder gleich ein praktisches Zelt.

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Auch beim Campen gibt es Regeln

Campen verstehen viele als Abenteuer vor der Haustüre, doch auch für Naturliebhaber und Wanderfahrer gibt es Regeln. Auf eigene Faust einfach dort seine Zelte aufschlagen, wo es gefällt? Da gibt es einige Wenn und Abers, vor allem sind die Regelungen fürs Übernachten im Freien je nach Bundesland deutschlandweit unterschiedlich und unterscheiden sich auch international von Land zu Land. Und auch sonst ist es ratsam, sich etwas Basis-Wissen in Sachen Camping-Knigge zuzulegen.

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Beliebte Campingreiseziele

Denkt man an Campingurlaub, haben viele das Bild von Sonne, Strand und Meer im Kopf. Doch auch Deutschland selbst gilt als beliebtes Campingziel, ebenso wie Schweden und Norwegen. Welches Urlaubsziel tatsächlich gewählt wird, hängt laut Umfragen vor allem vom Alter ab. Ein Drittel der Camper im Alter zwischen 25 und 44 Jahren bevorzugt die Mittelmeerregion, also Italien und Spanien. Knapp die Hälfte reist lieber quer durch deutsches Bundesgebiet, immerhin noch fast 30 Prozent reisen mit dem Camper nach Irland oder Frankreich.

Welche Campingarten gibt es?

Campingprofis wissen – Camping ist nicht gleich Camping. Denn es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Unterbringung. Zum einen sind Zelte sehr beliebt. Die gelten als ursprünglichste, gleichzeitig auch günstigste Form der Übernachtungsmöglichkeit. Geschlafen wird dabei auf aufblasbarer Matratze oder Isomatte im Schlafsack, manche haben auch ein einfaches Klappbett im Zelt.

Der Camper Van, also der kompakte Camping Bus und damit die kleinste Variante des Wohnmobils, ist eine zweite Möglichkeit für den Campingurlaub. Lenkbar wie ein PKW ist dieser fahrbare Untersatz, der oft Ähnlichkeiten mit einem umgebauten Kastenwagen hat, der Inbegriff von Freiheit. Du kannst völlig unabhängig reisen und jede noch so abgelegene Gegend mühelos erreichen, vor allem in einem Bus mit höherem Radstand und Allradantrieb. Die Innenbereiche sind meist klug konzipiert und mit Aufstelldächern bzw. Vorzelten wird das Platzvolumen vergrößert und auch die Zahl der Schlafplätze vermehrt. 

Das Wohnmobil ist für viele Camper der große Traum, bietet es doch quasi ein Feriendomizil auf vier Rädern. Ein bequemes Bett und eine Kochzeile sind ebenso eingebaut wie Sitzgelegenheiten und sogar eine kleine Dusche oder ein eigenes WC gibt es in manchen. Diese Wohnform beim Campen ist perfekt für alle, die gerne ohne große Planung verreisen und doch den einen oder anderen Komfort dabei nicht vermissen möchten.

Last but not least ist dann noch der Wohnwagen eine Option für den Campingurlaub. Dieser ist vor allem dann geeignet, wenn du gerne länger an einem Ort bleibst und von dort aus die Gegend erkundest. Viele haben ein großzügiges Vorzelt, womit das Platzangebot um einiges vergrößert wird und man auch bei Regen so gut wie draußen sitzen kann. Ein wesentlicher Vorteil ist natürlich, dass der Wohnwagen am Campingplatz abgestellt wird und das Auto dann frei zur Verfügung steht um Ausflüge zu machen.

Wem das alles zu wenig glamourös oder edel ist, der sollte auf Glamping setzen. Die Wortkreation aus GLAMourösem CamPING erklärt sich eigentlich von selbst und ist vor allem für diejenigen geeignet, die zwar ein Naturabenteuer erleben, dabei aber nicht gleich eine eigene Campingausrüstung kaufen möchten. Glamping-Unterkünfte gibt es in zahlreichen Variationen, die direkt vor Ort gewählt werden können. Ausgestattet mit einem bequemen Bett und einer eigenen Toilette, vor allem aber einer eigenen Dusche und einer kleinen Küche, bieten sie Wohnkomfort in freier Natur.